Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Corona US-Seuchenexperte Fauci: USA stecken noch „knietief“ in der ersten Welle der Pandemie

Regierungsberater Anthony Fauci äußert sich kritisch zur gegenwärtigen Lage in den USA. Es handele sich um eine „ernste Situation, auf die wir sofort reagieren müssen“.
07.07.2020 - 07:36 Uhr 4 Kommentare
Anthony Fauci sagte, die „ernste“ Lage erfordere dringendes Handeln, um das Virus langfristig einzudämmen. Quelle: dpa
US-Regierungsberater

Anthony Fauci sagte, die „ernste“ Lage erfordere dringendes Handeln, um das Virus langfristig einzudämmen.

(Foto: dpa)

Einer der führenden Gesundheitsexperten der USA hat sich angesichts des raschen Anstiegs der Corona-Neuinfektionen im Süden und Westen des Landes besorgt gezeigt. Die gegenwärtige Lage sei „wirklich nicht gut“ und erfordere „sofortiges“ Handeln, sagte der Immunologe Anthony Fauci am Montag in einem Live-Chat.

Die USA hätten die Pandemie nie unter Kontrolle gebracht und steckten daher immer noch tief in der ersten Welle des Virus, sagte Fauci. Die Wiederöffnung der Wirtschaft und die nötigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus dürften nicht als Widerspruch gesehen werden, mahnte er.

Die Zahl der Neuinfektionen ist seit Mitte Juni infolge der Lockerung der Corona-Auflagen stetig angestiegen. Seit einer Woche melden US-Behörden im Schnitt fast 50.000 Neuinfektionen pro Tag, vor allem aus den Bundesstaaten Florida, Texas, Georgia, Arizona und Kalifornien. Für Sonntag waren zum Beispiel Daten der Universität Johns Hopkins zufolge 49.200 Neuinfektionen gemeldet worden.

Fauci sagte, die „ernste“ Lage erfordere dringendes Handeln, um das Virus langfristig einzudämmen. „Wir werden das schaffen.“ Er betonte, die klinischen Studien für die Erprobung möglicher Impfstoffe machten gute Fortschritte. Der Experte hatte zuvor erklärt, es könne vielleicht schon Anfang nächsten Jahres eine Impfung geben.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Fauci ist der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten und ein Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Vergangene Woche hatte er bei einer Anhörung im Kongress gewarnt, ohne entschlossenes Gegensteuern könne die Zahl der Neuinfektionen pro Tag in den USA bald auf bis zu 100.000 steigen.

    Präsident Donald Trump spielte die von der Zuspitzung der Pandemie ausgehende Bedrohung erneut herunter. Die Sterblichkeitsrate sei dramatisch gefallen, schrieb der Republikaner am Montag auf Twitter. Am Wochenende hatte er zum Entsetzen von Medizinern behauptet, 99 Prozent der Infektionen verliefen „völlig harmlos“. In den USA sind rund 130 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 gestorben.

    Die prominente Bürgermeisterin von Atlanta, Keisha Lance Bottoms, teilte am Montag auf Twitter mit, sie sei positiv auf das Virus getestet worden, habe aber keine Symptome aufgewiesen. Bottoms wird als mögliche Vizepräsidentschaftskandidatin von Joe Biden gehandelt. Der Demokrat und Ex-Vizepräsident Biden gilt als Herausforderer des Republikaners Trumps bei der Wahl im November als gesetzt.

    Mehr: Amerika zieht um: Immer mehr US-Bürger verlassen die Metropolen

    • dpa
    Startseite
    Mehr zu: Corona - US-Seuchenexperte Fauci: USA stecken noch „knietief“ in der ersten Welle der Pandemie
    4 Kommentare zu "Corona: US-Seuchenexperte Fauci: USA stecken noch „knietief“ in der ersten Welle der Pandemie"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Darwin sagte....survival of the fittest....also wer sich am besten an die Situation anpasst...und das macht Trump und seine Jünger eben überhaupt nicht....und deswegen ist der "death toll" so hoch........ja ohne Risiko kein Gewinn...ohne Verstand allerdings auch nicht!

    • Erstaunlich, es gibt doch noch ein bedeutendes Industrieland, das ein großes sozio-ökonomisches Experiment wagt. Es ist spannend, wie es ausgehen wird. Das Freie-Markt-Denken schlägt sich gedanklich im Corona-Experiment nieder. Das ist mutig, so mutig, wie Unternehmer grundsätzlich sind. Ohne Risiko kein Gewinn. Außerdem gilt Darwin in der Ökonomie wie in der Biologie/Medizin gleichermaßen.

    • Erstaunlich, es gibt doch noch ein bedeutendes Industrieland, das ein großes sozio-ökonomisches Experiment wagt. Es ist spannend, wie es ausgehen wird. Das Freie-Markt-Denken schlägt sich gedanklich im Corona-Experiment nieder. Das ist mutig, so mutig, wie Unternehmer grundsätzlich sind. Ohne Risiko kein Gewinn. Außerdem gilt Darwin in der Ökonomie wie in der Biologie/Medizin gleichermaßen.

    • Nunja - die Amis testen wie verrückt (35 Mio schon durch) - je mehr Tests, desto mehr Positive.

      Relevanter Sehring die Zahlen der Toten - und die sind rückläufig, gar am Tiefpunkt.

      Ich sehe schon auch Wahlkampfaspekte da drin, da vornehmlich Demokraten-Staaten hier massiv die Tests hochfahren.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%