Armin Papperger: Neue Details zum Anschlagsplan gegen den Rheinmetall-Chef
Washington, Berlin. Zu den möglichen Attentatsplänen gegenüber Rheinmetall-Chef Armin Papperger sind neue Details bekannt geworden. Wie das Handelsblatt aus Sicherheitskreisen erfuhr, sollen westliche Nachrichtendienste in den vergangenen Monaten auffällige Reisen mutmaßlicher Agenten beobachtet haben. Der „Spiegel“ hatte zuerst darüber berichtet.
Die Männer sollen aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion stammen, mindestens einer aus Russland. Teils seien sie bereits im Schengen-Raum gewesen, teils hätten Einreisen bevorgestanden. Laut „Spiegel“ sollen mehrere verdächtige Personen die Rheinmetall-Zentrale in Düsseldorf sowie ausländische Reiseziele Pappergers ausgespäht haben.
Rheinmetall ist einer der größten europäischen Lieferanten für Panzertechnik und Artilleriegeschosse für die Ukraine und nach eigener Darstellung der größte Hersteller von Artilleriemunition in der westlichen Welt. Im Juni hat Rheinmetall eine Reparaturwerkstatt für Schützenpanzer in der Westukraine eröffnet. Geplant ist auch die Produktion neuer Panzer.
In den Sicherheitskreisen wird dem Bericht zufolge gemutmaßt, dass es sich bei den verdächtigen Personen um „Proxies“ russischer Geheimdienste gehandelt hat – also von Moskau angeheuerte Handlanger. Die mutmaßlichen Agenten hätten an ihren möglichen Plänen offenbar nicht weiter festgehalten, hieß es. Auch für Festnahmen sei die Beweislage nicht ausreichend gewesen.