USA: Trump verkündet „Gegenzölle“ – bis zu 27 Prozent auf EU-Autos möglich
San Francisco, Washington. US-Präsident Donald Trump könnte Autos und andere Produkte aus Ländern der EU mit Zöllen belegen. Das sagte er am Donnerstagmittag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Die neuen Zölle sollen jedoch nicht sofort in Kraft treten, sondern erst nach einer „kurzfristigen“ Prüfung.
Trump unterzeichnete am Donnerstag ein Memorandum, in dem er seinen Plan darlegte, ausländischen Nationen „gegenseitige Zölle“ aufzuerlegen. „Sie erheben eine Steuer oder einen Zoll auf uns, und wir erheben sie auf sie“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Oval Office. Er deutete auch an, dass weitere Zölle, unter anderem auf Autoimporte, auf dem Weg seien. Wie hoch diese genau ausfallen könnten, ließ er offen.
Laut einem US-Regierungsbeamten erhebt die EU einen Zehn-Prozent-Importzoll auf US-Autos und eine zusätzliche durchschnittliche Umsatzsteuer („Vat-Tax“) von 17 Prozent. Der Regierungsbeamte legte nahe, dass sich bei US-Gegenzöllen theoretisch beide Posten addieren ließen. Demnach könnten also US-Zölle auf europäische Autos in der Höhe von zehn, 17 oder sogar 27 Prozent erhoben werden.