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ArbeitsmarktArbeitslosigkeit steigt saisonbereinigt leicht – Neueinstellungen gehen zurück

Der deutsche Arbeitsmarkt zeige sich weiter robust, heißt es von der Bundesagentur für Arbeit. Allerdings geht die Nachfrage nach Arbeit mittlerweile zurück.Frank Specht 02.11.2022 - 11:00 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Im Oktober gab es in Deutschland gut 2,4 Millionen Arbeitslose.

Foto: dpa

Berlin. Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen des Ukrainekriegs und der Energiekrise robust. Auch registriert die Bundesagentur für Arbeit (BA) die für die Jahreszeit übliche Herbstbelebung. „In diesem Oktober fällt diese Belebung aber gedämpft aus“, sagte die BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles am Mittwoch bei der Präsentation der Arbeitsmarktdaten in Nürnberg.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Oktober auf gut 2,4 Millionen gesunken. Das seien 43.000 weniger als im September, aber 65.000 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent.

Allerdings fiel der Rückgang gegenüber dem Vormonat etwas schwächer aus als in den Vorjahren. Saisonbereinigt ist die Zahl der Arbeitslosen sogar leicht um 8000 gestiegen.

Dies sei, anders als in den Vormonaten, nicht mehr vor allem auf die Erfassung von Geflüchteten aus der Ukraine zurückzuführen, sagte Nahles. „Unsere Interpretation ist, dass es die Folgen der wirtschaftlichen Abschwächung sind.“

Allerdings wachse die Beschäftigung weiter, auch wenn das wirtschaftliche Umfeld sehr angespannt sei. Folgen der Unsicherheiten seien aber sichtbar: „So bereiten sich wieder mehr Unternehmen auf mögliche Kurzarbeit vor und reduzieren ihre Nachfrage nach neuem Personal.“

Nach den Daten der BA haben die Unternehmen vom 1. bis zum 26. Oktober für 82.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Daten über die tatsächliche Nutzung liegen bis August vor. In dem Monat registrierte die BA 106.000 Kurzarbeiter. Betroffen ist momentan vor allem das verarbeitende Gewerbe.

Keine Anzeichen für Einbruch am Arbeitsmarkt

Aus Sorge, später kein Personal mehr zu finden, versuchten Firmen, möglichst ihre Beschäftigten zu halten, sagte Nahles. Die Suche nach geeignetem Berufsnachwuchs stelle für viele mittlerweile eine Herausforderung dar. Aber: „Die Unternehmen werden deutlich zurückhaltender bei der Einstellung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“ Dies ist auch einer der Gründe dafür, dass die Arbeitslosigkeit saisonbereinigt leicht gestiegen ist.

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Insgesamt zeige sich der Arbeitsmarkt angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds aber robust. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sei weiter „extrem hoch“. Für die kommenden Monate sei zwar ein leichter Anstieg der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit zu erwarten, betonte die BA-Chefin. Keiner der Frühindikatoren deute derzeit aber auf einen Einbruch am Arbeitsmarkt hin.

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