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Ukraine-KriegRussland bestellt polnischen Botschafter ein

Live-BlogUSA kritisieren russische Eskalation des Krieges +++ Ukraine greift südrussische Stadt Taganrog an +++ Ukraine vergibt Abbaurechte für Lithium an US-nahe Investoren+++ Der Newsblog. 13.01.2026 - 14:17 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Gefängnis in Warschau: Die Verhaftung eines russischen Archäologen sorgt für Verstimmungen. Foto: REUTERS
13.01.2026 – 13:17 Uhr Patricia Hoffhaus

Russische Sabotage? Zwei mutmaßliche Agenten angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat am Oberlandesgericht Stuttgart Anklage gegen zwei mutmaßliche Agenten Russlands erhoben. Die beiden Ukrainer sollen im Auftrag eines russischen Nachrichtendienstes Pakete mit GPS-Trackern von Köln in Richtung Ukraine verschickt haben. Auf diese Weise sollten Versandrouten und Transportabläufe ausgeforscht und später Pakete mit Brandsätzen aufgegeben werden, so die Karlsruher Behörde.

„Solche Pakete sollten sich in Deutschland oder sonst auf dem Weg in nicht von Russland besetzte Teile der Ukraine entzünden und möglichst großen Schaden verursachen, um das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu beeinträchtigen“, teilt die Bundesanwaltschaft weiter mit. Die angeklagten Ukrainer hätten zugesagt, auch diese Paketversendungen zu übernehmen. 

Die oberste deutsche Anklagebehörde wirft ihnen geheimdienstliche Agententätigkeit, Agententätigkeit zu Sabotagezwecken und Verabredung zur schweren Brandstiftung vor. Ein dritter Verdächtiger in dem Komplex wurde kürzlich aus der Schweiz nach Deutschland ausgeliefert und sitzt ebenso wie seine mutmaßlichen Komplizen in Untersuchungshaft. Auch gegen ihn solle zeitnah Anklage erhoben werden, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. 
13.01.2026 – 10:08 Uhr Lukas Bay

Vier Tote bei neuem russischem Großangriff auf ukrainisches Stromnetz

Russland hat bei einem Großangriff erneut das ukrainische Stromnetz ins Visier genommen. Die Angreifer hätten in der Nacht acht Regionen mit fast 300 Drohnen, 18 ballistischen Raketen und sieben Marschflugkörpern attackiert, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag mit. Bei einem Angriff auf ein Postdepot in der Region Charkiw seien vier Menschen getötet worden. Nach Angaben der Regionalbehörden gab es darüber hinaus zehn Verletzte. In der Region Kiew seien mehrere Hunderttausend Haushalte ohne Strom, sagte Selenskyj.

Im Schwarzmeerhafen Odessa wurden bei einem Angriff sechs Menschen verwundet, wie der Leiter der regionalen Militärverwaltung mitteilte. Die Angriffe hätten die Energieinfrastruktur, ein Krankenhaus, einen Kindergarten, eine Bildungseinrichtung und eine Reihe von Wohnhäusern beschädigt, sagte Oleh Kiper. 
13.01.2026 – 09:49 Uhr Lukas Bay

Russland bestellt polnischen Botschafter ein

Russland hat den polnischen Botschafter wegen der Verhaftung eines russischen Archäologen einbestellt. Er solle freigelassen und nicht an die Ukraine übergeben werden, teilt das russische Außenministerium mit. Krzysztof Krajewski sei bei dem Termin am Montag mitgeteilt worden, dass die ukrainischen Vorwürfe gegen den Archäologen absurd seien.

Der Wisschenschaftler Alexander Butjagin arbeitet für die Hermitage in St. Petersburg. Die Ukraine wirft ihm vor, nicht genehmigte Ausgrabungen vorzunehmen und insbesondere Artefakte auf der Krim zu plündern. Die Krim gehört zur Ukraine und wurde 2014 von Russland annektiert. Die Ukraine erklärte, sie verteidige nicht nur ihr Volk und Territorium, sondern auch ihr kulturelles Erbe.

