Tech-Festival SXSW: Diese fünf Trends dürften 2025 prägen
Austin. Am Anfang stand ausgerechnet Wladimir Lenin. Als die Zukunftsforscherin Amy Webb den Gründer der Sowjetunion zitierte, ging ein Raunen durch den Saal. Es gebe „Wochen, in denen Jahrzehnte passieren“, soll Lenin gesagt haben. Und genau in einem solchen Umfeld lebe man nun wieder, sagte Webb.
Ähnlich düster fuhr sie fort. „Die Welt verändert sich immer schneller“, so Webb, und das Gefühl der Zeit sei nicht mehr die Angst, etwas zu verpassen („Fear of missing out“), sondern die Angst, alles zu verpassen („Fear of missing everything“). Aufgrund der Geschwindigkeit der technologischen Entwicklung sei sie „weit weniger optimistisch als früher“, ergänzte sie später bei einer Pressekonferenz. Denn die Welt habe derzeit niemanden, der einen kongruenten Plan habe, der diese Entwicklungen sinnvoll zusammenfüge.
Webb gehört zu den renommiertesten Orakeln der Tech-Industrie. Traditionell präsentiert sie jedes Jahr ihren neuen „Tech Trends Report“ auf dem Festival South by South West (SXSW) im texanischen Austin. In ihrem neuen Report prognostiziert Webb etwa neue, künstlich generierte „Metamaterialien“ oder neue Durchbrüche in Sachen Künstlicher Intelligenz (KI).
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Das ehemalige Filmfestival SXSW ist heute eine der globalen Leitmessen der Tech-Industrie. Es bietet bis zum kommenden Samstag einen guten Ort, um einen Überblick über wichtige Zukunftstrends zu gewinnen. Es bringt Vordenker aus der Politik, Wissenschaft, Film oder Musik zusammen. In diesem Jahr kommen etwa die frühere First Lady Michelle Obama oder IBM-Chef Arvind Krishna.
Webb und anderen Experten auf der SXSW zufolge könnten insbesondere diese fünf Entwicklungen die kommenden Jahre prägen.