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Ukraine-KriegUkrainische Unterhändler zu Gesprächen über Friedensplan in den USA

Live-BlogSelenskyj ordnet schnellere Stromimporte an +++ Ukraine: Wieder russische Angriffe auf Gasanlagen +++ Russland meldet Einnahme von zwei Ortschaften +++ Der Newsblog. 17.01.2026 - 13:38 Uhr aktualisiert Artikel anhören
US-Sondergesandter Witkoff, US-Präsident Trumps Schwiegersohn Kushner: Verhandeln mit ukrainischen Unterhändlern über Einzelheiten eines Abkommens zur Beendigung des russischen Angriffskriegs. Foto: via REUTERS
17.01.2026 – 12:07 Uhr Vivian Melchert

Ukrainische Unterhändler zu Gesprächen über Friedensplan in den USA

Ukrainische Unterhändler sind zu Gesprächen über Einzelheiten eines möglichen Abkommens zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in den USA eingetroffen. Die Delegation werde sich mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, dem Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und US-Heeresstaatssekretär Daniel Driscoll treffen, teilte der ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow am Samstag mit. 
Die Ukraine braucht einen gerechten Frieden. Wir arbeiten daran, Ergebnisse zu erzielen.
Kyrylo Budanow, ukrainischer Präsidialamtschef
Die Ukraine und die USA haben einen 20-Punkte-Friedensvorschlag ausgearbeitet, zu dem sich Russland bislang nicht geäußert hat. Zu den schwierigsten Themen gehören russische Forderungen nach Gebietsabtretungen, Sicherheitsgarantien für die Ukraine und die Zukunft des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja.

Auf der Agenda der Gespräche in den USA steht ukrainischen Angaben zufolge auch ein Wiederaufbaupaket für die Zeit nach einem Kriegsende. Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte die Hoffnung, am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in der kommenden Woche in Schweizer Alpenort Davos ein entsprechendes Abkommen mit den USA unterzeichnen zu können. Damit sollen Wiederaufbau-Investitionen in Höhe von rund 800 Milliarden Dollar freigesetzt werden. Trump hatte diese Woche gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters erklärt, er werde Selenskyj möglicherweise auf dem WEF treffen.
17.01.2026 – 11:36 Uhr Vivian Melchert

Selenskyj ordnet schnellere Stromimporte an

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat wegen der anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieversorgung den schnellstmöglichen Ausbau der Stromimporte und der Einfuhr zusätzlicher Energieausrüstung angeordnet. „Alle dafür nötigen Entscheidungen sind bereits getroffen, und die Steigerung der Importe muss ohne Verzögerung erfolgen“, teilt Selenskyj nach einem Treffen mit hochrangigen Regierungs- und Militärvertretern auf der Online-Plattform X mit.
17.01.2026 – 11:27 Uhr Vivian Melchert

Ukraine: Wieder russische Angriffe auf Gasanlagen

Russland hat bei einem nächtlichen Luftangriff in der Ukraine erneut Anlagen zur Gasproduktion getroffen. Dies teilt der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz am Samstag mit. Demnach war es der sechste derartige Angriff innerhalb einer Woche. „Es handelt sich um gezielte Angriffe auf die zivile Infrastruktur, um die Ukrainer während der kalten Jahreszeit von Heizung und Gas abzuschneiden“, erklärt das Unternehmen über den Kurznachrichtendienst Telegram. 
17.01.2026 – 11:20 Uhr Vivian Melchert

Klitschko: Wieder Heizung für mehr Wohnblocks in Kiew

Nach tagelangem Heizungsausfall kommt die Wiederherstellung der Fernwärme in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko voran. Etwa 50 Wohnblocks seien noch ohne Heizung, schrieb er auf Telegram. Nach einem massiven russischen Luftangriff am 9. Januar war zunächst für 6.000 Häuser die Fernwärme ausgefallen, also die Hälfte des Wohnungsbestandes. „Die kommunalen Mitarbeiter arbeiten rund um die Uhr“, schrieb Klitschko. In Kiew herrscht strenger Winter mit bis zu 16 Grad Frost nachts. Viele Häuser sind ausgekühlt. 