13.01.2026 – 08:25 Uhr Lukas Bay

USA werfen Russland Eskalation des Krieges in der Ukraine vor

Die Vereinigten Staaten haben Russland eine „gefährliche und unerklärliche Eskalation“ seines inzwischen fast vier Jahre andauernden Krieges gegen die Ukraine vorgeworfen. Die stellvertretende US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Tammy Bruce, hob am Montag (Ortszeit) insbesondere den russischen Abschuss einer nuklearfähigen ballistischen Oreschnik-Rakete in der vergangenen Woche nahe der ukrainischen Grenze zu Polen hervor. Bei einer Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats erklärte sie, die USA beklagten „die erschreckend hohe Zahl an Opfern“ des Konflikts und verurteilten Russlands zunehmend intensivere Angriffe auf Energieanlagen und andere Infrastruktur.

Die Ukraine hatte die Sitzung beantragt, nachdem Russland in der Nacht zum vergangenen Donnerstag einen massiven Angriff mit Hunderten Drohnen und Dutzenden Raketen geflogen hatte, darunter auch die neue, leistungsstarke Oreschnik-Rakete, die Moskau erst zum zweiten Mal einsetzte.
13.01.2026 – 05:27 Uhr Lukas Bay

Ukraine greift südrussische Stadt Taganrog an

Die russische Luftabwehr wehrt einen ukrainischen Luftangriff auf die Stadt Taganrog im Süden Russlands ab. Das teilt der Gouverneur der Region Rostow, Juri Sljussar, über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Details zu den Folgen am Boden würden noch geklärt.
13.01.2026 – 01:59 Uhr Angelika Ahrens

Ukraine vergibt Abbaurechte für Lithium an US-nahe Investoren

Die Ukraine hat die Rechte für den Abbau des Lithium-Vorkommens Dobra an eine Investorengruppe mit Verbindungen in die USA vergeben. Dies gilt als wichtiger Test, ob westliches Kapital in die vom Krieg gezeichnete Wirtschaft des Landes fließen kann. Zudem sollen die Beziehungen zu Washington vertieft werden. Die ukrainische Regierung erteilte die Entwicklungsrechte für den Standort Dobra in der zentralen Region Kirowohrad an die Dobra Lithium Holdings, wie Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko am Montag über den Nachrichtendienst Telegram mitteilte.
12.01.2026 – 21:56 Uhr Sarah Sendner

Wadephul: Deutschland und USA stehen bei Nato-Beistandspflicht zusammen

Bundesaußenminister Johann Wadephul betont nach einem Treffen mit seinem US-Amtskollegen Marco Rubio die Einigkeit mit den USA. Die Partnerschaft sei stark, sagt Wadephul in Washington und verweist auf ein gemeinsames Bekenntnis zu einem gerechten Frieden in der Ukraine. Man sei sich zudem einig über die Verbindlichkeit der Beistandspflicht nach Nato-Artikel 5. Dies sei ein klares Signal an Russland. Auch Grönland sei Thema des Gesprächs gewesen, sagt Wadephul weiter. Es sei Sache der Nato, die Interessen dort zu verteidigen.


12.01.2026 – 20:28 Uhr Alisa Swoboda

Selenskyj warnt erneut vor massivem Angriff

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Bürger seines Landes vor einem weiteren heftigen Angriff Russlands gewarnt. Es gebe Geheimdienstinformationen, wonach Moskau erneut einen massiven Angriff vorbereite, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. 

Konkret sprach er von Drohnen zur Ausschaltung der Flugabwehr und Raketen. Dieser Angriff könne in den nächsten Tagen geschehen, sagte er und forderte die Menschen auf, den Luftalarm zu beachten. Russland wolle die Kälte ausnutzen. In vielen Regionen der Ukraine fallen die Temperaturen nachts derzeit in den zweistelligen Minusbereich. 

