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Broadcom-AktieKurs steigt rasant – OpenAI kauft KI-Chips

ChatGPT-Entwickler OpenAI vergibt erneut einen Milliardenauftrag für Halbleiter – diesmal an Broadcom. Es sollen zehn Gigawatt an Rechenleistung entstehen.Joachim Hofer 14.10.2025 - 08:41 Uhr Artikel anhören
Broadcom: Einer der Gewinner des KI-Booms, neben Nvidia und AMD. Foto: REUTERS

München. OpenAI setzt seine milliardenschwere Einkaufstour fort. Der Entwickler von ChatGPT gab am Montag einen Großauftrag an den Chiphersteller Broadcom bekannt. Mit den Halbleitern möchte das Start-up zehn Gigawatt an Rechenleistung bereitstellen.

In den vergangenen Wochen hatte OpenAI bereits große Bestellungen bei den Chipkonzernen Nvidia und AMD aufgegeben. Die beiden Konkurrenten von Broadcom rücken dabei noch näher an OpenAI heran. So beteiligt sich Weltmarktführer Nvidia mit 100 Milliarden Dollar an OpenAI. OpenAI wiederum hat angekündigt, mit bis zu zehn Prozent bei AMD einzusteigen.

Der Deal mit Broadcom sieht keine derartige Verflechtung vor. Die Investoren reagierten dennoch enthusiastisch: Im frühen Handel in New York stieg der Aktienkurs von Broadcom um etwa zehn Prozent auf 355 Dollar. Seit Jahresbeginn haben die Papiere etwa 95 Prozent an Wert gewonnen. Mit einer Marktkapitalisierung von gut 1,6 Billionen Dollar gehört Broadcom jetzt zu den zehn wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt.

Broadcom beliefert OpenAI mit maßgeschneiderten Chips, sogenannten ASICs. Die Abkürzung steht für Application-specific integrated circuits, also für anwendungsspezifische integrierte Schaltkreise. Die Bauelemente wird Broadcom gemeinsam mit OpenAI entwickeln. Sie sollen vom zweiten Halbjahr 2026 an ausgeliefert werden.

ASICs werden nur für eine bestimmte Funktion entwickelt. Daher sind sie extrem schnell und energieeffizient im Vergleich zu universellen Chips wie die Grafikprozessoren, die Nvidia und AMD verkaufen.

Broadcom-Chef Hock Tan hatte über den Auftrag bereits im September gesprochen, ohne jedoch den Namen des Kunden zu nennen. Damals war von einem Volumen von zehn Milliarden Dollar die Rede. Daraufhin ist der Kurs schon damals stark gestiegen.

Broadcom-Chef Tan sagte: „OpenAI steht seit der Einführung von ChatGPT an der Spitze der KI-Revolution. Wir freuen uns sehr, gemeinsam zehn Gigawatt an Beschleunigern und Netzwerksystemen der nächsten Generation zu entwickeln und einzusetzen, um den Weg für die Zukunft der KI zu ebnen.“

Sam Altman, Chef und Co-Gründer von OpenAI, sagte: „Die Partnerschaft mit Broadcom ist ein entscheidender Schritt beim Aufbau der Infrastruktur, die erforderlich ist, um das Potenzial der KI auszuschöpfen und echte Vorteile für Menschen und Unternehmen zu erzielen.“

Broadcom wächst stürmisch

Analysten und Investoren sehen Broadcom zunehmend als weiteren Gewinner des Booms um Künstliche Intelligenz (KI), neben Nvidia und AMD. Im dritten Quartal des Geschäftsjahrs, es endete am 3. August, ist der Umsatz um mehr als ein Fünftel auf knapp 16 Milliarden Dollar gewachsen. Broadcom erzielte einen Gewinn von mehr als vier Milliarden Dollar. Im selben Zeitraum des Vorjahrs hatte Broadcom Verluste verbucht.

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Auf die Frage des Handelsblatts, wie sein Start-up die milliardenschweren Vereinbarungen finanzieren wolle, sagte Altman vergangene Woche, zum einen Kapital einwerben zu können. Zum anderen gelte: „Wir würden diese Deals nicht machen, wenn wir nicht die feste Überzeugung hätten, dass die Umsatzchancen in dieser Größenordnung vorhanden sind.“

Erstpublikation: 13.10.2025, 16:51 Uhr.

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