Cluster: Berlin hat den Ruf als Start-up-Cluster – Substanz gibt es aber woanders
München. Der Weg zu Deutschlands Start-up-Zukunft führt nicht in eine Berliner Garage, sondern in ein hochmodernes Gebäude, das sich Siemens mit der Technischen Universität München (TUM) teilt. Forschung passiert nicht im Elfenbeinturm. Sondern im Erdgeschoss.
Hier summt ein Roboter leise vor sich hin. Ein Prototyp, der aber schon bald mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) Beton auf der Baustelle entfernen soll. Zumindest, wenn es nach dem Team hinter Aiina Robotics geht.
Aiina Robotics ist kurz davor, ein offizielles Start-up zu werden. Sobald das Bundesförderprogramm „Exist-Forschungstransfer“ startet, wird die GmbH eingetragen. Dann hat München schon wieder ein Start-up mehr auf den Weg gebracht. München, nicht Berlin.
Viele Jahre galt Berlin als der Start-up-Hotspot Deutschlands. Die erste deutsche Start-up-Welle wurde – maßgeblich auch von drei gewissen Samwer-Brüdern und ihrem Gründer-Durchlauferhitzer Rocket Internet – aus der Hauptstadt angeschoben. Und noch heute ist Berlin bei der Anzahl der Deals an der Spitze. Doch wenn es um deren Wert geht, ist Bayern Berlin voraus.