G7-Treffen: Milliardenhilfen für die Ukraine: Wer soll das bezahlen?
Aus Sicht von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) ist die Diskussion über die Finanzhilfen für die Ukraine die richtige Priorität.
Foto: ReutersBerlin, Niigata. Am Wochenende ist Ukraines Präsident Wolodimir Selenski in Berlin eingetroffen. Es wird bei dem Treffen mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) um weitere Hilfen für das kriegsgebeutelte Land gehen.
Einige Tausend Kilometer entfernt stand auch für die Finanzminister der großen Industriestaaten (G7) die Unterstützung der Ukraine ganz oben auf der Agenda bei ihrem Treffen im japanischen Niigata. „Wir bekräftigen unsere unerschütterliche Unterstützung für die Ukraine, solange es nötig ist“, hieß es in der Abschlusserklärung der G7-Finanzminister. „Wir gehen nicht zur Routine über“, versprach Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) in Niigata.
Doch auch wenn die Ukraine im weit entfernten Japan weiter Priorität genießt, wird die Finanzhilfe für das Land zunehmend zur Herausforderung. Bis März 2024 ist die Finanzierung der Hilfen gesichert. Laut G7-Abschlusserklärung sind 44 Milliarden Euro zusammengekommen. Doch nun beginnen die Verhandlungen, wie es danach weitergehen soll – und wer für die Unterstützung aufkommen soll.
Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) benötigt die Ukraine in den kommenden vier Jahren mindestens 115 Milliarden US-Dollar, um ihren Staatsbetrieb am Laufen zu halten. Je nachdem, wie lange der Krieg noch dauert, könnte es auch mehr werden. Im schlechteren Szenario rechnet der IWF mit 140 Milliarden Dollar.