Außerdem sprach Selenskyj von Fortschritten beim Austausch des ukrainischen Verhandlungsteams mit US-Vertretern. Dokumente seien größtenteils unterschriftsreif, sagte er, nannte aber keine Details. Er gehe davon aus, dass das Format Davos im Hinblick auf Beziehungen zu den Partnern der Ukraine und ihren Wiederaufbau nach den russischen Angriffen sehr erfolgreich werde. In Davos findet traditionell Anfang des Jahres das Weltwirtschaftsforum (WEF) statt.
Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj. dpa
12.01.2026 – 17:41 Uhr Anna Lena Stahl

Moskau: Oreschnik-Angriff galt Flugzeugwerk in Lwiw

Russland hat nach eigenen Angaben beim Angriff mit der Mittelstreckenrakete Oreschnik das ukrainische Flugzeugwerk in Lwiw zerstört. „Nach Informationen, die durch mehrere unabhängige Quellen bestätigt wurden, ist das staatliche Flugzeugreparaturwerk Lwiw durch einen Schlag der russischen Streitkräfte in der Nacht zum 9. Januar, bei dem der mobile Raketenkomplex Oreschnik eingesetzt wurde, außer Gefecht gesetzt worden“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Nach Angaben des russischen Militärs wurden in der Fabrik Flugzeuge, darunter auch die Westen gelieferten Kampfjets F-16, repariert und Kampfdrohnen mit hoher und mittlerer Reichweite produziert. Getroffen worden seien Produktions- und Lagerhallen mit schon gefertigten Drohnen sowie die Infrastruktur des betriebseigenen Flugplatzes. In Kiew seien zu gleicher Zeit die Produktionskapazitäten zweier Drohnenhersteller zerstört worden, heißt es in der Meldung weiter.
12.01.2026 – 16:58 Uhr Anna Lena Stahl

Insider: Russische Drohnen greifen zwei Schiffe im Schwarzen Meer an

Russische Drohnen haben einem Insider zufolge zwei unter ausländischer Flagge fahrende Schiffe im Schwarzen Meer angegriffen. Die Schiffe seien in der Nähe der südukrainischen Hafenstadt Tschornomorsk gewesen, teilt eine mit dem Vorfall vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters mit. Eines der Schiffe sei auf dem Weg nach Italien gewesen.
12.01.2026 – 16:41 Uhr Alisa Swoboda

UN-Beobachter: Zahl der zivilen Opfer in Ukraine 2025 deutlich gestiegen

Das vergangene Jahr war für die Zivilbevölkerung in der Ukraine das mit den meisten Todesopfern seit Beginn des russischen Großangriffes im Februar 2022. Grund seien intensivierte Kämpfe an der Frontlinie und der vermehrte Einsatz von Langstreckenwaffen, teilt die UN-Menschenrechtsbeobachtungsmission in der Ukraine mit.

Demnach wurden 2025 bei kriegsbedingter Gewalt 2514 Zivilisten getötet und 12.142 verletzt. Dies sei ein Anstieg der Opferzahlen um 31 Prozent gegenüber 2024. Die überwiegende Mehrheit der von den Beobachtern bestätigten Opfer habe es in von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebieten durch Angriffe der russischen Streitkräfte gegeben. 

Die verstärkten Bemühungen Russlands, im Jahr 2025 Gebiete zu erobern, hätten zu Tötungen und Verletzungen von Zivilisten, der Zerstörung wichtiger Infrastruktur und neuen Vertreibungswellen geführt. Fast zwei Drittel aller Opfer des vergangenen Jahres seien in Frontgebieten zu beklagen, wobei ältere Menschen besonders betroffen seien, da sie in ihren Dörfern geblieben seien.
12.01.2026 – 15:54 Uhr Alisa Swoboda

Nach Kabelschaden: Finnland gibt verdächtigen Frachter frei

Nach der Beschädigung eines Datenkabels in der Ostsee hat Finnland den Frachter „Fitburg“ freigegeben. Die Untersuchungen an Bord seien abgeschlossen, teilte die finnische Polizei mit. Die Behörden hätten das Schiff in internationale Gewässer begleitet. 

