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„Golf von Amerika“Google will Namen in Karten anpassen

US-Präsident Donald Trump fordert, dem Golf von Mexiko einen neuen Namen zu geben. Zumindest in den USA beugt sich Google nun dem Druck und will den Namen in Karten anpassen. 28.01.2025 - 09:49 Uhr Artikel anhören
Unter Trump wollen die USA den Namen des Golfs von Mexiko ändern. Foto: REUTERS

Mountain View. Nach der Umbenennung des Golfs von Mexiko durch die US-Regierung in „Golf von Amerika“ hat Google für seinen Kartendienst eine entsprechende Änderung angekündigt, sobald sie offiziell ist. „Wir haben eine langjährige Praxis, Namensänderungen zu übernehmen, wenn sie in offiziellen Regierungsquellen aktualisiert wurden“, teilte das Unternehmen auf der Plattform X mit.

In den USA wäre dies der Fall, sobald sich Namen in der Datenbank „Geographic Names Information System“ ändern. Dann würde Google Maps in den USA schnell aktualisiert werden, um den „Golf von Amerika“ anzuzeigen, so Google.

Sollten sich Namen zwischen einzelnen Länder unterscheiden, sähen die Nutzerinnen und Nutzer von Google Maps jeweils den offiziellen lokalen Namen, ergänzte das Unternehmen. „Im Rest der Welt sieht jeder beide Namen.“ 

Das US-Innenministerium hatte vor einigen Tagen mitgeteilt, dass die entsprechende Behörde zügig an einer Aktualisierung der offiziellen Bezeichnung für den Meerbusen arbeite, die ab sofort für den Gebrauch auf US-Bundesebene gelten soll. Damit werde ein entsprechendes Dekret von Präsident Donald Trump umgesetzt.

Der Name „Golf von Mexiko“ für den Meerbusen an der Südküste der USA ist seit dem 16. Jahrhundert gebräuchlich. Das Gewässer grenzt nicht nur an die US-Bundesstaaten Texas, Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida, sondern auch an Mexiko und Kuba. Ob die Anrainerstaaten die Änderung akzeptieren werden, ist ungewiss.

Sobald die Umbenennung des Golfs von Mexiko durch die US-Regierung offiziell ist, soll die Meeresbucht auch auf Google Maps unter dem Namen „Golf von Amerika“ zu finden sein. Die neue Bezeichnung gilt zunächst nur für Nutzer in den USA.

Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte bereits vor der Umsetzung des Dekrets gesagt, entscheidend sei, was auf dem Papier stehe und nicht Trumps Aussagen. So gelte etwa die Entscheidung, den Golf von Mexiko in „Golf von Amerika“ umzubenennen, laut dem entsprechenden Beschluss ausdrücklich nur für den Festlandsockel der USA.

dpa
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