Weiterhin schwierig ist die Stromversorgung der Dreimillionenstadt. In vielen Wohnungen gibt es wegen Notfallabschaltungen nur für wenige Stunden Strom. Durch einen weiteren Luftangriff auf das Kiewer Umland in der Nacht zum Samstag sei im Vorort Butscha für 56.000 Haushalte der Strom ausgefallen, teilte der Versorger DTEK mit. In den Vororten Browary und Boryspil gebe es Notabschaltungen. Das Winterwetter erschwere die Reparaturarbeiten.

Ebenso wurden in der Nacht Energieanlagen im südlichen Gebiet Odessa beschossen, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Aus Sicht der Ukraine versucht die russische Armee mit systematischen Angriffen auf die Infrastruktur mitten im Winter die großen Städte unbewohnbar zu machen.



17.01.2026 – 09:36 Uhr Vivian Melchert

Russland meldet Einnahme von zwei Ortschaften

Russische Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die Ortschaften Prywillja in der ukrainischen Region Donezk und Pryluki in der Region Saporischschja eingenommen.
16.01.2026 – 21:29 Uhr Sarah Sendner

IAEA: Russland und Ukraine einigen sich auf Feuerpause an AKW Saporischschja

Russland und die Ukraine verständigen sich nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) auf eine lokale Feuerpause am Atomkraftwerk Saporischschja. Dies soll Reparaturen an der letzten Reserve-Stromleitung ermöglichen, wie die UN-Behörde mitteilt. Die Behörde arbeite eng mit beiden Seiten zusammen, um die nukleare Sicherheit zu gewährleisten und einen Unfall zu verhindern, erklärt Generaldirektor Rafael Grossi.
16.01.2026 – 19:33 Uhr Anna Lena Stahl

Selenskyj warnt vor neuen massiven russischen Luftangriffen

Vor dem Hintergrund einer Kältewelle und massiven Problemen bei der Energieversorgung hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor neuen massiven russischen Luftangriffen gewarnt. „Bitte beachtet die Luftalarme“, sagte der Staatschef in seiner abendlichen Videobotschaft. 

Zugleich kritisierte er die westlichen Verbündeten. „Wir reden ehrlich mit den Partnern über die notwendigen Raketen für die Flugabwehr und Flugabwehrsysteme. Die Lieferungen reichen nicht aus“, betonte Selenskyj. Kiew dränge die Partnerstaaten zu einer Beschleunigung des Lieferprozesses.

In der Ukraine herrscht seit Tagen starker Frost und in den Nächten sinken die Temperaturen teils auf minus 20 Grad. Zugleich hat das russische Militär durch systematische Raketen- und Drohnenangriffe auf Energieanlagen Ausfälle bei der Versorgung mit Strom und Fernwärme in weiten Landesteilen verursacht. Besonders schwer ist die Lage in der Hauptstadt Kiew, in der es seit Tagen zu Notabschaltungen des Stroms kommt.
16.01.2026 – 18:52 Uhr Anna Lena Stahl

Ukraine kündigt Gespräche mit USA für Samstag an

Die Ukraine hat für diesen Samstag Gespräche in den USA über die „zukünftige Sicherheitsarchitektur“ und die „langfristige ökonomische Entwicklung“ des osteuropäischen Landes angekündigt. Dabei solle an Abkommen über Sicherheitsgarantien und zum „wirtschaftlichen Aufblühen der Ukraine“ mit einem Gesamtvolumen von umgerechnet bis zu 690 Milliarden Euro gearbeitet werden, schrieb die ukrainische Botschafterin in Washington, Olha Stefanischyna, auf Facebook. 

