Israel: Boykottaufrufe wegen des Gazakriegs setzen Weltkonzernen zu
Bangkok, Istanbul. In mehrheitlich muslimischen Schwellenländern in Asien und Afrika reichen angesichts der aufgeheizten Stimmung im Zusammenhang mit dem Gazakrieg schon Kleinigkeiten für eine Welle der Empörung. Das erlebte die pakistanische Schauspielerin Saba Faisal in der vergangenen Woche.
Auf einem in sozialen Medien veröffentlichten Video war zu sehen, wie sie während Dreharbeiten eine Mahlzeit der Fast-Food-Kette KFC zu sich nahm – und damit die Boykottaufrufe gegen das Unternehmen in ihrem Heimatland ignorierte. Faisal löste damit wütende Reaktionen aus: „Schande über dich“, kommentierten mehrere Nutzer auf Instagram.
KFC gehört zu einer Reihe westlicher Marken, die wegen angeblicher Verbindungen zu Israel in muslimischen Ländern zum Ziel von Protesten geworden sind. Die seit dem vergangenen Jahr anhaltenden Boykottaufrufe richten sich unter anderem gegen McDonald’s, Starbucks und Coca-Cola.
Die Proteste reichen von Marokko bis nach Malaysia – und umfassen Märkte mit Hunderten Millionen Einwohnern. Den internationalen Konzernen ist es bisher nicht gelungen, eine wirksame Strategie dagegen zu finden. Dafür klagen sie nun über spürbare Auswirkungen auf ihre Geschäftszahlen.