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Blog Aus der Sperrzone: das Corona-Tagebuch der Handelsblatt-Redakteure

Ob Paris, New York, Madrid oder Tel Aviv: Das Coronavirus schränkt den Alltag weltweit ein. Handelsblatt-Redakteure berichten über ihre Erfahrungen.
01.04.2020 Update: 15.05.2020 - 19:04 Uhr Kommentieren
Japans Regierungschef Shinzo Abe hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand ausgerufen. Quelle: dpa
Pendler in Tokio

Japans Regierungschef Shinzo Abe hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand ausgerufen.

(Foto: dpa)
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    Sperrzone - in immer mehr Länder ändert sich das Leben infolge des Coronavirus drastisch. In Deutschland herrscht ein Kontaktverbot von mehr als zwei Menschen. Manche Bundesländer wie Bayern, aber auch andere europäische Länder wie Italien oder Frankreich schränken die Bewegungsfreiheit noch massiver ein. 

    In Rom, Paris und Berlin, in Tel Aviv, Tokio und San Francisco, aber auch daheim in Düsseldorf: Was bedeuten diese Einschränkungen genau? Über diese historischen Erfahrungen im Kleinen, die wir gerade erleben, schreiben die Redakteure des Handelsblatts weltweit. Denn Börseneinbrüche, Firmenpleiten und historische Rettungspakete infolge des Corona-Virus sind das eine, das neue Leben in der Sperrzone das andere. 
    Klappe zu: Briefkasten in Paris
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    Sarah Sendner
    Moskau: Chaos durch Passierscheine

    Die Stadtverwaltung von Moskau hat ein neues Passierscheinsystem eingeführt, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Nur wer einen solchen Schein besitzt, darf sich noch in der Stadt - egal ob mit eigenem Auto, oder dem öffentlichen Nahverkehr bewegen. Am ersten Tag haben die Behörden mit der Maßnahme allerdings genau das Gegenteil von dem erreicht, was sie wollten. Die Kontrollen der Passierscheine haben nicht nur zu kilometerlangen Staus auf den Einfallstraßen Moskaus geführt, sondern auch zu riesigen Schlangen an den Eingängen der U-Bahn-Stationen. Abstandhalten ist unter diesen Umständen völlig unmöglich. Viele Moskauer sind deswegen völlig genervt.

    André Ballin 
    |
    Sarah Sendner
    Rom: Wiederöffnung stockt

    Eigentlich sollte Italien heute nach 36 Tagen Lockdown langsam zurück zur Normalität finden. Doch Premier Giuseppe Conte hat alle Maßnahmen, auch den Produktionsstopp, bis zum 3. Mai verlängert. Die neuen Zahlen des Zivilschutzes zeigen zwar einen Trend, dass die Zahl der neu mit Covid-19-Infizierten nicht mehr schnell ansteigt, doch Italien leidet weiter stark mit 159.500 Fälle insgesamt und vor allem 20.465 Toten, 35.435 Menschen wurden geheilt. Deshalb bleibt die Politik vorsichtig mit Zusagen für Öffnungen.

    Premier Conte erklärte an Karfreitag, dass Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen und Läden für Baby- und Kinderkleidung ab heute geöffnet werden könnten. Doch die Realität sieht anders aus: Jede Region entscheidet selbst. So bleibt in der Lombardei, im Piemont, im Trentino-Südtirol und in Kampanien alles weiter zu. In der Toskana und in Ligurien öffnen die Läden, mit dem nötigen Sicherheitsabstand und allen hygienischen Vorkehrungen, in Rom und dem Latium können erst ab dem 20. April Bücher, Hefte und Kinderkleidung gekauft werden.

    Ein anderes Problem sind die Hilfen für Selbständige und Mikrounternehmer, immerhin 21 Prozent der Beschäftigten. Jeder, der einen Antrag bei der Sozialversicherung INPS stellte, sollte für März 600 Euro bekommen – das sah das erste Hilfspaket der Regierung vor. Doch die Homepage brach am ersten Antragstag zusammen. Jetzt müssen drei Millionen Anträge bearbeitet werden.  In den Fernsehnachrichten sagte Wirtschafts- und Finanzminister Roberto Gualtieri zu, dass das Geld noch diese Woche ausgezahlt werde. Für April und Mai werde man schneller sein.

    Regina Krieger
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    Christian Rothenberg
    London: Die Briten backen Bananenbrot

    In den britischen Supermärkten sind die Regale mittlerweile wieder besser gefüllt – zumindest, wenn man am Morgen einkauft. Einige Produkte, wie Nudeln, Mehl und Eier sind aber weiterhin schnell weg. Warum, wird einem klar, wenn man in der langen Schlange vor dem Supermarkt wartet. 

