Chiphersteller: Intel verdient mehr als erwartet – Chefposten bleibt unbesetzt
München. Der angeschlagene Chiphersteller Intel hat im vierten Quartal rund eine halbe Milliarde Dollar mehr Umsatz erzielt, als die Analysten erwartet hatten. Mit Erlösen von 14,3 Milliarden Doller erreichte der Konzern aus dem Silicon Valley zudem das obere Ende der eigenen Prognose. Im nachbörslichen Handel in New York kletterte der Aktienkurs des US-Konzerns am Mittwochabend um knapp vier Prozent.
Allerdings ist nach wie vor unklar, wer den tief gefallenen, einstigen Branchenführer künftig führen wird. Anfang Dezember hatte der Verwaltungsrat den Chef, Pat Gelsinger, gefeuert. An der Spitze steht seither übergangsweise ein Duo: Die Intel-Managerin Michelle Johnston Holthaus sowie Finanzchef Dave Zinsner. „Die Suche schreitet voran, es gibt aber noch nichts zu verkünden“, sagte Zinsner am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Analysten.
Interims-Co-Chefin Johnston Holthaus versprach unterdessen, den Chippionier wieder aufzurichten: „Dave und ich ergreifen Maßnahmen, um unsere Wettbewerbsposition zu verbessern und Mehrwert für unsere Aktionäre zu schaffen.“ Es gehe vor allem darum, sich stärker zu fokussieren. „Wir können nicht alles für alle sein“, betonte die Managerin.