1. Startseite
  2. Technologie
  3. IT + Telekommunikation
  4. Einhorn: Commercetools-Mitgründer gibt Führungsposten ab

EinhornCommercetools-Mitgründer gibt Führungsposten ab

Andrew Burton übernimmt die Leitung der Münchener Softwarefirma. Dirk Hoerig zieht sich aber nicht komplett zurück, sondern übernimmt eine wichtige Aufgabe bei dem Shopify-Konkurrenten.Nadine Schimroszik 10.07.2024 - 14:31 Uhr
Dirk Hoerig: Der Gründer von Commercetools verlässt die Firmenspitze vor dem anvisierten Börsengang. Foto: Commercetools

Berlin. Die Münchener Softwarefirma Commercetools bekommt einen neuen Chef. Mitgründer Dirk Hoerig zieht sich nach 18 Jahren von der Firmenspitze zurück, wie Commercetools am Mittwoch bekannt gab. Der US-Amerikaner Andrew Burton übernimmt den Posten.

Burton bringt viel Erfahrung mit. Zuletzt hat er das operative Geschäft beim börsennotierten US-Softwarekonzern Rapid7 geleitet. „Ich werde Commercetools in die nächste Wachstumsphase führen“, kündigte Burton an. Um das zu erreichen, werde er eng mit dem Firmenmitgründer zusammenarbeiten.

Hoerig sagte dem Handelsblatt, man habe jemanden an Bord holen wollen, der es in der Vergangenheit bereits geschafft habe, Firmen mit mehr als einer halben Milliarde Umsatz zu führen.

Commercetools bietet ein Betriebssystem für den digitalen Handel an, wichtiger Konkurrent ist Shopify aus Kanada. Zu den Kunden von Commercetools zählen Volkswagen, AT&T, Danone, Sephora und Lululemon.

Inzwischen kommt das Unternehmen auf jährlich wiederkehrende Einnahmen von rund 150 Millionen Dollar. Laut Hoerig wird nun die Marke von 200 Millionen Dollar angepeilt.

Mitgründer Dirk Hoerig wird Innovationschef

Hoerig selbst verlässt Commercetools nicht, sondern bleibt im Vorstand und verantwortet dort künftig alle Innovationsthemen. „Ich ziehe mich definitiv nicht zurück“, sagte der Manager, der Commercetools 2006 zusammen mit seinem Freund und Sportpartner Denis Werner gegründet hat.

„Ich werde mich auf wichtige Kunden und Partner fokussieren sowie auf unsere Produkte“, so Hoerig. Er werde auch medial stärker auftreten. Es sei hilfreich, wenn er nicht mehr 18-mal im Jahr in die USA fliegen müsse, sondern nur noch achtmal.

Andrew Burton: Der neue Commercetools-Chef arbeitete zuvor beim Softwarekonzern Rapid7. Foto: Commercetools

Inzwischen erwirtschaftet Commercetools mehr als die Hälfte seiner Erlöse in den USA. Der neue Chef Burton plant deswegen nach eigenen Angaben keinen Umzug nach Deutschland, sondern wird die Geschäfte aus den USA führen.

Bei Investoren wie Insight Partners und Accel und beim Handelskonzern Rewe hat die Firma seit der Gründung mehr als 300 Millionen Dollar eingesammelt. Bei der letzten Finanzierungsrunde wurde sie mit etwa 1,9 Milliarden Dollar bewertet und gehört damit zu den deutschen Einhörnern, also zu den Start-ups mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Dollar.

Hoerig gibt seinen Posten vor dem anvisierten Börsengang ab. Er hatte immer wieder gesagt, dass ein Börsengang langfristig eine Option sei. Nun erklärte er, dass es dafür möglicherweise auch eine neue Führung benötige. Der neue Firmenchef Burton sagte diesbezüglich lediglich: „Wir sind gut positioniert und finanziert und halten uns, wie die meisten Unternehmen in diesem Stadium, alle Möglichkeiten offen.“

Verwandte Themen
USA
Börse

Bereits im vergangenen Sommer holte das Unternehmen mit Dan Murphy erstmals einen eigenen Finanzchef an Bord, um die Strukturen zu professionalisieren.

Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
remind.me
Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen
Anzeige
Homeday
Immobilienbewertung von Homeday - kostenlos, unverbindlich & schnell
Anzeige
IT Boltwise
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Presseportal
Direkt hier lesen!
Anzeige
STELLENMARKT
Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden
Anzeige
Expertentesten.de
Produktvergleich - schnell zum besten Produkt