    „Ich bin gut versorgt“, erzählt eine ältere Dame mit Krücke, „ich habe zwar Diabetes, aber noch extra Insulin im Kühlschrank, und Essen bekomme ich geliefert“. Zum Einkaufen geht sie trotzdem: „Ich backe viel“, verrät sie, „Muffins, Kekse … die Nachbarskinder freuen sich“. Sie ist nicht die einzige: Die Website der BBC mit Backrezepten ist so gut besucht wie nie zuvor. Besonders populär: Bananenbrot. 

    Britische Müller kommen angesichts der neu entdeckten Liebe zum Backen nicht mehr hinterher: Die Mühlen würden auf Hochtouren laufen, berichtet der britische Verband, aber das Problem sei vor allem, dass auch die Verpackungsmaschinen für kleinere Packungseinheiten ausgelastet seien. Normalerweise würden lediglich vier Prozent des Mehls in Großbritannien über Geschäfte und Supermärkte verkauft, der Rest – in Packungseinheiten von 16 Kilogramm oder mehr - direkt an weiterverarbeitende Betriebe.

    Kerstin Leitel
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    Anna Kipnis
    New York: Mein Fisch-Dealer in der Corona-geplagten Stadt

    Ab Samstag morgen starre ich erwartungsvoll auf mein Telefon, ob eine SMS von Pete dabei ist. Pete ist mein Omega-3-Dealer. Mit einem Tag Vorlauf, oder manchmal nur mit wenigen Stunden textet er seiner geheimen Klientel, welchen Stoff er gerade im Angebot hat: Brass, Mussels, Squid heißt seine heiße Ware.

    Ich kenne meinen Fisch-Dealer noch aus den Zeiten, als er auf dem Wochenmarkt verkauft hat, bevor er untergetaucht ist. Dank der Empfehlung meiner Nachbarn bin ich auf seine begehrte, geheime Liste gekommen. Jetzt kann ich auch in Corona-Zeiten frischen Fisch kaufen, ohne das Risiko eines Besuchs im Supermarkt einzugehen.

    Dafür ist die Versorgung durch Pete anders aufregend. Ich fühle mich wie in einem Film: Wenn auf meinem Smartphone endlich die ersehnte Nachricht erscheint, texte ich Pete zurück, was und wie viel ich brauche.

    Danach geht es zu wie beim Drogenhandel: Um Punkt vier Uhr nachmittags bildet sich eine - sozial distanzierte - Schlange an der vereinbarten Straßenecke. Mit sechs Fuß, also knapp zwei Metern, Abstand stehen wir den Bürgersteig entlang und nicken uns wissend unter unseren Gesichtsmasken zu. Möglichst unauffällig halten wir Ausschau nach dem mal weißen und mal schwarzen Lieferwagen, der unsere Omega-3-Zufuhr sichern soll.

    Dann ist er da: Pete klappt die Hintertür auf und verteilt die mit Vornamen versehenen Tüten. Das Bargeld - mein Pusher nimmt nur cash – nimmt die angezählten Scheine aus den Latex-geschützten Händen entgegen. Wir wissen schon vorher, wie viel wir bezahlen müssen, damit das Ganze schnell von statten geht.

    20 Minuten später ist der Spuk vorbei. Der Lieferwagen ist weg, der Stoff verteilt und das Abendessen gerettet.  

    Katharina Kort
    Leere Straßen New Yorks
    Leere Straßen New Yorks   Bild: Katharina Kort
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    Helmut Steuer

    Stockholm: Wenigstens die Harleys halten Abstand

    Anders Tegnell, Chef der Landesgesundheitsbehörde und damit Schwedens einflussreichster Epidemiologe, gab sich besorgt. „Wir müssen noch einmal an die Kontaktregeln für Restaurants und Bars erinnern. Diese Regeln gelten auch für Straßencafés und Gartenlokale, was offenbar nicht alle verstanden haben“, erklärte er am Dienstag.  

    In der Tat: Als ich jetzt bei schönstem Frühlingswetter Vaxholm bei Stockholm besuchte, waren die Straßencafés voll. Das Genießen der ersten wärmenden Sonnenstrahlen in diesem Jahr war vielen Menschen wichtiger als der gebotene Sicherheitsabstand von rund zwei Metern. Es wurde über einen Cappuccino oder ein kühlendes Bierchen geplaudert, gelacht und manchmal auch hitzig debattiert. Vielleicht über die Risiken eines zu lässigen Umgangs mit dem Coronavirus? 

