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FDP-Chef Lindner: Deutschland braucht bei Bildung „Kooperationsgebot“

Nach dem Aus des Nationalen Bildungsrates fordert Lindner ein Kooperationsgebot zwischen Bund und Ländern. Die Vielzahl der Schulsysteme sei ein Hindernis.
09.12.2019 - 06:22 Uhr 1 Kommentar
FDP-Chef Lindner fordert Kooperationsgebot zwischen Bund & Ländern Quelle: Reuters
Christian Lindner

Der FDP-Chef mahnt: Zwischen Bund und Ländern müsse es mehr Kooperation geben.

(Foto: Reuters)

Berlin FDP-Chef Christian Lindner hat nach dem Aus des Nationalen Bildungsrates „ein Kooperationsgebot zwischen den Ländern und mit dem Bund auf Augenhöhe“ gefordert. Lindner sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Ziel muss es sein, die gemeinsame Qualität auf Weltniveau zu heben, sich am bundesweit besten zu orientieren und die großen Investitionen wie Digitalisierung, Integration und Ganztag gemeinsam zu schultern.“

Dazu sollte auch eine „weitere Ergänzung des Grundgesetzes kein Tabu sein“, argumentierte Lindner weiter. „Eine Exzellenzinitiative für die berufliche Bildung könnte der erste Schritt sein. Kein Bundesland kann sich dem verweigern, denn nirgendwo überzeugt die Qualität.“

Der FDP-Fraktionschef kritisierte: „Es ist eine Lebenslüge der deutschen Bildungspolitik, dass die Qualität steigt, wenn 16 Länder in der Schulpolitik das Rad parallel immer wieder neu erfinden. Für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte ist das ein praktisches Ärgernis.“

„Das Scheitern des Nationalen Bildungsrats ist wenige Tage nach den neuen Pisa-Ergebnissen ein Beleg für politische Selbstblockade in einer zentralen Frage.“ Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) habe „ein zentrales Vorhaben des Koalitionsvertrages vergeigt“, warf Lindner der Ministerin vor.

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    „Es ist Zeit, groß und neu zu denken. Wenn wir eine Bildungsnation werden wollen, müssen die Kräfte gebündelt und Reibungsverluste reduziert werden“, sagte Lindner. Damit fordert er statt der bisher immer wieder diskutierten Lockerungen des Kooperationsverbotes ein Kooperationsgebot zwischen den Ländern und mit dem Bund.

    Der geplante Nationale Bildungsrat sollte Vorschläge für mehr Vergleichbarkeit zwischen den Bundesländern in der Bildung machen. Das Vorhaben scheiterte aber am Widerstand Bayerns und Baden-Württembergs, die zu viel Einfluss aus Berlin befürchteten. Die Bundesländer haben stattdessen beschlossen, einen eigenen Bildungsrat ohne den Bund zu gründen, der allerdings die gleichen Ziele verfolgen soll.

    Mehr: Eine Wirtschaftsnation wie Deutschland muss mit aller Kraft an die Spitze streben, kommentiert unsere Redakteurin Barbara Gillmann.

    • dpa
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    1 Kommentar zu "FDP-Chef: Lindner: Deutschland braucht bei Bildung „Kooperationsgebot“"

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    • Ich kann Herrn Lindner nur beipflichten. Seit Jahrzehnten wird von dem arbeitenden Teil der Bevölkerung Flexibilität am Arbeitsmarkt gefordert. Zieht man als Familie jedoch um, kommt das böse Erwachen und häufig landet der Nachwuchs in einer Extrarunde, sprich er bleibt sitzen. Alternative Angebote durch die vielen bundesweit agierenden Nachhilfeagenturen können helfen, nicht jeder kann sie sich aber leisten und sind selbst nach Grundgesetz nicht intendiert:
      Artikel 6 (1) GG ,,Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.''
      Nun darf am sich gerne mal fragen, weshalb unter der seit 14 Jahren regierenden kinderlosen Frau Dr.Merkel noch immer keine einheitlichen Bildungsstandards existieren, Ganztagsbetreuung/Schulessen nur in Einzelfällen vorhanden sind und ausreichend Lehrkräfte niemals vorhanden waren. Vielleicht haben wir einfach die falsche Führungskraft gewählt, ihre Kader-Ausbldung in der durch Mangelwirtschaft geprägten DDR 1.0 schlägt nun Früchte in der DDR 2.0. Es ist ja auch eine verdammt komplizierte Aufgabe den Lehrerbedarf zu planen, bei gegebener Geburtenrate und 6 Jahren Zeit für die Lehrerausbildung. Insofern kann die Initiative von Herrn Lindner erst dann Früchte tragen, wenn ausreichend qualifizierte (!) Lehrkräfte vorhanden sind. Bis dahin machen wir weiter in der Merkel'schen Planwirtschaft. Denn einen Plan hat die Damen, soviel steht fest...............Zeitenwende? Leider Fehlanzeige, siehe SPD (Nicht)-Positionierung zum Thema Ende der Koalition. Peter Mallm, Freinsheim

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