Rede zur Lage der Nation: Joe Biden droht Putin: Russland wird „einen hohen Preis zahlen“
Im Hintergrund applaudieren Vizepräsidentin Kamala Harris (li.) und Nancy Pelosi, Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, dem Präsidenten.
Foto: dpaNew York. Es sollte eine Rede über den wirtschaftlichen Aufschwung werden. Doch in den vergangenen Tagen hat der US-Präsident die Rede zur Lage der Nation zu einer Verurteilung von Wladimir Putin umschreiben lassen. Damit thematisierte Joe Biden die Invasion der Ukraine, die Demokraten und Republikaner gleichermaßen verurteilen.
„Vor sechs Tagen hat Russlands Wladimir Putin versucht, das Fundament der freien Welt zu erschüttern. Er dachte, er könne sie mit seinen Drohungen verändern. Doch er hat sich schwer verkalkuliert“, sagte er unter großem Applaus zum Anfang seiner Rede vor dem amerikanischen Kongress.
Während Putin auf dem Schlachtfeld vielleicht Gewinne erziele, „wird er langfristig einen hohen Preis zahlen“.
Viele Kongressmitglieder trugen die Farben gelb und blau aus Solidarität mit der Ukraine. Mehrere Republikaner hielten ukrainische Fahnen in ihren Händen. Auch der Intel-CEO Pat Gelsinger, der als Zeuge für Unternehmen eingeladen wurde, die Milliarden Dollar in den USA investieren, hatte ein gelb-blaues Einstecktuch.
„Er dachte, er könne in die Ukraine einfallen und die Welt würde ihn gewähren lassen. Stattdessen begegnete ihm eine Widerstandskraft, die er nicht für möglich gehalten hatte“, sagte Biden über Putin. „Er hat das ukrainische Volk kennengelernt.“ Den Westen und die Nato hätte die Invasion nur noch stärker vereint.