Heizkosten: 1544 Euro für 80 Quadratmeter: Diese Mehrkosten kommen auf Mieter bei Öl und Gas zu
Der vergangene Winter war zwar vergleichsweise mild, doch angesichts der dramatisch steigenden Energiepreise blicken viele Mieter mit Sorge auf die nächste Heizperiode.
Foto: dpaBerlin. Einmal jährlich, meist im Frühsommer, händigen Vermieter ihren Mietern die Nebenkostenabrechnung aus, die dann Nachzahlungen für das Vorjahr leisten müssen. In der Regel steigen die Kosten in jedem Jahr – doch die bevorstehenden Abrechnungen könnten es besonders in sich haben.
Und das vor allem aus zwei Gründen: So wird seit 2021 in Deutschland ein Preis für die Emissionen von Kohlendioxid im Gebäudesektor erhoben, die in der bevorstehenden Abrechnung zum ersten Mal berücksichtigt werden. Die drastisch gestiegenen Energiepreise aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine treiben dann vor allem die Abrechnung für das Jahr 2022.
Der Eigentümerverband Haus & Grund hat jetzt auf Anfrage des Handelsblatts in vier Beispielen errechnet, wie hoch die Mehrbelastungen 2022 im Vorjahresvergleich ausfallen könnten.
Heizkosten: Wie viel mehr müssen Mieter 2022 durch Ukraine-Krieg zahlen?
Grundlage für die Szenarien sind die Gaspreise vom Januar 2022. Nach Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag der durchschnittliche Erdgaspreis für ein Einfamilienhaus bei 12,21 Cent pro Kilowattstunde. Ein Jahr zuvor hatte er noch bei durchschnittlich 7,06 Cent pro Kilowattstunde gelegen. Bei Mehrfamilienhäusern stieg der Preis von durchschnittlich 6,47 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2021 auf 11,84 Cent pro Kilowattstunde im Januar 2022.