Als Verhandlungsort nannte sie Miami im Staat Florida. Bei einem günstigen Verlauf könne es bereits kommende Woche beim Weltwirtschaftsforum in Davos (Schweiz) zu einer Unterzeichnung kommen. 
16.01.2026 – 16:28 Uhr Anna Lena Stahl

Ukraine: Timoschenko soll Hunderttausende Euro Kaution hinterlegen

Die mit Bestechungsvorwürfen konfrontierte ehemalige ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko ist von einem Gericht zu einer Kautionszahlung von umgerechnet über 660.000 Euro verpflichtet worden. Zudem darf die Parlamentsabgeordnete das Umland der Hauptstadt Kiew nicht verlassen und musste ihren Reisepass abgeben, wie örtliche Medien aus dem Gerichtssaal berichteten. Weiter ist sie verpflichtet, Vorladungen des Gerichts und von Ermittlern zu folgen.

Nach Ansicht des Nationalen Antikorruptionsbüros (NABU) soll Timoschenko mittels Bestechung versucht haben, das Abstimmungsverhalten von Abgeordneten in der Obersten Rada zu beeinflussen. Die Fraktionsvorsitzende der Vaterlandspartei weist die Anschuldigungen gegen sich allerdings als politisch motiviert zurück. 
16.01.2026 – 15:56 Uhr Anna Lena Stahl

Umfrage: Mehrheit der Ukrainer gegen Gebietsverzicht für Sicherheitsgarantien

Eine Mehrheit der Ukrainer ist gegen einen Rückzug der eigenen Truppen aus dem noch kontrollierten Teil der östlichen Region Donezk im Gegenzug für Sicherheitsgarantien der USA und Europas. Rund 54 Prozent der Ukrainer lehnen dies kategorisch ab, wie am Freitag aus einer Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS) hervorgeht. Etwa 39 Prozent würden dies widerstrebend akzeptieren.

„Zudem erwarten diejenigen, die zu einer Zustimmung bereit sind, recht umfassende Sicherheitsgarantien“, sagte der geschäftsführende Direktor des KIIS, Anton Hruschezkyj. „Sollte das Niveau der Garantien also niedriger ausfallen als erwartet, wird die Zustimmung zu einem solchen Vorschlag noch geringer sein.“
16.01.2026 – 15:45 Uhr Anna Lena Stahl

Bürgermeister: Kiew verfügt nach Angriffen nur über Hälfte des benötigten Stroms

Die ukrainische Hauptstadt Kiew verfügt nach russischen Angriffen auf die Infrastruktur nur über etwa die Hälfte des benötigten Stroms. „Es ist das erste Mal in der Geschichte unserer Stadt, dass bei so strengem Frost im größten Teil der Stadt die Heizung ausgefallen ist und es einen massiven Strommangel gibt“, sagt Bürgermeister Vitali Klitschko der Nachrichtenagentur Reuters.

Reparaturteams würden rund um die Uhr arbeiten, um die Heizungsversorgung wiederherzustellen. Etwa 100 Gebäude seien immer noch unbeheizt. Es sei die schwerste Energiekrise während des Krieges für die Stadt mit 3,6 Millionen Einwohnern.
16.01.2026 – 15:44 Uhr Anna Lena Stahl

Selenskyj: Verhandlungsteam unterwegs in die USA

Ukrainische Unterhändler sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj unterwegs in die USA. Das ukrainische Team arbeite „trotz allem“ aktiv mit Vertretern von US-Präsident Donald Trump, teilte Selenskyj mit. In diesen Tagen seien Treffen geplant. Der US-Präsident hatte in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters zuletzt die Einschätzung geäußert, dass er Selenskyj für ein größeres Hindernis auf dem Weg zu Frieden hält als Kremlchef Wladimir Putin.

