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IfoFast jeder fünfte Selbstständige bangt um wirtschaftliche Existenz

Die Energiekrise und die drohende Rezession wirken sich negativ auf die Selbständigen aus. In der Gesamtwirtschaft hellt sich die Stimmung dagegen auf. 08.12.2022 - 09:21 Uhr Artikel anhören

Viele Selbstständige blicken einer ungewissen Zukunft entgegen.

Foto: IMAGO/Cavan Images

Berlin. Viele Selbstständige bangen wegen der Energiekrise und drohenden Rezession um ihre wirtschaftliche Existenz. Das Barometer für deren Geschäftsklima stieg zwar im November um 3,4 Punkte, liegt aber mit minus 21,6 Zähler nach wie vor tief im negativen Bereich, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts hervorgeht.

„Für die Selbstständigen bleibt die Lage jedoch schwierig“, erläuterte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. „Sie haben große Existenzsorgen.“

Fast jeder fünfte Soloselbstständige sieht demnach sein wirtschaftliches Fortbestehen bedroht: Im November befürchteten dies 19,4 Prozent. Das ist etwas weniger als die 19,7 Prozent vom Oktober – aber ein deutlich höherer Wert als in der Gesamtwirtschaft, wie das Institut betonte.

Die aktuelle Geschäftslage hat sich etwas erholt: Die positiven und negativen Antworten halten sich hier die Waage. Auf die kommenden Monate blicken die Soloselbstständigen jedoch weiterhin sehr pessimistisch, während sich der Erwartungsindikator in der Gesamtwirtschaft zuletzt deutlich stärker erholt. „Immerhin: Im Vergleich zum Vormonat sehen die Selbstständigen ihre Zukunft etwas weniger düster“, hieß es dazu.

Der deutschen Wirtschaft machen Energiekrise, Materialmangel und hohe Inflation seit Monaten zu schaffen, nachdem zuvor bereits die Corona-Krise für viele Branchen deutliche Geschäftseinbußen brachte. Allerdings sind die Risiken einer schweren Rezession zuletzt gesunken. Ein Grund dafür ist, dass die befürchtete Gasrationierung im Winter auch wegen voller Speicher unwahrscheinlicher geworden ist. Außerdem haben die Materialengpässe zuletzt abgenommen, während die Inflation ihren Höhepunkt erreicht haben könnte. Die meisten Experten rechnen daher inzwischen mit einer milden Winterrezession und einem weitgehend stabilen Arbeitsmarkt.

rtr
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