    Schweden hat in den ersten Wochen nach Ausbruch der Coronakrise einen Sonderweg eingeschlagen. Doch angesichts steigender Infektionszahlen und immer mehr Todesopfern rudert die Regierung zurück. Die Kontaktbeschränkungen wurden verschärft und der Ton der Verantwortlichen schärfer. „Es kann tausende Tote geben“, warnte Regierungschef Stefan Löfvén und ermahnte seine Landsleute, die eindeutigen Empfehlungen der Gesundheitsbehörde zu befolgen: Keine Reisen zu Ostern, keine Besuche in Alten- und Pflegeheimen und vor allem Abstand halten. 

    Ein paar Meter entfernt vom vollen Vaxholmer Café herrscht ebenfalls munteres Treiben. Direkt am Fähranleger flanieren sonnenhungrige Stockholmer. Aber wenigstens die Harleys eines Motorradclubs und eine Ente haben die Ermahnungen des Regierungschefs ernst genommen. Sie halten Abstand.

    Helmut Steuer 

    Abstand halten sieht anders aus....
    Abstand halten sieht anders aus....   Bild: Bild: Helmut Steuer
    Harleys auf Abstand ...
    Harleys auf Abstand ...   Bild: Bild: Helmut Steuer
    ... und die Ente auch.
    ... und die Ente auch.   Bild: Bild: Helmut Steuer
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    Sarah Sendner
    Tokio: Tag 1 des Notstands

    Gestern rief Japans Ministerpräsident Shinzo Abe für die Megacities Tokio und Osaka sowie fünf weitere wichtige Präefekturen den Corona-Notstand aus. Doch Tag 1 des vermeintlichen Ausnahmezustands in meiner Nachbarschaft in Yokohama fühlt sich recht normal an: Supermärkte und Apotheken sind sowieso wie von der Regierung verlangt geöffnet. Aber auch Frisöre und Restaurants wurden hier keine Schließung empfohlen. Sie sind daher weiterhin geöffnet. Selbst der Hundefrisör und der Buchladen sehen sich offenbar als lebensnotwendige Geschäfte an. Der Buchladen hat allerdings als seinen Beitrag zur Bekämpfung von Covid-19 seine Ladenschlusszeit um zwei Stunden auf 21 Uhr verkürzt. Und vor dem McDonald's trinken Japaner ihren Kaffee in der Sonne.

    Immerhin sind viele Kaufhäuser und Läden in Shoppingmalls in größeren Stadtteilen geschlossen. Unternehmen, die nicht Telearbeit durchführen können, sollen im Büro ihre Belegschaften reduzieren und mehr Platz schaffen. In Tokio fordern zudem die Bezirksregierungen die Bewohner durch ihre öffentlichen Lautsprechersysteme auf, bitte nicht ohne triftige Gründe die Wohnung zu verlassen. Damit bleibt Abe bisher seinem Versprechen treu, dass Japan keine harte Ausgangssperre wie europäische Länder verhängen würde. 

    Das amtliche Ziel ist, den Ausbruch der Epidemie zu bremsen, ohne die Wirtschaft gänzlich abzuwürgen. Dazu sollen wir unsere zwischenmenschlichen Kontakte um 70 bis 80 Prozent reduzieren, erklärte Abe. Allerdings streitet sich Tokios Gouverneurin Yuriko Koike mit Japans Regierungschef über den richtigen Weg: Sie will auch die Schließung von Frisören, Bars und anderer nicht lebensnotwendiger Geschäfte anordnen, Abe nicht. Je nachdem wie der Streit ausgeht, kann es bald auch in meiner Nachbarschaft und im Großraum Tokio ruhiger werden.

    Martin Kölling
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    Sarah Sendner
    Paris:  Aktionismus der Gemeinden

    Frankreich bekommt die Corona-Krise nicht in den Griff. Andere Länder reden schon über Wege zu einer Aufhebung der Ausgangssperren und die Epidemie verbreitet sich langsamer. In Frankreich dagegen schreitet sie trotz scharfer Beschränkungen für die Bevölkerung weiter mit hohem Tempo voran. Derzeit verdoppelt sich die Zahl der Fälle in etwa sechs Tagen. Das ist der gleiche Wert wie in Spanien. In Italien sind es dagegen 19 Tage, in Deutschland zwölf.

    Der Lockdown, bereits in der vierten Woche und deutlich schärfer als in Deutschland, zeigt also nicht die gewünschte Wirkung. Was auch daran liegen könnte, dass vor allem wohlhabende Franzosen ihn unterlaufen und in die Osterferien gefahren sind. Wie die Regierung reagieren wird, ist völlig offen. Donnerstagabend will Präsident Emmanuel Macron wieder im Fernsehen reden.

