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Ukraine-KriegSelenskyj ruft den Notstand für Kiew aus

Live-BlogPolens Regierungschef rügt Trumps Äußerung zu Selenskyj +++ Russland weist britischen Diplomaten wegen Spionagevorwürfen aus +++ Der Newsblog. 15.01.2026 - 13:47 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Wolodymyr Selenskyj: Kiew wird massiv attackiert. Foto: dpa
15.01.2026 – 12:47 Uhr Anna Kipnis

Ab Februar niedrigere Preisgrenze für russisches Öl

Künftig gilt eine niedrigere Preisobergrenze für russisches Öl. Der sogenannte Ölpreisdeckel wird zum 1. Februar nach einem im vergangenen Sommer beschlossenen neuen Mechanismus auf 44,10 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) abgesenkt, wie die EU-Kommission mitteilte. Derzeit liegt die Grenze bei 47,60 US-Dollar pro 159-Liter-Fass.

Der Preisdeckel für russisches Öl gilt für den Verkauf von russischem Öl in Drittstaaten wie Indien, China oder die Türkei und wurde 2022 von der EU gemeinsam mit den USA und Japan, Kanada und Großbritannien eingeführt. Die Obergrenze ist eine der Sanktionen, mit denen der Westen auf den von Moskau begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine reagiert. Sie soll unter anderem dafür sorgen, dass Russland nicht von Preisanstiegen für Öl profitiert und damit seine Kriegskasse füllen kann.

Während einige Länder einen niedrigen Preisdeckel fordern, befürchteten andere zuletzt ungerecht große Nachteile für heimische Schifffahrtsunternehmen, wenn der sogenannte Ölpreisdeckel zu stark gesenkt werde. 
15.01.2026 – 12:44 Uhr Lara Dehari

Kreml hofft auf neues Treffen mit US-Unterhändlern

Der Kreml hofft auf einen baldigen Besuch der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner für Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs. Der Dialog mit den Amerikanern laufe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. „Sobald die Termine abgestimmt sind, findet dieser Besuch, hoffen wir, statt.“ Es sei wichtig, dass auch die russische Seite ihre Sicht auf diese Beratungen darlege. Zwischen den Amerikanern, Ukrainern und Europäern habe es viele Gespräche gegeben.
15.01.2026 – 11:46 Uhr Lukas Bay

Polens Regierungschef rügt Trumps Äußerung zu Selenskyj

Polens Regierungschef Donald Tusk hat die Äußerung von US-Präsident Donald Trump kritisiert, wonach der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj ein Hindernis für den Abschluss einer Friedensvereinbarung sei. Nicht Selenskyj, sondern Russland sei es gewesen, das den von den USA vorbereiteten Friedensplan abgelehnt habe, schrieb Tusk auf X. „Die einzige Antwort Russlands waren weitere Raketenangriffe auf ukrainische Städte.“ Die einzige Lösung sei mehr Druck auf Russland. „Das wisst ihr alle.“

In einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters hatte Trump auf die Frage, warum die von den USA geführten Verhandlungen noch zu keinem Ende des Ukraine-Kriegs geführt hätten, geantwortet: „Selenskyj.“ Trump sagte weiter, nach seiner Einschätzung sei Kremlchef Wladimir Putin eher bereit als die ukrainische Führung, einen Deal zu machen und die Kämpfe zu beenden. 
15.01.2026 – 11:38 Uhr Lukas Bay

Neue Stromausfälle in der Ukraine durch Luftangriffe

Die Ukraine bleibt im Ausnahmezustand: Strom, Heizung und Wasser fehlen für Millionen. Die russische Angriffswelle seit Herbst hat Hunderte Kraftwerke und andere Anlagen getroffen.
In der Ukraine haben russische Luftangriffe in der Nacht weitere großflächige Stromausfälle verursacht. In den Gebieten Charkiw und Schytomir seien Verbraucher ohne Strom, teilte das Energieministerium in Kiew mit. „Notfall- und Wiederherstellungsarbeiten werden überall dort durchgeführt, wo es die Sicherheitslage zulässt“, hieß es. Im Gebiet Dnipropetrowsk ordnete der staatliche Versorger Ukrenergo wegen früherer Schäden am Netz Notabschaltungen an.

Drohneneinschläge wurden auch aus Lwiw und Kiew und aus frontnahen Städten wie Slowjansk und Kramatorsk gemeldet. Die neuen Stromausfälle belegen, wie geschwächt die Energieversorgung der Ukraine mittlerweile ist. Denn der russische Angriff war mit 82 Drohnen, wie die ukrainische Luftwaffe zählte, einer der schwächsten der vergangenen Wochen.
15.01.2026 – 09:17 Uhr Lukas Bay

Türkei verlegt Kampfjets nach Estland und Rumänien

Die Türkei plant im Rahmen der Nato-Luftraumüberwachung die Entsendung von Kampfjets nach Estland und Rumänien. Von August bis November 2026 sollen türkische Jets in Estland stationiert werden, wie das Verteidigungsministerium in Ankara mitteilt. Daran schließe sich bis März 2027 ein Einsatz in Rumänien an. In den vergangenen Jahren hatte die Türkei bereits ähnliche Missionen in Polen und Rumänien übernommen. Die Nato verstärkt ihre Luftverteidigung, nachdem es nach Angaben des Bündnisses wiederholt zu Verletzungen des Luftraums durch Russland gekommen ist. Die Türkei richtet im Juli den nächsten Nato-Gipfel aus.
15.01.2026 – 07:49 Uhr Lukas Bay

Russland weist britischen Diplomaten wegen Spionagevorwürfen aus

Russland weist einen britischen Diplomaten wegen Spionagevorwürfen aus. „Es wurde erneut betont, dass Moskau die Tätigkeiten nicht deklarierter britischer Geheimdienstoffiziere in Russland nicht tolerieren werde“, teilt das Außenministerium mit. Der Inlandsgeheimdienst FSB habe den Mann enttarnt. Er warf ihm vor, verdeckt als Spion gearbeitet zu haben. Der Diplomat müsse das Land binnen zwei Wochen verlassen.
15.01.2026 – 06:27 Uhr Lukas Bay

Russland: Haben im Januar 300 Quadratkilometer Territorium eingenommen

Russland hat nach Aussage von Generalstabschef Waleri Gerassimow in der ersten Januarhälfte mehr als 300 Quadratkilometer Territorium in der Ukraine eingenommen. Im vergangenen Jahr habe Russland demnach 6640 Quadratkilometer erobert.
15.01.2026 – 04:35 Uhr Miriam Braun

Selenskyj kritisiert Klitschko wegen Notlage in Kiew scharf

Kein Strom, keine Heizung, aber strenger Frost – die ukrainische Führung schaltet sich in die bereits seit Tagen andauernde Notlage der Hauptstadt Kiew ein. Zugleich kritisierte Präsident Wolodymyr Selenskyj das bisherige Krisenmanagement der Stadtverwaltung unter Bürgermeister Vitali Klitschko. 

Für den gesamten Energiesektor der Ukraine werde der Notstand ausgerufen, teilte Selenskyj nach einer Krisensitzung mit. Es werde ein Koordinationsstab eingerichtet, der sich besonders um die Nöte der Dreimillionenstadt kümmern solle. Die gesamte Regierung solle zusätzliches Gerät und Hilfe organisieren.

Die Versorgungsnetze von Kiew waren bei einem russischen Luftangriff am vergangenen Freitag außer Gefecht gesetzt worden, was für Hunderttausende Menschen den Ausfall von Heizung, Strom und Wasser bedeutete. Die Hauptstadt befinde sich in einer humanitären Krise, schrieb der Journalist Oleksyj Sorokin vom „Kyiv Independent“. Auf der Plattform X schrieb er weiter: „Es gibt Orte in Kiew, die derzeit unbewohnbar sind.“
14.01.2026 – 20:26 Uhr Alisa Swoboda

Notstandsmaßnahmen gegen verzweifelte Lage in Kiew

Kein Strom, keine Heizung, aber strenger Frost – die ukrainische Führung reagiert mit Notstandsmaßnahmen auf die schwierige Lage in der Hauptstadt Kiew. Für den gesamten Energiesektor der Ukraine werde der Notstand ausgerufen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einer Krisensitzung mit. Es werde ein Koordinationszentrum eingerichtet, das sich besonders um die Nöte der Dreimillionenstadt kümmern solle. Die gesamte Regierung solle zusätzliches Gerät und Hilfe organisieren.
Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj dpa
Die Versorgungsnetze von Kiew waren bei einem schweren russischen Luftangriff am vergangenen Freitag (9.1.) außer Gefecht gesetzt worden. Anfangs habe es in 6.000 Wohnblocks, der Hälfte des Bestands, keine Heizung gegeben, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko bei einer Sitzung mit seiner Stadtverwaltung. Aktuell seien noch 400 Häuser unbeheizt, und man hoffe, sie bis Mittwochabend wieder ans Fernwärmenetz zu bekommen. Bei 12 Grad Frost tagsüber und 18 Grad Frost in der Nacht kühlen ungeheizte Häuser rasch aus.

Für die meisten Bürger gebe es immer nur drei Stunden Strom und dann zehn oder mehr Stunden wieder nicht, berichtete Klitschko. Die Stadt sei in der schwierigsten Lage seit Kriegsbeginn. Kiew leide unter einer humanitären Krise und erreiche einen kritischen Punkt, schrieb der Journalist Oleksyj Sorokin vom „Kyiv Independent“ im Netzwerk x:
Es gibt Orte in Kiew, die derzeit unbewohnbar sind.
14.01.2026 – 18:01 Uhr Alisa Swoboda

Merz hofft langfristig auf Ausgleich mit Russland

Kanzler Friedrich Merz hofft, dass es langfristig wieder zu einem Ausgleich mit Russland kommen kann. „Russland ist ein europäisches Land“, sagt der CDU-Vorsitzende bei der IHK Halle-Dessau. „Wenn es uns dann gelingt, in der längeren Perspektive mit Russland wieder einen Ausgleich zu finden, wenn Frieden herrscht, wenn Freiheit gewährleistet ist, wenn uns das alles gelingt, ... dann hat diese Europäische Union, dann haben wir auch in der Bundesrepublik Deutschland noch eine weitere Bewährungsprobe bestanden“, fügt er hinzu. Merz hat Russland mehrfach aufgefordert, den Krieg in der Ukraine zu beenden.
14.01.2026 – 11:58 Uhr Anna Kipnis

Neuer EU-Kredit für Ukraine soll vor allem Militär stärken

Das neue riesige EU-Darlehen für die Ukraine soll nach dem Willen der Europäischen Kommission zu einem großen Teil den gegen Russland kämpfenden Streitkräften zugutekommen. Wie ein von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierter Vorschlag vorsieht, soll das ukrainische Militär mit 60 Milliarden Euro unterstützt werden. 

Die verbleibenden 30 Milliarden Euro des insgesamt 90 Milliarden Euro umfassenden Kredits sollen dem Vorschlag der Brüsseler Behörde zufolge der Ukraine als Haushaltsunterstützung bereitgestellt werden. 

14.01.2026 – 11:36 Uhr Jana Brüntjen

Ukraine hat vierten Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn

In der von Russland angegriffenen Ukraine ist mit Mychajlo Fedorow der vierte Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn im Amt. Für die Ernennung des ehemaligen Digitalisierungsministers stimmte eine deutliche Mehrheit von 277 Abgeordneten. Die Kandidatur war gemäß der Verfassung von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden.

Es war bereits der zweite Versuch, Fedorow einzusetzen. Am Vortag hatten sich im Parlament nicht genügend Abgeordnete gefunden, um eine Abstimmung über seine Kandidatur anzusetzen.
dpa
14.01.2026 – 05:43 Uhr Anna Kipnis

Russland greift Strom- und Wärmeversorgung in Krywyj Rih an

Russische Drohnen treffen die Infrastruktur in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih. Dadurch kommt es zu Notabschaltungen bei der Stromversorgung für mehr als 45.000 Kunden, teilt der Leiter der Militärverwaltung, Olexander Wilkul, mit. Auch die Wärmeversorgung sei gestört. Er ruft die Bewohner auf, Wasser abzufüllen und Geräte aufzuladen. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
14.01.2026 – 05:43 Uhr Anna Kipnis

Brand nach Drohnenangriff auf russische Stadt Rostow

Ein ukrainischer Drohnenangriff löst in der südrussischen Hafenstadt Rostow am Don einen Brand in einem Industriebetrieb aus und beschädigt Wohnhäuser. Die Luftabwehr versuche, den Angriff abzuwehren, sagt Bürgermeister Alexander Skrjabin. Herabfallende Trümmer hätten den Brand und die Schäden verursacht.
14.01.2026 – 00:27 Uhr Sarah Sendner

Großbritannien fordert stärkere NATO-Präsenz in der Arktis

Die britische Außenministerin Yvette Cooper will bei einem Besuch in Finnland und Norwegen am Mittwoch auf eine stärkere Rolle der NATO in der Arktis dringen. Das Militärbündnis müsse seine Arbeit dort intensivieren, um die regionalen Interessen gegen Russland zu schützen, teilte das britische Außenministerium mit. Russland sei die größte Bedrohung für die Sicherheit in der Arktis. Die Sicherheit der Arktis sei entscheidend für den Schutz Großbritanniens und der NATO, sagte Cooper einer Erklärung zufolge. Sie forderte das Bündnis auf, die Anstrengungen zur Verteidigung gegen feindliche Staaten zu verstärken, die sich im Hohen Norden einmischen wollten.


13.01.2026 – 20:47 Uhr Patricia Hoffhaus

Selenskyj räumt schwere Lage in der Ukraine ein

Nach fast vier Jahren Krieg spitzt sich die Lage in der Ukraine nach Darstellung von Präsident Wolodymyr Selenskyj immer weiter zu – sowohl an der Front als auch im Hinterland. Erneut sei die Ukraine von Russland beschossen worden. „Allein an ballistischen Raketen waren es 18 Stück“, sagte Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. Hinzu kämen Kampfdrohnen und Marschflugkörper. 

Die Elektriker seien seit Wochen im Einsatz, um das Stromnetz einigermaßen am Laufen zu halten, sagte Selenskyj. „Das Wetter stellt zusätzliche Herausforderungen – außerordentliche Herausforderungen“, fügte er mit Blick auf die zweistelligen Minustemperaturen hinzu. 
Überall ist es jetzt schwer – an der Front am schwersten.
Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj
13.01.2026 – 20:45 Uhr Patricia Hoffhaus

Scholz: Putin hat Ukraine-Krieg zwei Jahre lang fest geplant

Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz geht davon aus, dass sich Kremlherrscher Wladimir Putin schon deutlich vor 2022 zum Angriffskrieg gegen die Ukraine entschlossen hat. „Ich bin heute fest davon überzeugt, dass Putin seinen Angriff zwei Jahre vorher fest geplant hatte und dass ihn weniges davon hat abbringen können“, sagte der SPD-Politiker in Berlin bei der Vorstellung des Buchs „Das Versagen“, einer kritischen Betrachtung der deutschen Russlandpolitik.
13.01.2026 – 17:24 Uhr Patricia Hoffhaus

Kasachstan bestätigt Drohnenangriff auf zwei Tanker im Schwarzen Meer

Das kasachische Energieministerium bestätigt einen Drohnenangriff auf zwei Tanker im Schwarzen Meer in der Nähe des Terminals des Kaspischen Pipeline-Konsortiums (CPC). Die Schiffe hätten kasachisches Öl transportieren sollen. Laut Ministerium wurden die kasachischen Exporte nicht beschädigt, da zum Zeitpunkt des Vorfalls keine Verladung stattfand.
13.01.2026 – 15:48 Uhr Patricia Hoffhaus

Regierungsumbildung in der Ukraine scheitert

Mitten im Krieg mit Russland ist das ukrainische Parlament an der Ernennung eines neuen Verteidigungsministers gescheitert. In der Obersten Rada fanden sich nicht genug Unterstützer für eine Abstimmung über die Kandidatur Mychajlo Fedorows. Der 34-Jährige hatte zuvor das 2019 geschaffene Digitalisierungsministerium geleitet. Fedorow wäre der vierte Verteidigungsminister seit dem russischen Einmarsch vom Februar 2022 gewesen. Seine Kandidatur war gemäß Verfassung von Präsident Wolodymyr Selenskyj eingereicht worden. Erwartet wird ein neuer Versuch am Mittwoch.

Ebenso scheiterte vor dem Hintergrund von massiven Ausfällen bei Strom und Heizung die Ernennung von Ex-Verteidigungsminister Denys Schmyhal zum neuen Energieminister. Schmyhal fehlten 16 Stimmen für seine Bestätigung. Entlassen wurde zudem der Chef des Geheimdienstes SBU Wassyl Maljuk. 
13.01.2026 – 13:17 Uhr Patricia Hoffhaus

Russische Sabotage? Zwei mutmaßliche Agenten angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat am Oberlandesgericht Stuttgart Anklage gegen zwei mutmaßliche Agenten Russlands erhoben. Die beiden Ukrainer sollen im Auftrag eines russischen Nachrichtendienstes Pakete mit GPS-Trackern von Köln in Richtung Ukraine verschickt haben. Auf diese Weise sollten Versandrouten und Transportabläufe ausgeforscht und später Pakete mit Brandsätzen aufgegeben werden, so die Karlsruher Behörde.

„Solche Pakete sollten sich in Deutschland oder sonst auf dem Weg in nicht von Russland besetzte Teile der Ukraine entzünden und möglichst großen Schaden verursachen, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu beeinträchtigen“, teilt die Bundesanwaltschaft weiter mit. Die angeklagten Ukrainer hätten zugesagt, auch diese Paketversendungen zu übernehmen. 

Die oberste deutsche Anklagebehörde wirft ihnen geheimdienstliche Agententätigkeit, Agententätigkeit zu Sabotagezwecken und Verabredung zur schweren Brandstiftung vor. Ein dritter Verdächtiger in dem Komplex wurde kürzlich aus der Schweiz nach Deutschland ausgeliefert und sitzt ebenso wie seine mutmaßlichen Komplizen in Untersuchungshaft. Auch gegen ihn solle zeitnah Anklage erhoben werden, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. 
13.01.2026 – 10:08 Uhr Lukas Bay

Vier Tote bei neuem russischem Großangriff auf ukrainisches Stromnetz

Russland hat bei einem Großangriff erneut das ukrainische Stromnetz ins Visier genommen. Die Angreifer hätten in der Nacht acht Regionen mit fast 300 Drohnen, 18 ballistischen Raketen und sieben Marschflugkörpern attackiert, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag mit. Bei einem Angriff auf ein Postdepot in der Region Charkiw seien vier Menschen getötet worden. Nach Angaben der Regionalbehörden gab es darüber hinaus zehn Verletzte. In der Region Kiew seien mehrere Hunderttausend Haushalte ohne Strom, sagte Selenskyj.

Im Schwarzmeerhafen Odessa wurden bei einem Angriff sechs Menschen verwundet, wie der Leiter der regionalen Militärverwaltung mitteilte. Die Angriffe hätten die Energieinfrastruktur, ein Krankenhaus, einen Kindergarten, eine Bildungseinrichtung und eine Reihe von Wohnhäusern beschädigt, sagte Oleh Kiper. 
13.01.2026 – 09:49 Uhr Lukas Bay

Russland bestellt polnischen Botschafter ein

Russland hat den polnischen Botschafter wegen der Verhaftung eines russischen Archäologen einbestellt. Er solle freigelassen und nicht an die Ukraine übergeben werden, teilt das russische Außenministerium mit. Krzysztof Krajewski sei bei dem Termin am Montag mitgeteilt worden, dass die ukrainischen Vorwürfe gegen den Archäologen absurd seien.

Der Wisschenschaftler Alexander Butjagin arbeitet für die Hermitage in St. Petersburg. Die Ukraine wirft ihm vor, nicht genehmigte Ausgrabungen vorzunehmen und insbesondere Artefakte auf der Krim zu plündern. Die Krim gehört zur Ukraine und wurde 2014 von Russland annektiert. Die Ukraine erklärte, sie verteidige nicht nur ihr Volk und Territorium, sondern auch ihr kulturelles Erbe.

13.01.2026 – 08:25 Uhr Lukas Bay

USA werfen Russland Eskalation des Krieges in der Ukraine vor

Die Vereinigten Staaten haben Russland eine „gefährliche und unerklärliche Eskalation“ seines inzwischen fast vier Jahre andauernden Krieges gegen die Ukraine vorgeworfen. Die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, hob am Montag (Ortszeit) insbesondere den russischen Abschuss einer nuklearfähigen ballistischen Oreschnik-Rakete in der vergangenen Woche nahe der ukrainischen Grenze zu Polen hervor. Bei einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats erklärte sie, die USA beklagten „die erschreckend hohe Zahl an Opfern“ des Konflikts und verurteilten Russlands zunehmend intensivere Angriffe auf Energieanlagen und andere Infrastruktur.

Die Ukraine hatte die Sitzung beantragt, nachdem Russland in der Nacht zum vergangenen Donnerstag einen massiven Angriff mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen geflogen hatte, darunter auch die neue, leistungsstarke Oreschnik-Rakete, die Moskau erst zum zweiten Mal einsetzte.
13.01.2026 – 05:27 Uhr Lukas Bay

Ukraine greift südrussische Stadt Taganrog an

Die russische Luftabwehr wehrt einen ukrainischen Luftangriff auf die Stadt Taganrog im Süden Russlands ab. Das teilt der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Details zu den Folgen am Boden würden noch geklärt.
13.01.2026 – 01:59 Uhr Angelika Ahrens

Ukraine vergibt Abbaurechte für Lithium an US-nahe Investoren

Die Ukraine hat die Rechte für den Abbau des Lithium-Vorkommens Dobra an eine Investorengruppe mit Verbindungen in die USA vergeben. Dies gilt als wichtiger Test, ob westliches Kapital in die vom Krieg gezeichnete Wirtschaft des Landes fließen kann. Zudem sollen die Beziehungen zu Washington vertieft werden. Die ukrainische Regierung erteilte die Entwicklungsrechte für den Standort Dobra in der zentralen Region Kirowohrad an die Dobra Lithium Holdings, wie Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko am Montag über den Nachrichtendienst Telegram mitteilte.

HB
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