Handelskonflikt: „Take it or leave it“ – Trump setzt von der Leyen unter Druck
Brüssel, Washington, Berlin. US-Präsident Donald Trump hat die ersten Zollbriefe seiner angekündigten Welle von Zoll-Ankündigungen veröffentlicht. Ab dem 1. August würden Aufschläge in Höhe von 25 bis 40 Prozent auf Einfuhren aus bislang sieben Ländern erhoben werden, hieß es am Montag in Schreiben auf seiner Online-Plattform Truth Social an die jeweiligen Regierungen.
„Diese Zahl ist deutlich geringer als das, was nötig wäre, um das Handelsbilanzdefizit auszugleichen“, argumentiert Trump in den Briefen. Die neuen Zölle gelten unabhängig von bestehenden Zöllen für einige Branchen.
Später am Montagnachmittag (Ortszeit) gab Trump auf Truth Social weitere Zölle bekannt: unter anderem 35 Prozent gegen Bangladesch, 30 Prozent gegen Bosnien-Herzegowina und 25 Prozent gegen Tunesien.
Nach der Ankündigung der Zölle gegen Japan und Südkorea bauten die wichtigsten Aktienindizes an der Wall Street ihre Verluste aus und beendeten den Handel etwa ein Prozent im Minus. Die in den USA notierten Aktien japanischer Autohersteller gaben deutlich nach: Die Papiere von Toyota Motor fielen zunächst um 4,1 Prozent, die von Honda Motor um 3,8 Prozent.