    Die Gemeinden reagieren unterdessen mit Aktionismus. Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo hat jetzt jegliche sportliche Aktivität tagsüber im Freien verboten. Für die Millionen Pariser, die nicht in eine Zweitresidenz verschwinden konnten, wirkt das wie eine Provokation. Macron wurde beim Besuch eines Gesundheitszentrums im Norden der Hautstadt von aufgebrachten Bürgern bedrängt, die wissen wollten, wann sie sich wieder bewegen können. Der Präsident konnte ihnen keine Perspektive bieten. Manche Bürgermeister schreiben jetzt eine Maskenpflicht vor – aber es gibt keine.

    Thomas Hanke
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    Christian Rothenberg
    Tel Aviv: einfacher Corona-Test 

    In der Verwirrung über die Diagnose von Coronavirus-Symptomen empfiehlt ein israelischer Forscher ein einfaches Hausmittel - im wahrsten Sinn des Wortes. Weil infizierte Personen einen reduzierten Geruchssinn haben, sollen sie sich die Frage stellen: Kann ich noch riechen? 

    Noam Sobel, Professor für Neurobiologie am Weizmann Institut in Rehovot südlich von Tel Aviv, bietet dazu ein simples Hilfsmittel. Er empfiehlt auf der Internetseite smelltracker.org einen Selbstversuch. Die User wählen fünf Produkte aus, die sie zu Hause haben und deren Geruch sie täglich wahrnehmen. Dazu gehören unter anderem die Zahnpaste, Knoblauch, Marmelade, Essig oder Honig. 

    Wer sich bei smelltracker.org eingeschrieben hat, erhält täglich eine Mail, in der zum Geruchstest aufgefordert wird. Dadurch erhält er Warnsignale, sollte sich bei ihm ein Corona-Risiko abzeichnen. Hier erfahren Sie mehr über Sobel und seine Forschung:
    Sensation is usually not passive. Brains acquire information about their environment actively by selecting sensory targets and probing their features. Target selection and feature probing is controlled by the motor components of sensory systems that either move the sensory organ [e.g., eye, hand, tongue or whisker (in rodents)], move the sensed material across it (e.g., sniffing) or emit sensible energy that interacts with the object (e.g., echolocation in bats or electrolocation in electric fish).
    Neurobiology
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    Christian Rothenberg
    Moskau: Die Spannungen steigen

    Auch in Moskau macht sich zunehmend Quarantäne-Müdigkeit breit. Seit Montag sind wieder deutlich mehr Menschen auf der Straße als in der vergangenen Woche. Das hängt teilweise damit zusammen, dass immerhin 250 Unternehmen nach der einwöchigen Zwangspause trotz der von Wladimir Putin angeordneten Verlängerung mit den Behörden eine Wiederaufnahme der Arbeit verabreden konnten. 

    Aber viele andere haben es auch satt, einfach zu Hause zu sitzen und gehen nun einkaufen oder mit dem Hund spazieren. Die Kontrollen der Polizei sind aber nach wie vor scharf. Auf dem Weg zur Arbeit sei er mehrfach angehalten und kontrolliert worden, erzählt Sergej, der in einer Reparaturwerkstatt arbeitet und sich daher einen Passierschein besorgt hat. Wer keinen hat, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Am Wochenende nahm die Polizei sogar Jesus fest, genauer genommen Jesus Worobjow, einen Moskauer, der seinen Hund Gassi am bekannten Patriarchenteich führte. 

    Als ihm die Beamten das verbieten wollten, fing Worobjow an zu diskutieren - und wurde abgeführt. Immerhin fand sein Hund den Heimweg allein und Worobjow konnte nach Ausstellung eines Strafbescheids vorerst auch wieder nach Hause. Der Vorfall zeigt aber, dass die Spannungen in Moskau wegen der Ausgangsbeschränkungen steigen.

    André Ballin
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    Christian Rothenberg
    Madrid: Vierbeiner zu adoptieren

    Die strikte Ausgangssperre in Spanien hat zu einem neuen Geschäftsmodell geführt: der Vermietung oder Adoption von Hunden. Denn wer einen Vierbeiner besitzt, der darf das Haus verlassen, um mit ihm Gassi zu gehen. Für alle anderen sind Spaziergänge oder Sport im Freien strikt verboten. Sie dürfen nur aus dem Haus, um einkaufen zu gehen.

