Spendenrekord: Das Rennen der Reichen um die Gunst von Donald Trump
Wer Einfluss nehmen will, darf nicht knauserig sein. Doch in den USA garantieren inzwischen selbst siebenstellige Summen keine bevorzugte Behandlung. Der Ticketverkauf für einen Sitzplatz zur Amtseinführung von Donald Trump am 20. Januar vor dem Kapitol in Washington sei eingestellt worden, berichtet die „New York Times“.
Die Nachfrage übersteige das Angebot bei weitem. Selbst Millionenspender, die an einem der exklusiven Bälle im Anschluss an die Inauguration teilnehmen wollen, würden auf Wartelisten gesetzt.
Keiner will abseitsstehen im Buhlen um die Gunst des 47. Präsidenten. Der kommentiert den Andrang mit den Worten: „Beim ersten Mal hat mich jeder angegriffen, dieses Mal will jeder mein Freund sein.“
Mehr als 170 Millionen Dollar sind bereits bei dem Komitee eingegangen, das für die Ausrichtung der Veranstaltung verantwortlich ist. Eine Rekordsumme. Gerechnet wird am Ende mit mehr als 200 Millionen Dollar.
Sollte Geld übrig sein, heißt es, fließe es womöglich in den Aufbau einer Trump-Präsidentschaftsbücherei. Seit der Wahl des Republikaners am 6. November wurden mehr als 250 Millionen Dollar für derartige Projekte eingetrieben. Eine Spendenobergrenze gibt es nicht. Verboten sind lediglich anonyme Spenden sowie Spenden aus dem Ausland.