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ProtesteProteste in Kenia gehen auch nach Rücknahme von Steuer-Erhöhungen weiter

Nach Protesten wegen eines neuen Steuergesetzes lenkte die Regierung eigentlich ein. Doch den Demonstranten reich das offenbar nicht aus – sie fordern einen Rücktritt des Präsidenten. 27.06.2024 - 18:11 Uhr
Die Polizei ging am Donnerstag mit Tränengas gegen Demonstranten in der Hauptstadt vor und riegelte die Straßen zum Präsidentenpalast ab. Foto: Brian Inganga/AP/dpa

Nairobi. Auch nach der Rücknahme der geplanten Steuer-Erhöhungen reißen die Proteste gegen die Regierung in Kenia nicht ab. Die Polizei ging am Donnerstag mit Tränengas gegen Demonstranten in der Hauptstadt vor und riegelte die Straßen zum Präsidentenpalast ab. Auch in anderen Städten gingen Menschen auf die Straßen. Sie verlangten unter anderem, dass Präsident William Ruto zurücktritt.

Insgesamt waren jedoch weniger Menschen unterwegs als vergangene Woche, als die Proteste gegen die Steuer-Erhöhungen ihren Höhepunkt erreicht hatten. Das Parlament wurde in Brand gesteckt, mindestens 23 Menschen kamen bei den Protesten ums Leben.

Ruto zog die Gesetzespläne für neue und höhere Steuern schließlich zurück. Er kämpft mit der schwersten Krise in seiner zweijährigen Amtszeit. Ohne die Steuer-Erhöhungen droht sein Plan für eine Sanierung des Haushalts und weniger Schulden zu scheitern. Geldgeber wie der Internationale Währungsfonds verlangen aber solidere Finanzen.

rtr
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