    Viele Hundehalter haben ihre Vierbeiner deshalb im Internet zur Miete oder gar zu Adoption angeboten. In A Coruña, im Norden Spaniens, offerierte ein Besitzer seine Hunde für zwei Euro pro Stunde. Einem Golden Retriever hängte er ein Schild um mit der Aufschrift: „Ich biete mich an, mit Menschen spazieren zu gehen“. Reich wurde er damit allerdings nicht: Verschiedene Tier- und Umweltschutzverbände zeigten ihn an. Die Berichte über Hunde-Adoptionen sind so zahlreich, dass sie bereits die Umweltabteilung der Staatsanwaltschaft alarmiert haben. Die hat darauf hingewiesen, dass das Aussetzen von Hunden nach der Ausgangssperre ein Verbrechen ist.

    Aber auch andere Tierhalter versuchten, von der Ausnahmeregelung Gebrauch zu machen: Die Polizei berichtet von Besitzern, die mit ihrer Katze oder Ziege an der Leine spazieren gingen und sich auf die Ausnahmeregelung beriefen. Die Beispiele zeigen vor allem eines: Die strikte Sperre geht den Spaniern gehörig an die Nieren.

    Sandra Louven
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    Christian Rothenberg
    Mexiko-Stadt: „Obsthändlerin, keine Psychologin“

    María Solís liebt ihren Beruf. Jeden Tag stellt sich die Obsthändlerin mit ihrem Pick-Up an die Ecke Michoacán und Amsterdam im Stadtteil Condesa von Mexiko-Stadt. Auf der Ladefläche liegen Ananas, Erdbeeren und Blaubeeren, Bananen, Limonen, Mameys und allerlei tropische Früchte mehr. In diesen verwirrten Tagen der Corona-Pandemie ist die 31-Jährige bisher auch immer zur Arbeit gekommen. 

    Solís ist nicht besonders mutig, aber auch nicht übermäßig ängstlich. Sie hat nur eine Familie und einen kleinen Sohn zu ernähren. Daher hat sie auf Ihrem Wagen ein Plakat angebracht, auf dem steht: „Mich bringt nicht das Coronavirus um, aber der Hunger, ihr könnt Eure Panikkäufe auch bei mir machen!“ Die Händlerin sieht, wie die Menschen in den nahe gelegenen Supermarkt strömen und dort alles kaufen, was sie brauchen - eben auch das Obst. „Das könnten sie doch auch bei mir kaufen, der Supermarkt geht wirtschaftlich nicht vor die Hunde, ich schon, wenn das zu lange anhält.“

    Besonders ärgert sich Solís über die vielen Passanten, die vorbeikommen, stehen bleiben, sogar Fotos von dem Plakat machen. „Und wenn ich dann frage, was sie denn kaufen möchten, dann laufen sie einfach weg“. Aber vorher erzählen sie der Fruchtfrau noch von ihren Ängsten, der Panik und was das Coronavirus nun so alles mit ihnen anrichtet. „Aber ich bin Obsthändlerin und keine Psychologin“. Jetzt aber ist erst mal Osterpause. Da bleibt Solís eine Woche zu Hause. Aber am Ostermontag, der in Mexiko kein Feiertag ist, wird sie sich wieder mit ihrem Obst an die Ecke stellen. „Muss ja“, sagt sie.

    Klaus Ehringfeld
    Bild: Ehringfeld
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    Christian Rothenberg
    Paris: Das gute Wetter macht die Menschen hibbelig

    Strahlende Sonne und milde Temperaturen haben am Wochenende die Pariser auf die Straßen getrieben. Gruppen von vier oder fünf Leuten flanierten über die Straßen, was eigentlich strikt verboten ist. Einzelne Jogger wagten sich auf die Quais an der Seine, die im Prinzip gesperrt sind. Kontrollen waren wenige zu sehen: Die Polizei konzentrierte sich auf die Bahnhöfe und Mautstellen der Autobahnen, um die Franzosen daran zu hindern, in Ferien zu fahren.

    Die Geduld der Menschen ist strapaziert. Die Zahl der Toten und der neuen Patienten in Krankenhäusern flacht sich ab, doch es gibt keine Perspektive für einen Exit aus den Ausgangsbeschränkungen, weil die Zahl der Tests und Masken nicht reicht. In Chinatown im 13.Arrondissement kann ich zum ersten Mal seit drei Wochen einen Kaffee auf der Straße trinken, ein Genuss. In den Supermärkten tragen alle Chinesen eine kommerzielle Maske – frage mich, wo sie die herhaben – von den Franzosen niemand. 

