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WirtschaftGroßbritannien verzeichnet kaum Wachstum im dritten Quartal

Die britische Wirtschaft wächst nur schwach. Besonders gedämpft wurde das Ergebnis von einem großangelegten Hackerangriff. Experten sehen einen Schaden in Milliardenhöhe. 13.11.2025 - 08:52 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Die britische Flagge vor einem verregneten Fenster: Im dritten Quartal wuchs die Wirtschaft Großbritanniens nur minimal. Foto: dpa

London. Die britische Wirtschaft ist im dritten Quartal auch wegen eines Hackerangriffs auf den Autobauer Jaguar Land Rover kaum gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte von Juli bis September um 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zu, wie das Statistikamt ONS am Donnerstag in London mitteilte.

Damit schaltete die Wirtschaft einen Gang zurück: Im Frühjahr hatte es noch zu einem Plus von 0,3 Prozent gereicht. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent für die Sommermonate gerechnet.

Ein Grund für das schwache Abschneiden ist der Einbruch der Kraftfahrzeugproduktion im September. Diese nahm um 28,6 Prozent ab, der stärkste Rückgang seit April 2020, als der Beginn der Corona-Pandemie einsetzte.

Die Statistiker verwiesen auf einen Bericht des Branchenverbands SMMT, wonach „ein Cybervorfall die Produktion bei einem großen Hersteller unterbrochen“ habe. Der zu Tata Motors aus Indien gehörende Luxusautohersteller Jaguar Land Rover (JLR), der in Großbritannien 1000 Fahrzeuge in drei Werken vom Band laufen lässt, hatte die Fertigung nach dem Angriff im August für fast sechs Wochen eingestellt.

Anfang Oktober begann JLR, die Produktion wieder hochzufahren. Der Hackerangriff habe der britischen Wirtschaft einen Schaden von schätzungsweise 1,9 Milliarden Pfund zugefügt, geht aus einem Bericht einer unabhängigen Cybersicherheits-Organisation hervor.

Die Konjunkturdaten dürften die Beratungen von Finanzministerin Rachel Reeves über den Haushalt am 26. November kaum beeinflussen. Die Wirtschaft wächst trotz der Absicht der Regierung, sie „anzukurbeln“, nur schwach.

Dennoch ist Großbritannien nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf Kurs, im zu Ende gehenden Jahr das zweitstärkste Wachstum unter den G7-Staaten nach den USA zu verzeichnen.

rtr
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