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Nicolas SarkozyFrankreichs Ex-Präsident kommt nach drei Wochen aus der Haft

Ein Gericht in Paris ist der Bitte von Sarkozy nachgekommen, ihn unter strengen Auflagen zu entlassen. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor ebenfalls zugestimmt. 10.11.2025 - 13:43 Uhr Artikel anhören
Nicolas Sarkozy: Die Haft sei „hart, wirklich hart“. Foto: AFP

Paris. Der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy kommt nach rund drei Wochen Haft wieder einstweilen aus dem Gefängnis frei. Der 70-Jährige beantragte am Montag vor einem Pariser Gericht seine vorläufige Haftentlassung. Das Gericht entsprach seinem Antrag.

Die Staatsanwaltschaft empfahl zuvor, ihn unter strenger richterlicher Aufsicht freizulassen. Sarkozy verbüßt eine fünfjährige Haftstrafe wegen krimineller Verschwörung im Zusammenhang mit illegaler Wahlkampffinanzierung aus Libyen.

Sarkozy nahm per Videoschaltung aus dem Pariser Gefängnis La Santé an der Anhörung teil. „Ich werde alle mir auferlegten Verpflichtungen erfüllen, so wie ich es immer getan habe“, sagte Sarkozy. Die Haft sei „hart, wirklich hart“, fügte er hinzu.

Sarkozy war Ende September wegen krimineller Verschwörung im Zusammenhang mit Bemühungen enger Mitarbeiter verurteilt worden, Gelder des damaligen libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi für seine erfolgreiche Präsidentschaftskandidatur 2007 zu erhalten. Von allen anderen Anklagepunkten wurde er freigesprochen, darunter Korruption und illegale Wahlkampffinanzierung.

Laut Gericht gab es zwar keine Beweise dafür, dass Geld aus Libyen in die Wahlkampfkasse Sarkozys geflossen oder eine entsprechende Vereinbarung geschlossen worden sei. Wegen der „außergewöhnlichen Schwere“ der Tat wurde allerdings eine sofortige Vollstreckung der Haftstrafe verfügt.

Am 21. Oktober musste Sarkozy trotz eingelegter Berufung ins Gefängnis. Sarkozy, der von 2007 bis 2012 an der Staatsspitze Frankreichs stand, hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Mehrere Verfahren

Für den ehemaligen Präsidenten ist es eine von mehreren Rechtsstreitigkeiten. Vergangenes Jahr bestätigte das höchste Gericht Frankreichs eine Verurteilung wegen Korruption und unerlaubter Einflussnahme. Sarkozy musste daraufhin ein Jahr lang eine elektronische Fußfessel tragen.

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Nicolas Sarkozy und seine Ehefrau Carla Bruni im September nach der Urteilsverkündung in Paris. Foto: AP

Ebenfalls im vergangenen Jahr bestätigte ein Berufungsgericht eine Verurteilung wegen illegaler Wahlkampffinanzierung bei seiner gescheiterten Wiederwahl 2012. Eine endgültige Entscheidung des obersten Gerichts in diesem Fall wird noch in diesem Monat erwartet. Zudem wird gegen Sarkozy in einem weiteren Fall wegen Beihilfe zur Zeugenbeeinflussung ermittelt.

rtr, HB
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