    Die Restaurants sind alle geschlossen – fast alle. Vor einem Vietnamesen steht eine lange Schlange, die Tür ist einen Spalt weit geöffnet. Auf dem Rückweg komme ich bei einem Korsen vorbei, der ebenfalls geöffnet hat. „Anfangs haben wir uns nicht getraut, aber jetzt bieten wir Gerichte zum Mitnehmen an, Wein oder Bier können Sie auch haben“, lädt mich der maghrebinische Angestellte ein. Ein andermal.

    Thomas Hanke
    Bild: Hanke
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    Christian Rothenberg
    Peking: Immer mehr Chinesen trauen sich wieder raus

    Zwar sind die Straßen und Cafés am Wochenende in China meistens noch immer ungewöhnlich leer, jedoch strömten die Menschen am Samstag und Sonntag bei warmem Frühlingswetter wieder zu Zehntausenden in die Parks der Volksrepublik

    An den Kassen am Eingang (in China sind Parks meist kostenpflichtig) bildeten sich lange Schlangen, im Inneren gab es teilweise Gedrängel. Die Fotos zeigen den Fenghuangling Park im Norden Pekings, ähnliche Aufnahmen gibt es auch von anderen Ausflugszielen wie den berühmten Gelben Bergen in der Provinz Anhui (Huangshan). Im Netz ärgerten sich viele Kommentatoren über ihre Landsleute und mahnten, dass es noch zu früh sein, um rauszugehen.

    Am Samstag gedachte China am traditionellen Totengedenktag (Qingmingjie) den Menschen, die an den Folgen des Coronavirus gestorben sind. Den ganzen Tagen über hingen die chinesischen Nationalflaggen im Land auf Halbmast, zudem wurden drei Schweigeminuten eingelegt.

    Dana Heide
    Bild: Heide
    Bild: Heide
    Bild: Heide
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    Thomas Hanke

    Paris: Osterferien mit Reiseverbot und spontane Solidarität

    In Paris beginnen morgen die Osterferien. Theoretisch darf niemand in Ferien fahren, der deutlich stärkere Autoverkehr auf den Straßen spricht aber dafür, dass sich einige Pariser absetzen. Das ist eine Herausforderung für die Polizei. Der Polizeipräfekt von Paris steuert eine unglaublich zynische Bemerkung dazu bei: „Die heute im Krankenhaus liegen oder künstlich beatmet werden sind genau die, die sich nicht an die Ausgangsbeschränkungen gehalten haben.“  Der Innenminister zwingt ihn, sich dafür zu entschuldigen.

    Trotz Ferienbeginn: die Schlangen vor den Lebensmittelgeschäften sind länger denn je. Vielleicht sind einige Pariser aus ihrem Exil auf dem Land zurückgekommen?

    Der Mann am Zeitungskiosk sagt mir, er habe von der Stadt Paris 50 Masken zur Verfügung gestellt bekommen. (Die Kioske gehören der Stadt und werden verpachtet.) Er trägt aber keine. Erklärung: „Ich habe sie einem Freund gegeben, der an Krebs leidet, der braucht sie dringender als ich.“ Es gibt sie, die spontane Solidarität.

    Der Mangel an Schutzausrüstung ist nach wie vor das große Thema in Frankreich. Die Regierung zahlt einen hohen Preis für ihre anfänglichen Halbwahrheiten und spätes Reagieren. Das Misstrauen ist groß, deutlich weniger als die Hälfte der Bürger traut der Regierung noch. Täglich muss sie sich rechtfertigen. Donnerstagabend war der Premier erneut eine Stunde im Fernsehen, um Fragen von Experten und Zuschauern zu beantworten. Einhellige Auskunft der Ärzte: Bei uns kommt noch nicht genügend Material an. Frage eines Zuschauers: „Warum werden Politiker und Sportler getestet, wir aber nicht?“ Der Premier redet vier Minuten lang, gibt aber keine Antwort.

    Thomas Hanke

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    Christian Rothenberg
    Wien: die chaotische Einführung der Maskenpflicht

    Als ich heute Morgen im Billa-Supermarkt in Wien-Mitte einkaufen wollte, war von der staatlich verordneten Maskenpflicht weit und breit nichts zu sehen. Der junge Kassierer hatte entgegen der Ankündigung der Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz nicht eine einzige Atemmaske zur Hand. Die Wiener Filiale der deutschen Rewe-Gruppe war offenbar nicht mit der begehrten Hilfe in der Coronakrise beliefert wurde. Ein bisschen besser war die Situation bei Hofer - nur fünf Gehminuten weiter. 

