SPD und Grüne: Habeck gefährlicher als Merz? Wie das Kanzleramt den Vizekanzler fürchtet
Stephenville, Toronto, Berlin. Draußen, am Hafen von Stephenville, ankern Fischerboote, drinnen geht es um die Zukunft. In der Kleinstadt im kanadischen Neufundland präsentieren Unternehmen in einer Ausstellung ihre Wasserstoffprojekte. Es ist der Abschluss der Kanadareise von Kanzler Olaf Scholz und Vize Robert Habeck. Vor allem aber ist es, der idyllischen Kulisse zum Trotz, Teil eines Wettlaufs. Symbolisch, aber nicht nur.
Linksseitig der Ausstellung ist Scholz unterwegs, begleitet von Kanadas Premier Justin Trudeau. Scholz gibt den Scholz: Er hört sich Berichte an, nickt stets leicht, stellt ab und an eine Rückfrage, zieht dann, begleitet von zahlreichen Wirtschaftsvertretern, weiter.
Rechtsseitig ist Habeck mit einer Handvoll Begleiter unterwegs. Er reißt Witze, zeigt in der nächsten Sekunde Mitgefühl, kommt mit dem Vertreter der indigenen Bevölkerung ins Gespräch.
Drei Tage lang reisten Scholz und Habeck durch Kanada. Eigentlich sollten sie Deutschlands Energiezukunft sichern. Doch längst ging es auch um die politische Zukunft, ein Duell Scholz gegen Habeck, Kanzler gegen Möchtegernkanzler.