Airbus: Mit dieser Raumschiff-Technik könnten Deutsche zum Mond fliegen
Die Raumfahrtagentur Esa und Airbus bauen das wichtige Versorgungsmodul für das Raumschiff Orion der Nasa, das Astronauten zum Mond bringen soll.
Foto: Imago (2), esa [M]Bremen. Alexander Gerst steht mit Sicherheitsmütze, Kittel und Überschuhen vor dem „European Service Module“ (ESM). Das riesige Versorgungsmodul für Astronauten wie ihn ist das Herzstück des Raumschiffs Orion. Gebaut wird es in einem Reinraum von Airbus in Bremen, die Luft muss so sauber wie möglich sein. Deswegen trägt Gerst die Sicherheitskleidung.
Das ESM könnte schon 2025 im Rahmen des internationalen Raumfahrtprojekts Artemis die ersten Menschen seit 50 Jahren auf den Mond bringen. Und wenige Jahre später vielleicht Gerst oder einen anderen Deutschen. „Ich würde absolut gerne zum Mond fliegen“, sagt der Astronaut. „Aber es gibt viele von uns, und das ist auch nicht so wichtig.“
Es wäre dennoch eine historische Stunde für Deutschland. Möglich werden könnte sie durch die europäische Beteiligung an Artemis, das wohl bislang ambitionierteste Vorhaben der Raumfahrtgeschichte: die US-Weltraumbehörde Nasa will im Jahrestakt zum Mond fliegen, um dort eine dauerhafte Basis und eine Station im Orbit aufzubauen, auch als Weltraumbahnhof.