Fernstraßenverwaltung: Wie die Autobahn GmbH wegen fünf Zentimetern für gestörte Lieferketten sorgte
Die Transporteure leiden unter dem Bürokratie-Chaos der Autobahn GmbH.
Foto: dpaBerlin. Es bedarf nur einer Daumenlänge – und die Lieferkette reißt. Auf den deutschen Autobahnen ging es in den vergangenen acht Wochen um fünf Zentimeter, die zum Eklat führten. Fünf Zentimeter, die in einer behördlichen Anordnung der Autobahn GmbH fehlten und deshalb Schwerlasttransporte für MAN oder Daimler, für Landmaschinenhersteller wie Claas oder Deere auf dem Weg zu den Kunden stoppte.
Aber der Reihe nach. Die Geschichte begann mit dem 1. August. Seitdem bündelt die Autobahn GmbH des Bundes die Genehmigungsprozesse für Schwerlasttransporte – anstelle der Bundesländer.
Bereits 2021 hatte die neue Zentralverwaltung zwar die Bundesfernstraßen übernommen. Weil es aber längst noch nicht rundläuft, helfen die Länder weiter bei vielen Aufgaben aus.
Autobahn GmbH verursacht Chaos mit neuen Regeln
So war es auch bei der Genehmigung besonderer Transporte. Nun aber muss die Autobahngesellschaft Anträge für Transporte genehmigen, die über ihre Straßen führen sollen. Sie muss kontrollieren, ob die angefragte Strecke für den besonders breiten, schweren oder hohen Transport geeignet ist, ob es Baustellen am Tag der Fahrt geben wird und vor allem auch, ob die Brücken auf dem Weg hoch genug sind.