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Designierter Präsidentschaftskandidat Joe Biden will sich mit der Familie von George Floyd treffen

Der Demokrat wird Berichten zufolge am Montag in Houston mit der Familie zusammenkommen. In Minneapolis will eine Mehrheit des Stadtrates die Polizei ablösen.
08.06.2020 - 02:07 Uhr Kommentieren
In aktuellen Umfragen kann der Demokrat seinen Vorsprung vor Amtsinhaber Donald Trump bei den kommenden US-Präsidentschaftswahlen ausbauen. Quelle: AP
Joe Biden

In aktuellen Umfragen kann der Demokrat seinen Vorsprung vor Amtsinhaber Donald Trump bei den kommenden US-Präsidentschaftswahlen ausbauen.

(Foto: AP)

Washington Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, wird sich nach übereinstimmenden Medienberichten mit George Floyds Familie treffen. Biden werde sich am Montag mit den Angehörigen in Houston im Bundesstaat Texas mit Floyds Angehörigen treffen, berichteten am Sonntag (Ortszeit) unter anderem die „New York Times“ und der Nachrichtensender CNN.

Biden (77) werde zudem eine Videobotschaft für Floyds Beerdigung aufnehmen, hieß es weiter. Er wird demnach aber nicht selbst an der Zeremonie teilnehmen. Er wolle die Beerdigung nicht durch zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen stören, die bei seiner Anwesenheit nötig wären, hieß es in den Berichten weiter.

Biden hat sich seit Floyds Tod bereits mehrfach gegen „systematischen Rassismus“ und die anhaltende Ungleichheit in den USA ausgesprochen. US-Präsident Donald Trump, der sich im November im Zweikampf mit Biden um eine Wiederwahl bewerben wird, hat Floyds Tod mehrfach verurteilt. Ihm wird jedoch vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und nicht genug Verständnis zu zeigen für den Zorn über Diskriminierung und Ungerechtigkeit im Land.

Floyd war am 25. Mai bei einer brutalen Festnahme in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota gestorben. Ein weißer Polizeibeamter hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden Floyd gedrückt – trotz aller Bitten des 46-Jährigen, ihn atmen zu lassen.

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    Floyd war wegen des Verdachts, mit einem falschen 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben, festgenommen worden. Seit seinem Tod ist es in den USA – und auch weltweit – zu großen Protesten gegen Polizeigewalt, Rassismus und Diskriminierung gekommen.

    Stadtrat in Minneapolis will Polizei ablösen

    Unterdessen will eine Mehrheit des Stadtrats in Minneapolis Berichten zufolge die örtliche Polizei durch eine neue Organisation für öffentliche Sicherheit ablösen. In seiner gegenwärtigen Aufstellung sei das Minneapolis Police Department nicht mehr reformierbar, erklärten neun von zwölf Stadträten nach Angaben des örtlichen Sender KTSP und der „New York Times“ am Sonntagabend (Ortszeit).

    Es gebe aber noch keinen genauen Plan für die neue Organisationsform, hieß es weiter. Die Abwicklung der Polizeibehörde dürfte ein „langer und komplizierter Kampf“ werden, schrieb die örtliche Zeitung „Star Tribune“.

    Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, hatte sich am Samstag bei einer Demonstration gegen eine Abwicklung der örtlichen Polizei ausgesprochen und stattdessen für Reformen geworben. Er wurde dafür prompt ausgebuht und aufgefordert, den Protest zu verlassen.

    Mehr: Weltweite Proteste gegen Rassismus gefährden Trumps Wiederwahl.

    • dpa
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