ChatGPT: OpenAI erweitert KI-Funktionen und senkt Preise deutlich
Der Chef des Start-ups OpenAI hat die Entwicklung von Produkten wie ChatGPT forciert.
Foto: BloombergSan Francisco. Das Wettrennen um die Vorherrschaft bei Künstlicher Intelligenz (KI) wird intensiver. Nur Stunden nachdem der Facebook-Konzern Meta ein neues KI-Modell angekündigt hatte, zog das Start-up OpenAI aus San Francisco nach. Bestehende Modelle des Unternehmens würden verbessert, kompliziertere Anfragen an die Systeme erstmals ermöglicht und die Preise um bis zu 75 Prozent gesenkt, teilte OpenAI am Dienstag mit.
OpenAI hatte mit der Vorstellung des Textroboters ChatGPT einen Hype um KI-Anwendungen ausgelöst. Die „generative KI“ genannten Systeme sind in der Lage, Texte, Bilder und Musik zu produzieren. Die Technologie könnte weltweit zu jährlichen Effizienzgewinnen von 2,6 bis 4,4 Billionen Dollar führen, prognostizierte das McKinsey Global Institute in einer am Mittwoch vorgestellten Studie. „Wir sehen gewaltige Vorteile durch KI“, sagte Studienleiter Michael Chui dem Handelsblatt.
OpenAI gilt derzeit als führendes Unternehmen in dem Bereich. Etliche Konzerne weltweit experimentieren mit dem bestmöglichen Einsatz der Systeme aus San Francisco. Die am Dienstag freigeschalteten Erweiterungen machen neue Anwendungen möglich. Bislang konnte das System zwar Daten und Texte auswerten, es gab jedoch ein enges Limit für die maximale Textlänge. Diese wurde nun massiv erweitert. Das neue System von OpenAI kann eine Eingabe von bis zu 20 Textseiten (16.000 Tokens) verarbeiten. Das ist etwa viermal so viel wie zuvor.