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Coronakrise US-Regierung unterstützt Airlines mit Milliardenprogramm

Durch die Corona-Pandemie ist der Flugverkehr weitgehend zum Erliegen gekommen. Viele Airlines sind finanziell angeschlagen – die US-Regierung verspricht nun Milliarden zur Unterstützung.
15.04.2020 Update: 15.04.2020 - 04:46 Uhr Kommentieren
Zehn Fluglinien - darunter Delta, United, JetBlue und American Airlines - wollten die Unterstützung der Regierung annehmen. Quelle: AP
USA

Zehn Fluglinien - darunter Delta, United, JetBlue und American Airlines - wollten die Unterstützung der Regierung annehmen.

(Foto: AP)

Washington Die US-Regierung unterstützt heimische Fluggesellschaften wegen der Coronkrise mit einem milliardenschweren Rettungspaket. Zehn Fluglinien - darunter Delta, United, JetBlue und American Airlines - wollten die Unterstützung der Regierung annehmen, erklärte das US-Finanzministerium am Dienstagabend (Ortszeit). Mit den Hilfen - einer Mischung aus Fördermitteln und Krediten - sollen vor allem die Gehälter der Beschäftigten weitergezahlt werden. Mitarbeiter könnten so mindestens bis September ihre Jobs behalten. Medienberichten zufolge geht es dabei insgesamt um rund 25 Milliarden US-Dollar (23 Milliarden Euro).

US-Präsident Donald Trump erklärte im Weißen Haus, es gehe bei dem Hilfsprogramm darum, „die wichtige Rolle zu erhalten, die Airlines für unsere Wirtschaft spielen“. Die Hilfen würden es den Fluggesellschaften ermöglichen, die nicht von ihnen verschuldete „schwierige Phase“ zu überstehen, sagte Trump. Das Geschäft vieler Airlines ist infolge der Coronavirus-Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen, weswegen sie nun finanziell angeschlagen sind. Einem Industrieverband der Luftfahrtindustrie zufolge haben US-Airlines inzwischen rund 2400 Flugzeuge stillgelegt.

Finanzminister Steven Mnuchin erklärte, die Regierung wolle die Vereinbarungen möglichst rasch abschließen und „die Mittel so schnell wie möglich auszahlen“. Die Regierung stehe zudem noch mit weiteren Airlines im Gespräch über eine mögliche Inanspruchnahme der Hilfen. Das Programm zur Fortzahlung der Löhne war Teil des im März beschlossenen und 2,2 Billionen Dollar schweren Konjunkturpakets. Es steht auch anderen Unternehmen und Industrien offen.

Die Regierung bekommt durch das Abkommen kleine Beteiligungen an den führenden Fluggesellschaften. Diese wollten kein Eigenkapital abgeben, hatten allerdings eine schlechte Verhandlungsposition. Durch die Coronavirus-Pandemie und eingebrochene Passagierzahlen drohen ohne die Bundesmittel Massenkündigungen.

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    American Airlines etwa kündigte an, aus dem Programm der Regierung rund 5,8 Milliarden US-Dollar zu erhalten. Davon seien 4,1 Milliarden Dollar direkte Unterstützung, der Rest sei ein Kredit mit niedrigem Zinssatz. Zudem will sich die Fluggesellschaft um einen weiteren Kredit der Regierung in Höhe von 4,75 Milliarden Dollar bewerben. Die Firma beschäftigt weltweit nach eigenen Angaben 130.000 Menschen.

    Southwest Airlines wiederum teilte mit, die Fluggesellschaft werde rund 3,2 Milliarden Dollar Hilfen bekommen, um die 60.000 Arbeitsplätze des Unternehmens bis Ende September zu erhalten. Rund 2,3 Milliarden Dollar davon seien direkte Hilfszahlungen. Die Fluggesellschaft JetBlue soll knapp eine Milliarde Dollar bekommen.

    Delta Airlines soll 5,4 Milliarden Dollar erhalten. „Das ist ein entscheidender Schritt, aber nur einer von vielen, die uns über die kommenden Monate bringen werden“, erklärte Delta-Vorstandschef Ed Bastian in einem Schreiben an die Mitarbeiter. Die Hilfen würden es ermöglichen, bis Ende September Kürzungen beim Personal zu vermeiden, obwohl die Passagierzahlen um 95 Prozent eingebrochen seien.

    Delta hat unterdessen zudem angekündigt, im Zuge der Übernahme eines Airbus-Auftrags von Latam Airlines mehrere kurzfristige Bestellungen des A350 zurückzustellen. „Angesichts des aktuellen Umfelds arbeiten wir in enger Partnerschaft mit Airbus an weiteren Umplanungsmöglichkeiten in unserem gesamten Auftragsbestand“, sagte Delta-Sprecherin Lisa Hanna. Die zehn Airbus-Jets, die aus der Vereinbarung mit Latam aus dem vergangenen Jahr stammten, würden bis 2025 ausgeliefert, erklärte sie.

    Rund um die Welt ist das Geschäft vieler Airlines infolge der Coronavirus-Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen, weswegen viele Fluggesellschaften nun finanziell angeschlagen sind.

    Mehr: Airbus-Chef Guillaume Faury ist partout gegen staatliche Hilfen – auch aus politischen Gründen.

    • dpa
    • ap
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