Zur ukrainischen Delegation gehören der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats Rustem Umjerow, Selenskyjs neuer Kanzleichef Kyrylo Budanow und der Abgeordnete David Arachmija. Kiew erhoffe sich mehr Klarheit sowohl in Bezug auf die Dokumente, die mit der US-Seite vorbereitet worden seien, als auch in Bezug auf eine Rückmeldung Russlands auf die diplomatische Arbeit, sagte Selenskyj.
16.01.2026 – 13:59 Uhr Anna Lena Stahl

Tschechien liefert Ukraine Flugzeuge für Drohnenabwehr

Die Ukraine erhält von Tschechien in Kürze Kampfflugzeuge zur Drohnenabwehr. Dies kündigt der tschechische Präsident Petr Pavel bei einem Besuch in Kiew an. Zudem Tschechien die Lieferung von Frühwarnsystemen in Aussicht.
16.01.2026 – 13:23 Uhr Anna Lena Stahl

Ukrainischer Energieminister: Beispiellose Angriffe auf Stromnetz

Russland hat nach Angaben des neuen ukrainischen Energieministers Denys Schmyhal seit Beginn seines Angriffskrieges jedes einzelne Kraftwerk des Landes angegriffen. Allein im vergangenen Jahr habe es 612 russische Attacken auf die Energieinfrastruktur der Ukraine gegeben, sagte Schmyhal am Freitag in einer Rede in der Obersten Rada, dem Parlament in Kiew. „Niemand auf der Welt stand jemals einer solchen Herausforderung gegenüber.“

Wie auch in den vorangegangenen Kriegswintern waren die russischen Angriffe auf das Energienetz zuletzt wieder intensiver geworden. Bei eisigen Temperaturen von bis zu minus 18 Grad hatten Hunderttausende tagelang keine Heizung oder Strom.

Die Stromknappheit in der Ukraine sei so gravierend, dass er Unternehmen dazu aufgefordert habe, ihre Außenbeleuchtungen auszuschalten, um Strom zu sparen, sagte Schmyhal. „Wenn Sie überschüssige Energie haben, geben Sie sie lieber an die Menschen weiter. Das ist heute das Wichtigste. Die Menschen werden Ihnen dankbar sein.“
16.01.2026 – 13:04 Uhr Anna Lena Stahl

Kreml gibt sich offen für Gespräche mit Europäern

Der Kreml sieht in europäischen Aussagen zu einem Dialog mit Russland eine positive Entwicklung. Moskau habe entsprechende Äußerungen insbesondere aus Paris, Rom und sogar Berlin festgestellt, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Das entspreche mit der Moskauer Sichtweise.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bei einem Neujahrsempfang in Halle Hoffnung auf einen Ausgleich mit Russland in der längeren Perspektive ausgedrückt. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sprach sich vor rund einer Woche mit Blick auf die internationalen Bemühungen für ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine dafür aus, dass Europa wieder mit Russland spricht. „Denn wenn Europa beschließt, an dieser Verhandlungsphase teilzunehmen, dabei aber nur mit einer der Konfliktparteien spricht, fürchte ich, dass der positive Beitrag, den es leisten könnte, am Ende begrenzt sein wird“, sagte sie.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte bereits im Dezember gesagt, dass es nützlich sein könnte für Europa und die Ukraine, wieder mit Kremlchef Wladimir Putin zu sprechen, um direkt an der Diskussion beteiligt zu sein. „Ansonsten diskutieren wir untereinander mit Verhandlungsführern, die allein mit den Russen diskutieren werden. Das ist nicht optimal.“
16.01.2026 – 12:59 Uhr Anna Lena Stahl

Ministerium: Ukrainische Wirtschaft 2025 um 2,2 Prozent gewachsen

Die Wirtschaft der Ukraine ist 2025 um 2,2 Prozent gewachsen - und dies trotz der russischen Angriffe auf die Infrastruktur und anhaltender Sicherheitsrisiken. Das teilt das ukrainische Wirtschaftsministerium mit. Zum Wachstum beigetragen haben demnach insbesondere die Rüstungs-, Pharma- und Metallindustrie.
16.01.2026 – 12:56 Uhr Anna Lena Stahl