    Der österreichische Ableger von Aldi Süd gab zumindest auf meine Nachfrage eine der versprochenen Masken heraus. Doch der Mitarbeiter fügte im gleichen Atemzug an: "Lange wird es nicht mehr reichen." Seine Papierschachtel mit den einfachen Masken war tatsächlich fast leer. Die in Österreich zu Beginn der Wochen beschlossenen Maskenpflicht beim Einkauf im Supermarkt seit vergangenem Mittwoch funktioniert überhaupt nicht. Die Praxis in der Alpenrepublik sieht chaotisch aus. Manche Supermärkte haben welche, andere wiederum nicht. Viele Österreicher helfen sich unterdessen selbst und basteln sich ihre Masken, um ihre Mitmenschen vor dem Coronavirus zu schützen. In ihrer Not greifen manche Kunden in Österreich auf Schals zurück. 

    Auch sind noch immer Kunden ganz ohne Schutz für Mund und Nase in den Läden unterwegs. Experten gehen von einem Bedarf von vier Millionen Masken pro Tag in Österreich aus. Denn die Masken können in der Regel nur einmal getragen werden. Ab Mittwoch soll die Maskenpflicht flächendeckend in Österreich funktionieren, das hat die Regierung versprochen. Doch die Zweifel in Wien sind groß, ob dieses Ziel der schwarz-grünen Regierung erreicht werden kann. Die Maskenpflicht in Österreich gilt vorerst bis 13. April. Ob es danach eine Verlängerung geben wird, hat die Regierung noch nicht entschieden. Die von den Supermärkten gratis verteilten Atemmasken kosten nach Branchenangaben zwischen 50 Cent und einen Euro.

    Hans-Peter Siebenhaar
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    Christian Rothenberg
    Mexiko: mein Corona-Arbeitsplatz

    Ausgangssperre light ist ja schon Strafe genug, denn seit gestern ist hier in Mexiko-Stadt nur noch „zum Mitnehmen“ in den Cafés und Restaurants angesagt. Ganz langsam schaltet die größte Stadt Lateinamerikas um auf Corona-Siesta. Dabei habe ich die Tage zuvor noch regelmäßig spätestens mittags meinen Arbeitsplatz in die umliegenden Cafés verlegt. Denn ich bin in meiner Wohnung seit geraumer Zeit belagert von zwei Baustellen. Neben mir wird kernsaniert, hinter mir ein achtstöckiges Wohnhaus hochgezogen. 

    Von morgens acht bis abends 18 Uhr ist es so, als liefe die Akustik-Fraktion sämtlicher Terrorzellen dieser Welt um mich herum zur Hochform auf. Pressluftbohrer, Gehämmere, Tiefbauarbeiten, Mauern einreißen, Schuttabfuhr, dazu der Staub in einer ohnehin schon staubigen Stadt. An manchen Tagen scheint mir die Gefahr, mich mit Corona zu infizieren, ein geradezu lächerliches Übel. So steige ich also jeden Mittag auf mein Rad und suche nach einem Restaurant oder Café, das der Ansage der Stadtregierung nicht Folge leistet und wo man noch essen oder was trinken kann. Mittlerweile suche ich manchmal eine halbe Stunde. 

    Als ich heute freudig ein noch geöffnetes argentinisches Restaurant mit vollen Tischen erblickte, wurde ich dennoch abgewiesen. Eine halbe Stunde zuvor, kam die Polizei und machte die Ansage: „Nur noch zum Mitnehmen.“ Aber ich habe schon einen guten Ausweichplatz gefunden. Im Park bei mir in der Nähe. Da sind die Bänke jetzt meistens ja frei. Gar kein so schlechter Arbeitsplatz. Manchmal nerven die Hunde, aber so bin ich an der frischen Luft, höre die Kolibris statt die Presslufthämmer und schreibe diesen Blogeintrag.

    Klaus Ehringfeld
    Bild: Ehringfeld
    Bild: Ehringfeld
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    Sarah Sendner
    Rom: Warten auf die Freiheit

    Heute ist Tag 24 der Ausgangssperre in Italien. Keiner tanzt mehr auf dem Balkon, stattdessen werden die Fahnen auf Halbmast gesetzt, um der vielen Torten zu gedenken. In der Schlange vor dem Supermarkt oder an der Käsetheke gibt es kein Schwätzchen mehr, alle sind mies drauf. Auch Verabredungen zum Video-Aperitivo gibt es nicht mehr, jeder leidet still und das bei schönstem Frühlingswetter. 

