Infineon, NXP, ST: Für europäische Chiphersteller ist China der Lichtblick
München. Tristesse in den Fabriken von Infineon: Weltweit steht immer häufiger teures Equipment still, weil Aufträge fehlen. Die ungenutzten Maschinen werden Europas größten Halbleiterhersteller dieses Geschäftsjahr rund eine Milliarde Euro Umsatz kosten, warnt Finanzvorstand Sven Schneider. Das sind 200 Millionen Euro mehr als im vergangenen Geschäftsjahr.
Kein anderes Land weltweit ist auch nur annähernd so bedeutend für das Wohlergehen des Chipproduzenten. In China erzielt Infineon mehr als doppelt so viel Umsatz wie in ganz Nord- und Südamerika.
Während die deutsche Autoindustrie in China zunehmend hinterherfährt, schalten die Münchener dort einen Gang hoch. Vorstandschef Jochen Hanebeck hält China inzwischen für den führenden Markt für Elektromobilität und erneuerbare Energien weltweit.
„Unser Marktanteil im Autogeschäft ist in China höher als in Europa“, betont Hanebeck. Mehr noch: Mit dem Chinageschäft könne Infineon den schwachen Absatz von Elektroautos in der westlichen Welt kompensieren. Infineon ist der führende Anbieter von Autochips weltweit.