Ukraine-Krieg: Sabotageakte gegen Russland: Für die Ukraine könnte bald die Stunde der Partisanen schlagen
Die Brandhintergründe in der Ukraine sind nicht eindeutig geklärt.
Foto: APBerlin. Feuer in Russland – brennende Öl- und Munitionsdepots, Chemiefabriken und Forschungsinstitute. Die Brandhintergründe sind nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich aber ist, dass Sabotage-Aktionen und andere Methoden asymmetrischer Kriegsführung im Widerstand der Ukrainerinnen und Ukrainer sowie ihrer Verbündeten an Bedeutung gewinnen.
Seit Ende Februar wurde von Eisenbahnern in Belarus wiederholt das dortige Schienennetz sabotiert, um die russische Kriegslogistik zu bremsen. Belarussisch-oppositionelle Partisanen haben auf russischem Staatsgebiet Signaleinrichtungen, Zugverkehrsleitschränke und ähnliche Objekte zerstört. Und schon seit Beginn des russischen Krieges hat sich die ukrainische Bevölkerung mit Molotov-Cocktails munitioniert.
Welchen Einfluss haben Partisanenaktionen historisch auf den Ausgang von Kriegen gehabt? Unter welchen Bedingungen sind sie erfolgreich? Und ist es wahrscheinlich, dass sie demnächst das zentrale Element des Widerstandskampfes der Ukrainer gegen die Russen bilden werden?
Eine populäre Definition symmetrischer Kriege ist, dass die beteiligten Kriegsparteien über staatlich gesteuerte Armeen verfügen, die als Kombattanten aufeinandertreffen. Insofern wäre der Russland-Ukraine-Konflikt seit langem der erste symmetrische Krieg, der auf europäischem Boden geführt wird – auch wenn das Kräfteverhältnis der Parteien einem starken Ungleichgewicht unterliegt.