Raumfahrt: Bieterkampf um die beste Position in Europas Rennen ins All
Berlin/Paris/Rom. In Europas Hauptstädten zerbrechen sich die Regierungsstrategen nicht nur den Kopf über die Zukunft der Ukraine, des Nahen Ostens, den Umgang mit US-Präsident Donald Trump oder dem Systemrivalen China. Dieser Tage geht es auch um eine Frage, die sich im norddeutschen Bremen entscheiden wird: Welches europäische Land wird die Führungsrolle übernehmen – im Weltall?
An diesem Mittwoch werden die 23 Mitgliedstaaten der Europäischen Raumfahrtagentur (Esa) zusammenkommen. Raumfahrtministerin Dorothee Bär (CSU) wird das alle drei Jahre stattfindende Treffen eröffnen. Danach stehen 87 Einzelprogramme zur Abstimmung.
Jedes Land will möglichst viele Anteile der Projekte und Themen zeichnen. Dazu bringen sie jeweils Budgets mit, um für die Projekte zu bieten – und so der heimischen Industrie Aufträge zu sichern. Was sich im Vorfeld bereits abzeichnet: Deutschland wird vorn liegen.