Krieg: Geheimer US-Friedensplan sieht für Ukraine wohl Gebietsverzicht vor
Washington, Düsseldorf. US-Präsident Donald Trump wird in Kürze einen in Geheimverhandlungen entwickelten Friedensplan für die Ukraine vorlegen. Das berichten übereinstimmend die „Financial Times“ (FT), die Nachrichtenagentur Reuters und das US-Nachrichtenportal „Axios“. Zitiert wird ein hochrangiger Beamter des Weißen Hauses, dass „sich alle Parteien bis Ende des Monats“ – auf einen Rahmen zur Beendigung des gut dreieinhalb Jahre dauernden Krieges – einigen könnten.
Reuters berichtet unter Berufung auf Insider, dass dieser Plan insgesamt 28 Punkte umfasst. Die wichtigsten Inhalte sind:
- Die Ukraine müsste den Rest der östlichen Donbass-Region einschließlich der derzeit unter ukrainischer Kontrolle stehenden Gebiete abgeben.
- Die ukrainische Armee soll die Zahl ihrer Streitkräfte halbieren.
- Die Ukraine müsste wichtige Waffen aufgeben, zudem würden die USA weniger Militärhilfe liefern. Details werden dazu nicht genannt.
- Russisch würde offizielle Landessprache in der Ukraine, der dortige Ableger der russisch-orthodoxen Kirche würde einen offiziellen Status erhalten.
Der Plan wurde dem Bericht der FT zufolge in dieser Woche von Steve Witkoff, dem Sondergesandten des Weißen Hauses, nach Kiew übermittelt.
Ein hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die Regierung in Kiew habe Hinweise über eine Reihe von US-Vorschlägen zur Beendigung des Krieges erhalten, die mit Russland besprochen worden seien, ohne dass die Ukraine an den Verhandlungen beteiligt war.