Militär: USA fallen bei Rüstung zurück – Japan und Südkorea springen ein
Tokio. Im Konflikt mit China ändern die USA in der Rüstungsindustrie ihre Strategie. Statt Waffensysteme vor allem allein zu entwickeln, versucht US-Präsident Joe Biden mit zahlreichen Initiativen, die verbündeten Exportnationen Japan und Südkorea als Partner zu gewinnen.
Die ostasiatischen US-Alliierten dürfen schon lange amerikanische Waffen kaufen oder in Lizenz fertigen. Inzwischen liefern die Verbündeten aber umgekehrt auch Waffen und Bauteile. Nun kommt sogar die Wartung von US-Kriegsschiffen hinzu – und womöglich deren Bau. Dieser neue Ansatz der USA ist vor allem eine Lehre aus dem Ukrainekrieg.
Nach Jahrzehnten der Deindustrialisierung waren die USA schon nicht mehr allein in der Lage, die Ukraine mit ausreichend Militärgerät auszurüsten, um sich gegen die russische Invasion zu wehren. Insgesamt sind auch bei den Nato-Verbündeten die Ressourcen dafür knapp.
In den USA stellt sich die Frage: Was, wenn ein ähnlicher Konflikt in Asien ausbricht, etwa um Taiwan? Die Angst geht um, wegen der geringeren Waffenproduktion China nichts mehr entgegenzusetzen zu haben.