Hilfsorganisationen: Kindern in Ukraine droht Unterkühlung

Internationale Hilfsorganisationen warnen angesichts eisiger Temperaturen in der Ukraine vor der Gefahr einer Unterkühlung für Kinder. Die Notvorräte an Stromgeneratoren gingen nach russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur zur Neige, teilt das UN-Kinderhilfswerk Unicef mit. Die Temperaturen sinken nachts auf bis zu minus 18 Grad. „Kinder und Familien befinden sich in einem ständigen Überlebensmodus“, sagt der Unicef-Landesbeauftragte für die Ukraine, Munir Mammadzade.
16.01.2026 – 12:45 Uhr Anna Lena Stahl

London sagt Ukraine Millionenhilfe für Energiesektor zu

Die britische Regierung hat ein millionenschweres Notfallpaket zur Unterstützung der stark beschädigten Energieinfrastruktur der Ukraine angekündigt. Die Finanzierung in Höhe von 20 Millionen Pfund (umgerechnet mehr als 23 Millionen Euro) soll der Reparatur und dem Schutz der Energieversorgung zugutekommen, wie die Downing Street mitteilte.

Die Ukraine erlebt derzeit den schwersten Winter seit Beginn des russischen Angriffskrieges. Hunderttausende Menschen haben wegen der massiven russischen Angriffe keinen Strom und bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad auch keine Heizung. 

Die Millionenhilfe soll den Briten zufolge dazu beitragen, den „dringenden Bedarf an Wärme und Strom“ etwa für Haushalte, Krankenhäuser und Schulen zu decken. Demnach hat Großbritannien mit diesem jüngsten Paket seit Beginn des Krieges insgesamt mehr als 470 Millionen Pfund zur Unterstützung des ukrainischen Energiesektors bereitgestellt.
16.01.2026 – 12:35 Uhr Anna Lena Stahl

Russland: Rund 423.000 Menschen haben 2025 Vertrag mit Armee abgeschlossen

Im vergangenen Jahr haben russischen Angaben zufolge 422.704 Menschen einen Vertrag zum Dienst in den russischen Streitkräften unterzeichnet. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Vizechef des russischen Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew.
16.01.2026 – 12:27 Uhr Anna Lena Stahl

Selenskyj: Delegation wird mit USA über Sicherheitsgarantien sprechen

Eine ukrainische Delegation reist nach Aussagen von Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Gesprächen über Sicherheitsgarantien und einen Wohlstandspaket in die USA. Er hoffe, die entsprechenden Dokumente könnten kommende Woche am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos unterzeichnet werden, sagt er auf einer Pressekonferenz in Kiew. Sein Team erhoffe sich zudem von den USA Klarheit über die russische Haltung zu den von Washington unterstützten diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges.
16.01.2026 – 08:55 Uhr Lukas Bay

Litauen: Russland steckte hinter Brandanschlag auf Fabrik

Litauen macht den russischen Militärgeheimdienst GRU für einen versuchten Brandanschlag auf eine litauische Fabrik im Jahr 2024 verantwortlich, die Funkscanner an die ukrainische Armee liefert. Die Tat sei von in Russland lebenden Personen mit Verbindungen zum GRU koordiniert worden, sagte der stellvertretende Polizeichef Saulius Briginas. Sechs Personen aus Spanien, Kolumbien, Kuba, Russland und Belarus seien angeklagt worden. Die Gruppe habe zudem ähnliche Anschläge in Polen, Rumänien und der Tschechischen Republik versucht.

16.01.2026 – 08:16 Uhr Lukas Bay

Ukrainischer Ex-Außenminister: Keine Chance auf Feuerpause im Winter

Der frühere ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sieht kurzfristig keine Aussicht auf eine Feuerpause im Krieg mit Russland. Es gebe „keine Chance auf einen Waffenstillstand vor dem Ende dieses Winters“, sagt er dem Sender Welt TV. Die Chancen auf eine Feuerpause bis zum Jahresende seien zudem sehr gering. Der Krieg werde erst enden, wenn der russische Präsident Wladimir Putin eine unabhängige und souveräne Ukraine akzeptiere.
16.01.2026 – 04:19 Uhr Sarah Sendner

Kiew friert: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn

Kurz vor Beginn des fünften Kriegsjahres durchlebt die Ukraine den schwersten Winter seit dem russischen Einmarsch. Wegen der massiven russischen Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Energieanlagen haben Hunderttausende weder Strom noch Heizung – und das bei Schneefall, Frost und nächtlichen Temperaturen von bis zu minus 20 Grad. Betroffen sind die Großstädte Charkiw, Dnipro, Krywyj Rih und Odessa. Aktuell ist die Lage jedoch in der Hauptstadt Kiew am schlimmsten. Die Dreimillionenstadt dürfte bei weiteren russischen Attacken auf eine humanitäre Katastrophe zusteuern.

Im Zentrum von Kiew gehen dick eingemummte Menschen tagsüber bei minus 12 Grad vorsichtig über die nach Schneefällen ungeräumten und teils vereisten Bürgersteige. Vor Geschäften knattern Notstromaggregate. Dunkel und ohne die gewohnte Schlange zur Mittagszeit ist zum Beispiel einer der Kaffeekioske beim Gebäude des Grenzschutzes. „Kaffee können wir nicht zubereiten. Nur Backwaren können wir verkaufen“, sagt die junge Verkäuferin bedauernd. 


reuters
16.01.2026 – 03:29 Uhr Sarah Sendner

Russischer Botschafter wirft Nato Militarisierung der Arktis vor

Der russische Botschafter in Dänemark wirft der Nato angesichts der US-Ansprüche auf Grönland vor, in der Arktis militärisch aufrüsten zu wollen. Nato-Staaten, einschließlich Dänemark, nutzten das Schreckgespenst einer russischen oder chinesischen Bedrohung in großem Stil, um die Arktis zu militarisieren, sagte Wladimir Barbin der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Das Nato-Mitglied Dänemark verfolge „durch das Hineinziehen der Nato“ in die Arktis einen konfrontativen Ansatz, der zu steigenden militärischen Spannungen in der Region führe. 

Russland habe keine aggressiven Pläne gegenüber seinen arktischen Nachbarn, sagte Barbin. Es beabsichtige auch nicht, Ansprüche auf deren Territorium zu erheben. Zuvor hatte Moskau angesichts der US-Ansprüche auf Grönland vor einem Übergehen russischer Interessen in der Arktis gewarnt. 

16.01.2026 – 00:45 Uhr Sarah Sendner

Großbritannien sagt Ukraine weitere 23 Mio Euro für Energieinfrastruktur zu

Großbritannien kündigt eine neue Nothilfe in Höhe von 20 Millionen Pfund (etwa 23 Millionen Euro) für die Ukraine an. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte nach anhaltenden Angriffen auf die Energieinfrastruktur des Landes den Notstand ausgerufen. Die zusätzlichen Mittel sollen laut Großbritannien unter anderem in die Reparatur, den Wiederaufbau und den Schutz des ukrainischen Stromnetzes fließen. Zudem soll damit die Stromversorgung in Häusern, Krankenhäusern und Schulen während des strengen Winters aufrechterhalten werden. Mit dem neuen Hilfspaket erhöht sich die britische Unterstützung für den ukrainischen Energiesektor seit dem Einmarsch Russlands auf über 470 Millionen Pfund (etwa 541 Millionen Euro).

HB
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