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Großbritannien Die Briten bleiben noch im Lockdown – trotz abstürzender Wirtschaft

Die britische Notenbank prophezeit für 2020 einen Rückgang der Wirtschaft um 14 Prozent. Aber die Regierung will den Bürger noch eine Zeit enge Grenzen setzen.
07.05.2020 - 17:26 Uhr Kommentieren
Zeichen der Coronakrise: Die Bank of England warnt vor dem größten Wirtschaftseinbruch seit 300 Jahren. Quelle: AP
Die Bank of England

Zeichen der Coronakrise: Die Bank of England warnt vor dem größten Wirtschaftseinbruch seit 300 Jahren.

(Foto: AP)

Anders als in Deutschland ist in Großbritannien noch kein Ende des Lockdowns in Sicht – und das trotz immer düsterer Wirtschaftsprognosen. Am Donnerstag veröffentlichte die Bank of England am Donnerstag ein Szenario, dem zufolge die britische Wirtschaft 2020 um 14 Prozent einbrechen könnte. Einen so drastischen Rückgang hatte Großbritannien seit 1706 nicht mehr erlebt, als ein ungewöhnlich harter Winter ganz Westeuropa belastet hatte.

Dieses Mal haben die Folgen der Corona-Pandemie die Notenbanker zu derart negativen Prognosen veranlasst. Dabei gehen sie davon aus, dass die derzeit verhängten Einschränkungen noch bis Juni in Kraft bleiben. 

Das ist keine unrealistische Annahme: Zwar hat die Regierung um Boris Johnson schon für kommenden Montag erste Lockerungen in Aussicht gestellt, aber diese dürften sich in Grenzen halten: Es wird spekuliert, dass der Premierminister bei einer Ansprache am Sonntagabend den Briten erlaubt, mehr als einmal pro Tag für Sport das Haus zu verlassen und dass man sich auch in Parks niederlassen kann, zum Picknick oder Sonnenbaden etwa. 

Die seit 23. März geltenden Vorschriften zur Schließung von Schulen und vieler Geschäfte sowie Gaststätten dürften weiter in Kraft bleiben.

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    Bei der Bank of England wird auch nicht damit gerechnet, dass Großbritannien bald wieder zur Normalität zurückkehrt, wie Notenbankgouverneur Andrew Bailey der BBC sagte. Manche Menschen würden sich zurückhalten, selbst wenn die Einschränkungen aufgehoben werden, sagte Bailey. Es sei damit zu rechnen, dass die Wirtschaft nach einer Lockerung des Shutdowns nur schrittweise wieder auf die Beine komme.

    2021 soll es wieder bergauf gehen

    Aber die Gefahr, dass die Wirtschaft dauerhaften Schaden erleide, sei relativ gering. Die Erholung dürfte schneller vonstatten gehen als nach der globalen Finanzkrise 2008. In ihrem Plausibilitätsszenario erwartet die Notenbank deswegen nach dem Einbruch um 14 Prozent in diesem Jahr für das Jahr 2021 eine Aufwärtsbewegung um 15 Prozent. 

    Börsianer zogen nicht zuletzt deswegen ein positives Resümee: Die Notenbank „erwartet einen ziemlich substanziellen Sprung für das kommende Jahr“, sagte Jane Foley, Strategin bei der Rabobank der Nachrichtenagentur Reuters. „Diese 14 Prozent sind eine schreckliche Zahl, aber vielleicht nicht ganz so schlecht wie einige der Zahlen, über die in den vergangenen sechs Wochen am Markt gesprochen wurde.“

    Und trotz derart düsterer Prognosen und auch wenn vereinzelt Rufe nach einem Ende des Lockdowns laut werden: Viele Briten begrüßen ein vorsichtiges Vorgehen. Einer Umfrage der Bouleveard-Zeitung „The Daily Mail“ zufolge wollen 62 Prozent der befragten Briten nicht zu früh die Einschränkungen aufheben, aus Angst vor einer zweiten Infektionswelle.

    Die Furcht der Briten dürfte nicht zuletzt auf die hohen Todeszahlen auf der Insel zurückzuführen sein. Großbritannien hat mittlerweile mehr als 30.000 Todesopfer – das sind mehr als in Italien. Allein in den USA ist die Zahl der Verstorbenen höher.

    Mehr: Banksy sendet besonderes Dankeschön an britisches Krankenhauspersonal.

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