1. Startseite
  2. Politik
  3. Deutschland
  4. Streiks: Tarifkonflikt im Einzelhandel eskaliert weiter

StreiksTarifkonflikt im Einzelhandel eskaliert weiter

Im Tarifkonflikt im Einzelhandel ist keine Entspannung in Sicht. Die Gewerkschaft Ver.di will in dieser Woche Rewe bestreiken. Der Verband deutscher Einzelhändler wirft Ver.di eine Blockadehaltung vor. 06.03.2024 - 16:54 Uhr
Im festgefahrenen Tarifstreit des Einzelhandels hat die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. Foto: dpa

Berlin. Im Tarifkonflikt des Einzelhandels zeichnet sich auch nach elf Monaten eher Eskalation und Streik ab statt Bewegung. Die Arbeitgeber machen nach eigenen Angaben den Weg frei für höhere Löhne und Gehälter auch ohne Tarifabschluss, während die Gewerkschaft Verdi weitere Arbeitskämpfe ankündigt.

Der Handelsverband Deutschland (HDE) erklärte am Mittwoch, die Verbandsgremien hätten sich darauf verständigt, dass Unternehmen die Entgelte ab dem neuen Tarifjahr bis zur Obergrenze von maximal zehn Prozent anheben könnten. Die freiwilligen Erhöhungen seien auf einen späteren Tarifabschluss anrechenbar. „Unsere Streiks zeigen Wirkung“, erklärte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi dazu. Der HDE versuche offensichtlich durch die Ankündigungen freiwilliger Lohnerhöhungen, den Streikwillen zu brechen.

„Das geht nicht auf“, warnte Silke Zimmer, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand. „Die Beschäftigten wissen, dass es hier nicht um freiwillige Wohltaten der Arbeitgeber gehen kann, die jederzeit widerrufen werden können“, betonte die Gewerkschafterin. „Es geht um rechtsverbindliche Tariferhöhungen, die nur in einem Tarifvertrag erzielt werden können.“ Die Arbeitgeber müssten nun an den Verhandlungstisch zurückkehren. Wichtig sei ein Tarifabschluss, der den jüngsten Preissteigerungen Rechnung trage.

Konjunktur

„Wirtschaft wie gelähmt“ – Institute kappen Wachstumsprognosen deutlich

Der HDE wiederum warf Verdi eine Blockadehaltung vor und strebt nach eigenen Angaben weiter eine baldige Lösung im Tarifstreit an. Nach mehr als 60 Verhandlungsrunden bundesweit sei man aber zur Auffassung gelangt, dass Verdi leider kein „Interesse an einem zeitnahen Abschluss im Einzelhandel hat“.

Derweil stellt Verdi Rewe in den Mittelpunkt seiner Streikaktionen in dieser Woche, mit Freitag als Höhepunkt. „Gerade Rewe ist als zweitgrößter Lebensmitteleinzelhändler stark in den regionalen Tarifkommissionen der Arbeitgeber vertreten“, sagte Zimmer. „Aber anstatt dort ihren Einfluss zu nutzen und die Tarifverhandlungen zu einem Abschluss zu bringen, gehören sie mit zu den Konzernen, die an Stelle von Verhandlungen ein Tarifdiktat gesetzt haben.“

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt