Ukraine-Krieg: Kiew scheitert an der Massenproduktion von Drohnen
Die ukrainische Armee nutzt verschiedenste Drohnen im Krieg gegen Russland.
Foto: APBerlin. Seit Anfang des Jahres hat das ukrainische Verteidigungsministerium 16 Verträge mit einheimischen Drohnenherstellern unterzeichnet. Der Plan ist, rund 446 Millionen Euro für die Produktion von 75 verschiedenen Drohnentypen auszugeben.
Mikhail Fedorov, stellvertretender Premierminister und Minister für digitale Transformation, berichtet, dass bis Ende Januar 2023 insgesamt rund 1700 Drohnen im Rahmen des Projekts „Armee der Drohnen“ in Auftrag gegeben und fast 1000 davon bereits an das ukrainische Militär übergeben wurden. Nach Angaben Fedorovs stammen mehr als 60 Prozent der Drohnen von ukrainischen Herstellern.
Nach Ansicht von Igor Lutsenko, dem Gründer des Zentrums zur Unterstützung der Luftaufklärung, werden die angekündigten staatlichen Initiativen das Problem jedoch nicht lösen. Der Militäroffizier sieht, dass selbst Aufklärungsdrohnen Verbrauchsmaterial sind, deren Lebenserwartung selten mehrere Wochen übersteigt.
Seiner Meinung nach sollte die eingeführte zollfreie Einfuhr von Drohnen durch die heimische Massenproduktion verschiedener Modelle unterstützt werden. Das kann die ukrainische Regierung allerdings noch nicht leisten. „Zehntausende von Drohnen pro Monat sollten das Ziel unseres Staates sein“, sagt Lutsenko.