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Volker WissingEx-Verkehrsminister hat einen neuen Job

Als Verkehrsminister verließ Volker Wissing die FDP. Nach dem Ende der Ampelkoalition wechselt er nun in die Wirtschaft. Wissing geht unter die Berater.Josefine Fokuhl, Lukas Bay 28.08.2025 - 11:11 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Volker Wissing: Der ehemalige FDP-Politiker und Verkehrsminister wird Beirat. Foto: IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Berlin, Düsseldorf. Volker Wissing wechselt in die Wirtschaft. Der ehemalige Bundesminister für Digitales und Verkehr soll den Vorsitz eines neu zu gründenden Beirats beim Unternehmer Harald Christ und dessen Firma Christ Capital übernehmen. Ein Sprecher von Christ bestätigte das dem Handelsblatt. Zuerst hatte der „Spiegel“ berichtet.

Das Gremium soll den Unternehmensgründer Christ persönlich sowie die Geschäftsführungen strategisch beraten. Dazu gehören Christ & Company sowie Joschka Fischer & Company, die der ehemalige Außenminister Joschka Fischer gegründet hatte.

Der künftige Beirat werde „in Fragen der langfristigen Unternehmensausrichtung und Investitionsentscheidungen“ beraten, heißt es von Christ Capital. Neben Wissing sollen weitere prominente Mitglieder in das Gremium berufen werden. Insgesamt ist eine Erweiterung auf bis zu sieben Köpfe geplant.

Für seinen neuen Job braucht Wissing allerdings noch die Zustimmung der Bundesregierung, da für ehemalige Kabinettsmitglieder eine Karenzzeit vorgeschrieben ist. Das gilt für Tätigkeiten innerhalb der ersten 18 Monate nach dem Ausscheiden aus dem Amt.

Vor seinem Eintritt ins Kabinett Scholz war Wissing unter anderem Wirtschaftsminister in Rheinland-Pfalz und FDP-Generalsekretär. Nach dem Scheitern der Ampelkoalition war er aus der Partei ausgetreten und hatte seine Arbeit als Verkehrsminister bis zu den Neuwahlen fortgesetzt. Parallel dazu führte er das Bundesjustizministerium.

Christ und Wissing standen stets in engem Kontakt

Öffentlich hatte Wissing damals mit seiner ehemaligen Partei abgerechnet, einige spekulierten sogar, dass Wissing in die SPD eintreten könnte. Doch das dementierte er.

Auch Harald Christ war nach dem Aus der Ampel aus der FDP ausgetreten, nachdem er 2020 Mitglied der Liberalen wurde. Zuvor war Christ etwa 30 Jahre Mitglied bei der SPD. Der Unternehmer und der Ex-Minister kennen sich schon lange, beide kommen aus Rheinland-Pfalz und teilten die Enttäuschung über die D-Day-Affäre der FDP, was beide als Grund für ihr Austreten aus der Partei angaben. Christ war einer der wenigen Unternehmer, die im Verkehrsministerium regelmäßig ein und aus gingen.

Mit Wissing verbinde ihn eine gemeinsame politische Haltung, sagte Christ dem Handelsblatt. „Er hat mich durch seine Konsequenz und sein Rückgrat überzeugt.“ Der Ex-Minister werde für Christ und seine Unternehmensgruppe in Zukunft ein „vertrauensvoller und wichtiger Ratgeber“ sein, sagte der Unternehmer.

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Bevor er hauptberuflich Politiker wurde, war Wissing als Richter und Staatsanwalt tätig. Als die FDP 2013 erstmals aus dem Bundestag ausschied, gründete er die Kanzlei Wissing Rechtsanwälte im pfälzischen Landau. Viele aus seinem ehemaligen beruflichen Umfeld erwarteten, dass er zu seiner Kanzlei zurückkehren würde.

Wissing beschreibt Christ in einer Pressemitteilung als „werteorientiert und nachhaltig“. Deshalb unterstütze er „seine Unternehmensgruppe gerne mit meinem Rat und meiner Erfahrung“.

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