Nach ersten Erkenntnissen der finnischen und estnischen Ermittler hat die „Fitburg“ ihren Anker kilometerweit über den Meeresboden schleifen lassen. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Sachbeschädigung, der versuchten schweren Sachbeschädigung sowie der schweren Störung des Telekommunikationsverkehrs. Ein Besatzungsmitglied wurde festgenommen, gegen drei weitere wurden Ausreiseverbote verhängt.
Die Fitburg ist nach der Beschlagnahmung durch die Behörden im Hafen von Kantvik in Kirkkonummi, Finnland, am Sonntag, 4. Januar 2026, zu sehen. dpa
12.01.2026 – 15:40 Uhr Alisa Swoboda

Russland: Haben Flugzeugreparaturwerk in Ukraine getroffen

Russland hat nach eigenen Angaben bei seinem jüngsten Angriff mit einer Hyperschallrakete vom Typ Oreschnik ein Flugzeugreparaturwerk in der Ukraine getroffen. Das Werk in Lwiw nahe der polnischen Grenze sei bei dem Angriff außer Gefecht gesetzt worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. 

In dem Betrieb seien Flugzeuge der ukrainischen Streitkräfte repariert und gewartet worden, darunter auch von westlichen Staaten gelieferte Maschinen vom Typ F-16 und MiG-29. Zudem habe das Unternehmen Drohnen hergestellt, die für Angriffe auf zivile Ziele tief im russischen Staatsgebiet eingesetzt würden. Die Ukraine und ihre europäischen Unterstützer hatten den russischen Raketenangriff vom Freitag verurteilt. Sie werteten ihn als Versuch, den Westen einzuschüchtern. Es war erst der zweite bekannte Einsatz dieser ballistischen Mittelstreckenrakete, die auch mit Atomwaffen bestückt werden kann, in dem Krieg.
12.01.2026 – 15:15 Uhr Alisa Swoboda

Rheinmetall liefert Schützenpanzer Lynx an Ukraine

Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall liefert fünf Schützenpanzer des Typs Lynx KF41 an die Ukraine. Die ersten Fahrzeuge sollen Anfang 2026 geliefert werden, wie das Unternehmen in Düsseldorf mitteilte. Der Auftragswert für die fünf Fahrzeuge belaufe sich auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Finanziert würden die Systeme durch die Bundesrepublik Deutschland. „Als nächster Schritt ist die Beschaffung weiterer Lose einschließlich der Produktion in der Ukraine vorgesehen“, hieß es.
12.01.2026 – 14:26 Uhr Alisa Swoboda

Kriegseinsatz für Russland: Estland verhängt Einreiseverbote

Estland hat Einreiseverbote gegen 261 Russen verhängt, die am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine beteiligt und im Kriegseinsatz an der Front waren. „Es besteht kein Zweifel, dass es sich hier um Personen mit einer feindseligen Haltung gegenüber Europa handelt. Sie verfügen über Kampferfahrung, militärische Ausbildung und oft auch über eine kriminelle Vergangenheit. Darüber hinaus sind sie psychisch traumatisiert“, begründete Innenminister Igor Taro den Schritt. Demnach handelt es sich um die ersten Einreiseverbote, denen weitere folgen sollen. 

