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  4. Sebastian Scheel: Der Linken-Politiker soll am Donnerstag als neuer Bausenator Berlins vereidigt werden.

Sebastian ScheelDer designierte Bausenator soll den Berliner Mietendeckel verteidigen

Nachfolger der zurückgetretenen Berliner Bausenatorin Lompscher soll ihr bisheriger Staatssekretär werden. Die Branche hofft auf einen Neuanfang in der Wohnungspolitik.Silke Kersting 18.08.2020 - 16:20 Uhr

Für Donnerstag ist seine Vereidigung als Bausenator geplant.

Foto: dpa

Berlin. Konsequent Kurs halten, so lautete die erste Ankündigung des designierten Berliner Bausenators Sebastian Scheel. Scheel, Mitglied der Partei „Die Linke“ und derzeit Staatssekretär für Wohnen, soll Nachfolger der vor zwei Wochen zurückgetretenen Wohnungsbausenatorin Katrin Lompscher werden. Die Linke, die in Berlin in einer rot-rot-grünen Koalition regiert, hatte Scheel am Montagabend vorgeschlagen, seine Vereidigung ist für Donnerstag geplant.

Scheel wurde 1975 in Wriezen geboren, er hat Politik, Volkswirtschaft und Philosophie studiert. Im Februar 2017 war er bereits das erste Mal nachgerückt – für den damals aufgrund seiner Stasivergangenheit politisch nicht zu haltenden Staatssekretär Andrej Holm. 

Jetzt also rückt Scheel ein weiteres Mal nach. Lompscher hatte ihren Posten geräumt, nachdem Fehler bei der Abrechnung und Versteuerung ihrer Bezüge aus Tätigkeiten als Verwaltungs- und Aufsichtsrätin landeseigener Unternehmen bekannt geworden waren.

Scheel sei „fachlich überaus versiert, bestens mit der Stadtgesellschaft einschließlich der mietenpolitischen Initiativen vernetzt, sturmerprobt und kennt den Verwaltungsapparat ganz genau“, begründete die Landesvorsitzende der Berliner Linken, Katina Schubert, die Personalie. Die Verteidigung des Mietendeckels werde er „mit aller Kraft“ angehen. Erste Äußerungen Scheels lassen erwarten, dass bei der Regulierung des Berliner Wohnungsmarkts noch nicht das Ende erreicht sein könnte. Den Wohnungsbau will er zur Chefsache machen.

Die Immobilienbranche hofft auf einen Neuanfang. Der Senat sollte den Personalwechsel nutzen, „um endlich eine Bau- und Stadtentwicklungspolitik für die Menschen zu gestalten, und nicht für Ideologien“, sagte Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD. „Neue Köpfe bringen zum Glück immer neue Strategien mit sich.“

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