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Rumänien Über 65 Prozent: Johannis zum rumänischen Präsidenten wiedergewählt

Klaus Johannis überholt seine Gegenkandidatin um Längen – und bekommt eine zweite Amtszeit. Er will den proeuropäischen Kurs des Landes fortsetzen.
25.11.2019 Update: 25.11.2019 - 15:36 Uhr Kommentieren
Klaus Iohannis zum rumänischen Präsidenten wiedergewählt Quelle: dpa
Klaus Iohannis

Bei der Präsidentenwahl in Rumänien gewann der Politiker mit über 65 Prozent.

(Foto: dpa)

Wien Es ging fröhlich zu in der Bukarester Zentrale der Nationalliberalen Partei (PNL) – und dennoch staatstragend, als Klaus Johannis seine Wiederwahl feierte. Der alte und neue Staatspräsident Rumäniens jubelte: „Rumänien hat gewonnen! Das moderne, europäische, normale Rumänien hat heute gewonnen.“ Der 60-Jährige steht nun weitere fünf Jahre an der Spitze des südosteuropäischen Landes.

Der Sieg des Proeuropäers Johannis in der Stichwahl gegen seine sozialdemokratische Gegenkandidatin Viorica Dancila galt als sicher – seine Freude über den Erfolg war dennoch echt. Johannis erhielt 65,88 Prozent der Stimmen.

Die Ex-Ministerpräsidentin Dancila, die über ein Misstrauensvotum im Oktober gestürzt worden ist, kam auf 34,12 Prozent. Johannis‘Credo und Wahlslogan ‚Pentru o Romanie normala‘ – „Für ein normales Rumänien“ – traf dabei die Sehnsucht der Rumänen.

Zwölf Jahre nach dem EU-Beitritt ist das Verlangen nach einem politisch stabilen, nicht korrupten und gut funktionierenden Land größer denn je. Johannis hat sich als proeuropäischer Liberaler geschickt als der Garant für ein besseres Rumänien inszeniert. Stets an seiner Seite: Premier Ludovic Orban.

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    Zusammen mit dem PNL-Chef will Johannis den effektiven Rechtsstaat fernab von Vetternwirtschaft und Postenschachereien durchsetzen und mehr private Initiative im Land ermöglichen. Bei der deutschen Wirtschaft kommt seine Wiederwahl gut an. „Das ist ein starkes Signal für politische Stabilität und die Fortsetzung des Kampfes gegen Korruption“, sagte Oliver Hermes, Vorsitzender des Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, am Montag.

    Erst Anfang November wurde Ludovic Orban als Ministerpräsident an die Spitze einer Minderheitsregierung gewählt. Der frühere Verkehrsminister, der die PNL 2017 in der Krise übernommen hatten, organisierte gar den Wahlkampf von Johannis.

    „Johannis und Orban stimmen sich eng ab. Auf Orban hat sich Iohannis immer verlassen können“, sagte Martin Sieg, Chef der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung in Rumänien. „Ich erwarte, dass Orban ein loyaler Soldat sein wird und in enger Kooperation mit dem Präsident arbeitet“, bestätigt auch der rumänische Politikanalyst Radu Magdin.

    Johannis gilt als ein überzeugter und überparteilicher Kämpfer für den demokratischen Rechtsstaat. „In zentralen Fragen wie der Unabhängigkeit der Justiz hat er klare Position bezogen“, sagt Rumänien-Experte Sieg. „Er steigt aber nicht in jede Kontroverse ein und hatte dabei immer im Blick, wie und ob er seine Erklärungen dann auch umsetzen kann.“

    Mit dieser Herangehensweise ist es ihm gelungen, großes Vertrauen bei der Bürgern aufzubauen. Dennoch gilt Johannis als einer, dem es an Charisma mangelt. Bevor der ehemalige Physiklehrer nach Bukarest ging, war Bürgermeister von Hermannstadt. Es gelang ihm, die Stadt zu einem Wirtschaftszentrum weiterzuentwickeln.

    Mehr: 1000 Zimmer, 440 Büros und 30 Säle: Der Palast des früheren kommunistischen Diktators Ceausescu ist gigantisch. Über seine Nutzung wird noch gestritten.

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