Die Einreiseverbote seien unausweichlich, da diejenigen, die im Namen von Russlands Präsidenten Wladimir Putin Gräueltaten in der Ukraine begangen hätten, keinen Platz in der freien Welt hätten. „Die von ihnen ausgehende Bedrohung ist nicht theoretischer Natur – sie umfasst sowohl die mögliche Ausführung von Aufträgen für russische Geheimdienste als auch die Beteiligung an organisierter Kriminalität“, wurde Taro in einer Mitteilung zitiert. 
Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Tür für russische Ex-Kämpfer geschlossen bleibt, und rufen andere Länder auf, es uns gleichzutun.
Margus Tsakhna, Außenminister Estlands
12.01.2026 – 10:50 Uhr Anna Lena Stahl

Merz: Indien würde russische Gasimporte kürzen falls möglich

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Verständnis dafür geäußert, dass Indien noch russisches Gas und Öl bezieht. „Wir sind uns in der Bewertung des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine vollkommen einig“, sagt Merz bei seinem Indien-Besuch nach einem Treffen mit Ministerpräsident Narendra Modi. Druck auf Indien lehnte er ab. „Ich habe gleichzeitig verstanden, wie abhängig Indien auch über die letzten Jahre und Jahrzehnte von russischen Öl- und Gaslieferungen nach wie vor ist“, sagt er.

Deutschland habe diese Abhängigkeit fast auf null reduzieren können. „So einfach geht das in Indien offensichtlich nicht, und ich bin der Letzte, der hier mit erhobenem Zeigefinger Besuch in anderen Ländern macht“, fügt er hinzu. „Wir reden vernünftig miteinander und wir versuchen, Lösungen zu finden.“ Wenn man Druck ausübe, sei dies nicht das richtige Instrument, um eine Partnerschaft auf eine neue Basis zu heben.
12.01.2026 – 08:50 Uhr Carlotta Moreno Lara

35.000 Haushalte um Odessa ohne Strom

Für 35.000 Haushalte im südukrainischen Gebiet Odessa ist nach einem russischen Drohnenangriff der Strom ausgefallen. Das teilte der Stromversorger DTEK mit und sprach von einem schweren Schaden. „Die Wiederherstellung der Versorgung braucht Zeit“, hieß es in der Mitteilung. 

In der Hafenstadt Odessa traf der Angriff ein Objekt der Infrastruktur und ein Wohnhaus, wie Bürgermeister Serhij Lyssak auf Telegram mitteilte. Zwei Menschen seien verletzt worden.
12.01.2026 – 01:00 Uhr Miriam Braun

Ukraine: Russischer Luftangriff auf Kiew

Russland greift ukrainischen Militärangaben zufolge Kiew aus der Luft an. In einem der Stadtteile sei ein Feuer ausgebrochen. Die ukrainische Luftabwehr versuche, den Angriff abzuwehren, teilt der Chef der Kiewer Militärverwaltung, Timur Tkatschenko, auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit.
11.01.2026 – 23:16 Uhr Miriam Braun

Brantner fordert mehr Druck von Merz und EU auf Putin

Im Ringen um einen Waffenstillstand in der Ukraine fordert Grünen-Bundeschefin Franziska Brantner mehr Einsatz von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der russische Präsident Wladimir Putin wolle keinen Waffenstillstand, und der nötige Druck auf ihn werde nicht von US-Präsident Donald Trump kommen, sagte Brantner der „Süddeutschen Zeitung“. „Das müssen Merz und die EU jetzt endlich tun.“ Als Maßnahmen nannte sie unter anderem die Festsetzung von Russlands Schattenflotte und die Nutzung von russischem Vermögen. Außerdem müssten Länder ins Visier genommen werden, die russisches Öl kauften.

Deutschland müsse außerdem bereit sein, einen Waffenstillstand militärisch abzusichern. Auf die Frage, ob die Grünen einem Bundeswehreinsatz in der Ukraine zustimmen würden, sagte Brantner, das hänge vom Mandat ab. „Klar ist: Wenn wir einen Waffenstillstand nicht gut absichern, kommt der Krieg noch näher. Für unsere Sicherheit ist es entscheidend, Putin in der Ukraine zu stoppen.“