    Ein Spaziergang wie in Deutschland? Schön wärs. Und am Ende schaut sich auch keiner zu Hause virtuell eine Ausstellung an oder liest ein gutes Buch. Jetzt hat der Premier gesagt, das nächste Datum für ein Ende des Lockdowns sei der Ostermontag - nur noch elf Tage! Aber lieber nicht zu früh freuen, es wurde schon so oft verlängert. Zu den gerade am meisten geklickten Videos gehört nicht die neueste Corona-Satire, sondern eine Umfrage bei Kindern: Was sie denn als erstes machen wollen, wenn sie wieder raus dürfen? "Meine Freunde treffen", "Fußball spielen", "ans Meer fahren", "ein Eis essen", sagen die Kleinen. Recht haben sie.

    Regina Krieger
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    Sarah Sendner
    Paris: Der Himmel ist wieder blau

    Nachdem der erste Schock über den Lockdown verflogen ist, versucht man, den Beschränkungen etwas Positives abzugewinnen. In Paris fällt das leicht: Plötzlich ist die Luft gut. Die französische Hauptstadt hat eine der schlechtesten Luftqualitäten in ganz Europa. Die Gesundheitsbehörden raten regelmäßig davon ab, in Parks zu joggen, weil Stickoxide und Feinstaub die Lungen belasteten.

    Und es herrscht himmlische Ruhe. Erst wirkte das gespenstisch, inzwischen nur noch angenehm. Paris ist die zweitlauteste Stadt des Kontinents. Geht man über eine der mit Kopfstein gepflasterten Straßen, ist der Lärm zu laut zum Telefonieren.  Mittlerweile hat sich die Luft geklärt und es ist still wie auf dem Land. Man kann über die großen Boulevards oder durch eine der Ausfallstraßen laufen, ohne von Lieferwagen oder Scootern zugestunken zu werden und hört dabei die Vögel zwitschern. Noch nie habe ich so viele Leute Sport treiben sehen.

    Ich erwische mich schon dabei, dass ich ein klein wenig die Rückkehr in die Normalität fürchte, wenn Diesel- und Abgasschwaden der Zweittaktmotoren uns wieder einnebeln werden. Vielleicht tragen wir dann wie Japaner und Chinesen Masken, um unsere Atemwege zu schützen.

    Thomas Hanke
    |
    Christian Rothenberg
    Tel Aviv:  High-Tech-Nation wird zur Bastelnation

    Ab heute gilt auch in Israel die Maskenpflicht, Sie wurde am Mittwochabend via TV-Ansprache des amtierenden Premier Netanjahu verkündet. Da diese Masken wie überall auch in Israel knapp sind und es in den wenigen Stunden zwischen Ankündigung und Inkrafttreten der neuen Vorschrift nicht möglich ist, sich Schutzmasken zu beschaffen, empfiehlt die Regierung, die Masken behelfsmäßig selber anzufertigen. 

    Entsprechende Anleitungen zum Do-it-Yourself sollen auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums publiziert werden. Merke: So wird die High-Tech-Nation zur Schneider- und Bastelnation ...

    Für einmal haben auch Märchen aus dem Mund von Politikern etwas Positives: Staatspräsident Reuvlin Rivlin liest den Kids, die derzeit weder in die Schule noch in den Kindergarten gehen, in Youtube-Videos Geschichten vor. Wer kein Hebräisch versteht, kann sich die Version mit englischen oder arabischen Untertiteln ansehen.

    Pierre Heumann
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    Sarah Sendner
    Peking: Abstand halten 

    In China haben viele der Restaurants und Cafés inzwischen wieder geöffnet, allerdings haben die meisten ihre Sicherheitsvorkehrungen noch ein Stück weiter hochgefahren in den letzten Wochen. Am Eingang zu Shoppingmalls, Restaurants, Cafés und Bars messen Mitarbeiter die Temperatur, der Name und die Telefonnummer muss selbst auf einem Blatt Papier vermerkt werden. 

    Je nachdem wie streng die Besitzer sind, muss zusätzlich noch die Passnummer angegeben werden. In Restaurants heißt es dann Abstand halten. Auch hier ist es sehr unterschiedlich, wie streng das genommen wird. Manch ein Café, wie dieses hier in Peking, hat einfach die Hälfte der Stühle entfernt, an vielen Tischen steht nur noch ein Stuhl. Andere Tische sind mit Markierungen zum Abstandhalten versehen.

    Dana Heide
    Jeder Gast muss seine Personalien eintragen.
    Jeder Gast muss seine Personalien eintragen.   Bild: Dana Heide
    Klebeband auf dem Boden soll helfen, den Abstand einzuhalten.
    Klebeband auf dem Boden soll helfen, den Abstand einzuhalten.   Bild: Dana Heide
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