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Elektronikkonzern Samsung rechnet dank solider Chip-Nachfrage mit Gewinnsprung

In der Coronakrise stieg die Nachfrage nach Speicherchips für Server und PCs: Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung profitierte davon.
07.07.2020 - 05:21 Uhr Kommentieren
Seit der Coronakrise arbeiten mehr Menschen weltweit von zuhause: En Plus für den Elektronikkonzern aus Südkorea. Quelle: Reuters
Das Logo von Samsung Electronics

Seit der Coronakrise arbeiten mehr Menschen weltweit von zuhause: En Plus für den Elektronikkonzern aus Südkorea.

(Foto: Reuters)

Seoul Dank der soliden Chip-Nachfrage in der Coronavirus-Krise erwartet der Elektronikriese Samsung für das zweite Quartal 2020 einen deutlich höheren operativen Gewinn. Der Gewinn aus den Kerngeschäften werde im Jahresvergleich um 22,7 Prozent auf 8,1 Billionen Won (etwa 6 Milliarden Euro) zulegen, teilte das südkoreanische Unternehmen am Dienstag in seinem Ergebnisausblick für die Monate April bis Juni mit. Die Zahlen lagen damit weit über den Markterwartungen. Samsung ist marktführend bei Speicherchips, Smartphones und Fernsehern.

Beim Umsatz rechnet Samsung mit einem Rückgang um 7,3 Prozent auf 52 Billionen Won. Wie üblich legt der Konzern genauere Geschäftszahlen erst zu einem späteren Zeitpunkt vor.

Das Unternehmen profitiert weiter vom zunehmenden Internetverkehr in der Covid-19-Pandemie. Das trieb seit Beginn der Krise die Nachfrage nach Speicherchips für Server und PCs an, da mehr Menschen von zuhause arbeiten. Auch die Preise für Speicherbausteine wurden in die Höhe getrieben. Dagegen hatte Samsung zuletzt die negativen Folgen der Pandemie vor allem im Geschäft mit Smartphones und Unterhaltungselektronik zu spüren bekommen.

Die Gewinnschätzungen enthielten den Firmenangaben zufolge einen Sondererlös im Geschäft mit Displays. Samsung nannte keine Details. Aber Analysten vermuteten laut der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap, dass es sich um Ausgleichszahlungen in Höhe von etwa 900 Milliarden Won handelte, die unter anderem von Kunden wie Apple geleistet wurden, weil sie weniger Displays als zugesagt abgenommen haben.

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    • dpa
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