11.01.2026 – 20:53 Uhr Anna Lena Stahl

Großbritannien will neue Raketen für die Ukraine entwickeln

Großbritannien will nach eigenen Angaben für die Ukraine eine neue ballistische Rakete für Angriffe auf weit entfernte Ziele entwickeln. Die Regierung in London schreibt dazu für das Projekt „Nightfall“ einen Wettbewerb zur schnellen Entwicklung von bodengestützten Raketen aus. Diese sollen einen 200 Kilogramm schweren Sprengkopf mehr als 500 Kilometer weit tragen.
11.01.2026 – 18:37 Uhr Anna Lena Stahl

Von der Leyen: Russland muss nun Friedenswillen zeigen

Russland muss EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zufolge nun zeigen, dass es an einem Frieden interessiert ist. Die Regierung in Kiew und ihre Verbündeten hätten sich auf einen Friedensplan und Sicherheitsgarantien geeinigt, die nach einem Waffenstillstand in Kraft treten würden, sagt von der Leyen vor Journalisten. Bei dem Plan handele es sich um den 20-Punkte-Vorschlag, den der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit seinem US-Amtskollegen Donald Trump besprochen habe. Zudem gebe es umfangreiche Sicherheitsgarantien der USA und Europas für die Ukraine.
11.01.2026 – 14:06 Uhr Anna Kipnis

Ukrainisches Militär: Drei Lukoil-Ölplattformen im Kaspischen Meer getroffen

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben drei Bohrplattformen des russischen Ölkonzerns Lukoil im Kaspischen Meer angegriffen. Die Anlagen W. Filanowski, Juri Kortschagin und Waleri Graifer seien getroffen worden, teilt das Militär mit. „Diese Anlagen dienen der Unterstützung der russischen Besatzungsarmee. Es wurden direkte Treffer registriert. Das Ausmaß der Schäden wird derzeit ermittelt.“
11.01.2026 – 13:19 Uhr Carlotta Moreno Lara

Selenskyj: 1100 russische Drohnen und 50 Raketen in vergangener Woche

Russland hat die Ukraine in der vergangenen Woche nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mit 1100 Drohnen angegriffen. Zudem seien mehr als 890 gelenkte Luftbomben und über 50 Raketen, darunter ballistische Raketen, Marschflugkörper und Mittelstreckenraketen, gegen die Ukraine eingesetzt worden. Russland habe absichtlich auf den Kälteeinbruch gewartet, um die Lage für die ukrainische Bevölkerung zu verschlimmern, erklärt Selenskyj. Dies sei „ein zynischer russischer Terrorakt, der sich gezielt gegen Zivilisten richtet“. Moskau reagiert zunächst nicht.
11.01.2026 – 11:51 Uhr Anna Kipnis

Ukraine: Russland hat erneut Stromnetz angegriffen

Dem ukrainischen Energieministerium zufolge haben russische Streitkräfte in der Nacht zum Sonntag erneut das Stromnetz des Landes angegriffen. Dabei sei vorübergehend die Stromversorgung in den südöstlichen Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja unterbrochen worden. „In dieser Woche gab es keinen einzigen Tag ohne Angriffe auf Energieanlagen und kritische Infrastruktur“, teilt Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko mit. 

Insgesamt seien 44 Angriffe verzeichnet worden. Der vierte Kriegswinter könnte der bisher kälteste werden, da die Schäden am Netz die Versorger an ihre Grenzen bringen. Die Temperaturen, die bereits unter minus zwölf Grad Celsius liegen, sollen im Laufe der Woche auf minus 20 Grad fallen.
11.01.2026 – 11:38 Uhr Bastian Prockner

Russland: Haben weitere Ortschaft in Saporischschja eingenommen

Russische Truppen haben nach Angaben der Regierung in Moskau die Ortschaft Bilohirja in der südostukrainischen Region Saporischschja unter ihre Kontrolle gebracht. Die russischen Einheiten hätten zudem gezielt ein ukrainisches Rüstungsunternehmen und Energieanlagen angegriffen, meldet die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Eine unabhängige Überprüfung der Angaben zum Kampfgeschehen ist nicht möglich.

HB
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