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Chiphersteller Infineon erhöht die Prognose und will mehr investieren

Das Geschäft des Münchner Dax-Konzerns läuft prächtig. Vorstandschef Ploss will seine neue Fabrik daher schneller hochfahren als bisher geplant.
04.02.2021 - 08:26 Uhr Kommentieren
Infineon kann gar nicht so viel liefern, wie die Kunden gern hätten. Quelle: Michael Dalder
Chipfertigung

Infineon kann gar nicht so viel liefern, wie die Kunden gern hätten.

(Foto: Michael Dalder)

München Das boomende Geschäft mit Autochips treibt Infineon an: Deutschlands größter Halbleiterhersteller ist ausgezeichnet ins neue Geschäftsjahr gestartet. „Neben der wirtschaftlichen Erholung in einigen Regionen kommt uns der Digitalisierungsschub in allen Lebensbereichen zugute. Halbleiter werden mehr denn je gebraucht“, sagte Vorstandschef Reinhard Ploss am Donnerstag.

So ist der Umsatz im jüngsten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um sechs Prozent geklettert. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Erlöse sogar um mehr als ein Drittel auf gut 2,6 Milliarden Euro in die Höhe geschossen. Der deutliche Anstieg resultiert auch aus der neun Milliarden Euro schweren Übernahme des amerikanischen Wettbewerber Cypress im vergangenen Frühjahr.

Der Gewinn hat sich gegenüber dem Vorquartal mehr als verdoppelt, im Vergleich zum Vorjahresquartal ist er um ein Fünftel auf 256 Millionen Euro gestiegen.

Besonders gefragt sind die Autochips des Münchner Dax-Konzerns. Der Umsatz dieser Sparte ist im Vergleich zum Vorquartal um zehn Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro in die Höhe geschossen. Die operative Marge des Segments kletterte gegenüber dem Vorquartal um mehr als zehn Prozentpunkte auf 16,1 Prozent. Die Autosparte steht für über 40 Prozent des Konzernumsatzes.

So begehrt sind Autochips, dass die Halbleiterhersteller gar nicht genug liefern können. In zahlreichen Autofabriken standen zuletzt die Bänder still, weil die elektronischen Bauelemente gefehlt haben.

Infineon investiert 100 Millionen mehr für Maschinen

Auch für den Rest des Geschäftsjahrs, das am 30. September endet, sieht es gut aus. „Angesichts dynamisch anziehender Auftragseingänge und in weiten Teilen gut gefüllter Fertigungen heben wir unsere Jahresprognose leicht an“, erklärte Ploss.

Der Konzernlenker rechnet jetzt mit einem Umsatz von 10,8 Milliarden Euro, das sind 300 Millionen mehr als bisher. Die operative Marge soll auf 17,5 Prozent klettern, das wäre ein Prozentpunkt mehr als der Ingenieur bisher in Aussicht gestellt hatte. Im vergangenen Geschäftsjahr waren es 13,7 Prozent.

Weil es so gut läuft, will Ploss mehr Geld für Maschinen ausgeben: „Wir erhöhen unsere Investitionen in Fertigungskapazität und ziehen den Starttermin für die neue Leistungshalbleiterfabrik in Villach in das letzte Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor“, kündigte Ploss an. Nun will der Infineon-Chef insgesamt 1,6 Milliarden investieren, das sind 100 Millionen Euro mehr als zuletzt angekündigt.

Infineon steht schon lange in der Gunst der Anleger ganz oben. Binnen Jahresfrist ist der Aktienkurs um rund 75 Prozent geklettert, seit Jahresbeginn beträgt das Plus etwa acht Prozent.

Hier geht es zum aktuellen Kurs der Infineon-Aktie.

Für das laufende Quartal ist Ploss weiter zuversichtlich. Der Manager verspricht einen Umsatz von bis zu 2,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von rund sieben Prozent, nicht zuletzt getragen durch die Autochips. Die Marge soll 16,5 Prozent erreichen.

Mehr: Altmaier will heimische Chipindustrie zu Investitionen in Milliardenhöhe bewegen

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