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Erneuerbare EnergieKritik nach Trumps Forderung über Windrad-Abbau

Weil sich ein US-Ölkonzern aus der Nordsee zurückzieht, wettert der künftige US-Präsident Donald Trump gegen Windkraft. Die britische Regierung reagiert mit einem klaren Bekenntnis. 04.01.2025 - 13:45 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Der designierte US-Präsident Trump will weiter Öl fördern. Foto: Rick Scuteri/FR157181/AP/dpa

London. Der künftige US-Präsident Donald Trump fordert den Abbau der Windräder in der Nordsee. Der 78-Jährige verbreitete auf seiner Online-Plattform Truth Social einen Bericht aus dem vergangenen November über den angekündigten Rückzug des US-Ölkonzerns Apache aus der Region und kritisierte dabei Großbritannien für einen seiner Meinung nach „sehr großen Fehler“ in der Energiepolitik.

„Öffnet die Nordsee. Schafft die Windräder ab!“, schrieb Trump, der im vergangenen Herbst während des US-Wahlkampfes unter anderem auch Deutschland für die Energiepolitik mit Windrädern verspottet hatte. „Sie haben überall Windräder aufgestellt, und der Wind wehte nicht so stark. Und wenn sie diesen Prozess fortgesetzt hätten, wäre Deutschland jetzt pleite“, hatte Trump gesagt. Anders als von dem Republikaner nahegelegt, hat Deutschland zuletzt von Jahr zu Jahr wieder mehr Windräder aufgebaut.

In dem von Trump geteilten Bericht begründet Apache den Rückzug bis 2029 aus der Nordsee damit, dass die Ölförderung durch steigende Abgaben unwirtschaftlich würde.

Großbritanniens Bekenntnis zur Abkehr von fossilen Brennstoffen

Großbritannien hat auf die Forderung des künftigen US-Präsidenten Donald Trump nach einem Abbau von Windrädern in der Nordsee mit einem klaren Bekenntnis zu erneuerbaren Energien reagiert. „Wir müssen unsere Abhängigkeit von instabilen Märkten für fossile Brennstoffe durch saubere, heimische Energie ersetzen, die in Großbritannien kontrolliert wird“, erklärte ein britischer Regierungssprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur PA.

Man lege die Priorität auf eine faire und erfolgreiche Energiewende in der Nordsee im Einklang mit geltenden Klima- und Rechtsverpflichtungen.

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Die im Juli gewählte britische Regierung um Premierminister Keir Starmer setzt deutlich stärker auf umweltfreundlichere Energie. Neue Lizenzen für Öl- und Gasfirmen für Bohrungen in der Nordsee sollen nicht mehr vergeben werden.

Trump dagegen hatte schon in seiner ersten Amtszeit (2017-2021) Standards beim Klima- und Umweltschutz gesenkt. Auf seine Initiative hin waren die USA 2020 aus dem Pariser Klimaabkommen ausgeschieden. Sein Nachfolger Joe Biden machte das rückgängig.

dpa
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