Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Infektionsschutz Spahn nimmt Bürger beim Coronavirus in die Pflicht

Der Gesundheitsminister ruft Bürger zum Verzicht von Reisen auf. Den zuständigen lokalen Behörden empfiehlt Spahn, Großveranstaltungen abzusagen.
09.03.2020 - 17:21 Uhr Kommentieren
Der Bundesgesundheitsminister empfiehlt Berufstätigen, öfter zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren. Quelle: dpa
Jens Spahn

Der Bundesgesundheitsminister empfiehlt Berufstätigen, öfter zu Fuß zu gehen oder mit dem Rad zu fahren.

(Foto: dpa)

Berlin Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Deutschlands Bürger zur Mitwirkung im Kampf gegen das Coronavirus aufgerufen. „Ich appelliere an die Eigenverantwortung des Einzelnen, Infektionsrisiken zu minimieren“, sagte der CDU-Politiker am Montag vor Journalisten in Berlin. Dazu gehöre auch die Frage: „Auf was kann man leichter verzichten, aufs Fußballspiel oder den Weg zur Arbeit?“

Den zuständigen lokalen Behörden empfahl Spahn erneut, alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern abzusagen. Das sei in den vergangenen Tagen vielleicht ein wenig „zu zaghaft“ passiert. Jeder Einzelne solle sich aber überlegen, ob der Besuch eines Fußballspiels oder eines Clubs in diesen Tagen wirklich sein müsse, betonte der Gesundheitsminister. Berufstätigen empfahl er, öfter zu Fuß zur Arbeit zu gehen oder mit dem Rad zu fahren, statt Bus oder Bahn zu benutzen.

„Unser oberstes Ziel ist und bleibt, die Ausbreitung zu verlangsamen“, sagte Spahn. Das Robert-Koch-Institut (RKI) zählte bis Montagmorgen 1112 bestätigte Corona-Infektionen. Am stärksten betroffen ist der nordrhein-westfälische Landkreis Heinsberg mit mehr als 290 bestätigten Covid-19-Fällen, gefolgt von Aachen, München, Köln und Freising.

In Essen und im Kreis Heinsberg gab es am Montag die ersten Todesfälle in Deutschland. Am Wochenende starb bereits ein deutscher Staatsbürger in Ägypten. Bei vier von fünf Infizierten zeige sich aber ein milder Verlauf, sagte RKI-Präsident Lothar H. Wieler. Umso wichtiger sei, Kapazitäten für die schweren Fälle zu erhalten, erklärte Spahn.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Mit 28.000 Intensivbetten habe Deutschland eine im internationalen Vergleich gute Ausstattung. Es gehe darum, diese „wertvolle Ressource funktionsfähig zu halten“. Hier helfe eine Verlangsamung der Ausbreitung.

    Krankschreibung ohne Praxisbesuch

    Hoffnungen, dass allein das mildere Frühlingswetter eine Epidemie verhindern könnte, erteilte der Direktor des Instituts für Virologie der Berliner Charité, Christian Drosten, eine Absage. Der saisonale Effekt sei nicht so groß wie bei anderen Viren, die Corona-Ausbreitung werde nicht von selbst zum Stillstand kommen.

    Ziel müsse es sein, die Unterbrechung des normalen Alltags so gering wie möglich zu halten, betonte Spahn. So sehe er keine Notwendigkeit, Kitas oder Schulen generell zu schließen, weil dann auch viele berufstätige Eltern der Arbeit fernbleiben müssten. Da, wo es möglich und sinnvoll sei, sollten Unternehmen Beschäftigten Homeoffice ermöglichen.

    Arbeitnehmer mit leichten Atemwegserkrankungen können ab sofort schon nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für bis zu sieben Tage erhalten. Sie müssen dafür nicht die Praxis aufsuchen. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geeinigt. Ziel ist es, Ärzte zu entlasten und das Infektionsrisiko zu minimieren.

    Mehr: Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Newsblog.

    Startseite
    Mehr zu: Infektionsschutz - Spahn nimmt Bürger beim Coronavirus in die Pflicht
    0 Kommentare zu "Infektionsschutz: Spahn nimmt Bürger beim Coronavirus in die Pflicht"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%