Digitaler Stromzähler: Wie Sie mit Smart Meter Geld sparen sollen
Die Bundesregierung will den Einbau von digitalen Stromzählern vorantreiben.
Foto: dpaBrüssel, Berlin. In der Nacht zu Mittwoch war Strom im Großhandel extrem billig. Eine Megawattstunde war für einen Cent zu haben. Ein Tesla Model 3 ließe sich mit dieser Strommenge mindestens 13 Mal aufladen. Doch in den Haushalten kommen diese Preise bislang nicht an. Einen Kilometer mit einem Elektroauto zu fahren ist darum kaum noch günstiger, als einen Kilometer in einem Benziner zurückzulegen.
Das Bundeskabinett verabschiedete dazu am Mittwoch das „Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende“. Es sieht vor allem vor, dass intelligente Stromzähler, sogenannte „Smart Meter“, in viele Haushalte kommen. Diese Geräte stellten den „Kern der digitalen Energieinfrastruktur“ dar, sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).
Die neuen Stromzähler werden nicht mehr abgelesen, sondern können ihre Messwerte sekundengenau versenden. Wie das zu günstigeren Preisen und einer schnelleren Energiewende führen kann, machen die folgenden Punkte deutlich.
Smart Meter: Intelligente Stromzähler sollen die Stromrechnung der Deutschen senken
Stromanbieter können so flexible Tarife anbieten, bei denen der Strom dann billiger wird, wenn er im Überfluss vorhanden ist. Und das ist regelmäßig der Fall. Nachts ist der Strom oft halb so teuer wie am Tag. Im Sommer ist es auch manchmal umgekehrt: An klaren Tagen mit viel Sonne reicht die Produktion der Solaranlagen aus, um den Preis gegen null zu drücken. Sogar negative Strompreise sind möglich.