USA-Tourismus: Trinkgeld-Forderungen geraten „außer Kontrolle“
Viele Restaurants schlagen inzwischen noch eine Servicepauschale auf den Preis für Speisen und Getränke auf.
Foto: APSan Francisco. US-Reisende erleben derzeit in den Vereinigten Staaten einen regelrechten Trinkgeldschock. Quasi überall wird die Servicegebühr verlangt, Möglichkeiten, sich den „Tips“ zu entziehen, sind rar. Der Amerika-Trip wird dadurch vielfach teurer als veranschlagt – und er wird auf jeden Fall auch komplizierter.
Oft etwa bleibt es undurchsichtig, wann man „Tips“ geben sollte, ob der Betrag angemessen ist, und wenn ja, wofür eigentlich. Was schon für die Einwohner verwirrend ist, wird für Touristen undurchschaubar. Denn alte Regeln gelten nach der Pandemie kaum noch.
Während das Trinkgeld früher eine Zusatzzahlung „für guten Service“ war, wird es nun auch dort eingefordert, wo man am wenigsten damit rechnet: an Selbstbedienungskassen im Supermarkt etwa, wo Kunden die Waren auf das Band legen und Preisschilder einscannen. Laut einer Studie des Finanzdienstleisters Bankrate sind 30 Prozent der Amerikaner selbst der Meinung, Tipping sei „außer Kontrolle“ geraten.
USA-Reisende sollten diese Zusatzausgaben nicht unterschätzen. Auch wenn es rechtlich immer noch so ist, dass Tips freiwillig sind, wird es immer schwieriger, sie von einer Rechnung zu tilgen. Was passiert da gerade in den USA?