Luftfahrt: Delta rechnet mit Gewinnsprung und kauft bei Boeing groß ein
Der neue Auftrag diene der Diversifizierung der Lieferanten, um die Abhängigkeit von einem Hersteller zu verringern, erklärte Vorstandschef Ed Bastian. Die Flugzeuge sollen ab 2031 ausgeliefert werden und vor allem auf Routen über den Atlantik und nach Südamerika zum Einsatz kommen.
Bastian prognostizierte für 2026 einen Gewinnanstieg um rund 20 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll 6,50 bis 7,50 Dollar erreichen. Bastian bezeichnete den Ausblick als „optimistisch“ und verwies auf geopolitische Unsicherheiten.
Das bereinigte Ergebnis im vierten Quartal 2025 übertraf mit 1,55 Dollar je Aktie knapp die Erwartungen. Es wurde jedoch durch den längsten „Government Shutdown“ in der US-Geschichte belastet, der den Quartalsgewinn um rund 200 Millionen Dollar schmälerte.
Die Geschäftsentwicklung von Delta spiegelt eine zunehmende Zweiteilung bei den Flugreisenden wider. Während einkommensstärkere Kunden weiter reisen und mehr für Komfort ausgeben, halten sich preissensible Passagiere zurück. So stiegen die Einnahmen aus Premium-Angeboten im vierten Quartal um neun Prozent, während sie in der normalen Touristenklasse um sieben Prozent sanken. „Der Kunde am unteren Ende der Skala hat zu kämpfen“, sagte Bastian. Nahezu das gesamte geplante Wachstum der Sitzplatzkapazität finde daher in den Premium-Segmenten statt.