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Hauptversammlung Fast zehn Millionen Downloads: Telekom-Chef feiert Corona-Warn-App als großen Erfolg

Auf der Hauptversammlung legt der Telekom-Chef erstmals konkrete Berechnungen zur Corona-App offen – und gibt einen Ausblick auf die Konzernstrategie.
19.06.2020 - 14:54 Uhr Kommentieren
Der CEO der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, hatte die Entwicklung der Corona-Warn-App zur Chefsache erklärt. Quelle: REUTERS
Telekom-Chef Höttges präsentiert Corona-Warn-App

Der CEO der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, hatte die Entwicklung der Corona-Warn-App zur Chefsache erklärt.

(Foto: REUTERS)

Düsseldorf Bei der virtuellen Hauptversammlung der Deutschen Telekom feierte Konzernchef Timotheus Höttges die Entwicklung der Corona-Warn-App als großen Erfolg. Nur drei Tage nach dem Start der Smartphone-Anwendung zur Nachverfolgung von Infektionen sei das Programm knapp zehn Millionen Mal heruntergeladen worden, sagte Höttges am Freitag.

Insgesamt hätten die Kosten für die Entwicklung der Anwendung durch Telekom und den Softwarekonzern SAP 20 Millionen Euro betragen. „Davon entfielen sieben Millionen Euro auf die Telekom“, sagte Höttges. Darin seien die Kosten für den Betrieb sowie der beiden Hotlines für technische Fragen und für die Mitteilung über Tests auf das Coronavirus noch nicht mitgerechnet.

Monatlich beliefen sich die Kosten für den Betrieb der Anwendung auf rund 2,5 Millionen Euro, sagte Höttges. Die Telekom erwartet, dass sie mit der Corona-Warn-App in diesem Jahr einen Umsatz von insgesamt 14 bis 15 Millionen Euro erreichen wird. Höttges sagte: „Eine kostenlose Bereitstellung stand nicht zu Debatte.“ Die Telekom leiste einen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Pandemie, müsse letztlich aber auch Geld verdienen.

Finanzchef Christian Illek sagte, der Ausbruch der Corona-Pandemie habe trotz gestiegener Nachfrage nach manchen Produkten einen negativen Effekt auf das Geschäft der Telekom gehabt. Insbesondere die zwischenzeitige Schließung von Geschäften sowie der Wegfall von Mobilfunkumsätzen bei Auslandsreisen (Roaming) wirkten sich negativ aus.

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    „Wir reden über beherrschbare Ergebniseinschränkungen. Das ist bei uns nicht so wie in anderen Industrien“, sagte Illek. Beispielsweise betrügen die Kosten für die virtuelle Hauptversammlung 2,4 Millionen Euro im Gegensatz zu Kosten in Höhe von fünf Millionen Euro bei einer regulären Hauptversammlung vor Ort.

    US-Tochter soll das Geschäft antreiben

    Zwischenzeitlich habe die Telekom das Mittel der Kurzarbeit für rund 3500 Mitarbeiter in Anspruch genommen. Derzeit seien noch rund 2500 Mitarbeiter in Kurzarbeit, sagte Illek. Zudem arbeiteten noch rund 60.000 Mitarbeiter im Homeoffice.

    Die Telekom führe bei ihren Mitarbeitern nicht proaktiv Tests auf das Coronavirus durch. Bei rund 100 Mitarbeitern sei im Verlauf der Pandemie bisher das Virus nachgewiesen worden, sagte Illek.

    Bei der Hauptversammlung kündigte Telekom-Chef Höttges an, trotz den Auswirkungen der Corona-Pandemie an den Wachstumszielen für den Konzern festzuhalten. Im laufenden Jahr will die Telekom ein operatives Ergebnis (bereinigtes Ebitda ohne Leasingkosten) in Höhe von 25,5 Milliarden Euro erzielen. Im April hatte die US-Telekomtochter T-Mobile US den Rivalen Sprint übernommen. Die Fusion in den USA soll das gesamte Geschäft des Konzerns antreiben.

    Als weitere Strategie kündigte Höttges einen besonderen Fokus auf den Glasfaserausbau an. „Mein Ziel ist: Bis 2030 hat jeder Haushalt in Deutschland einen Anschluss mit Glasfaser“, sagte Höttges. Derzeit betreibe die Telekom ein Glasfasernetz mit einem Umfang von 500.000 Kilometern in Deutschland. Damit sei die Telekom das führende Glasfaserunternehmen in Deutschland. Um den Ausbau des Glasfasernetzes soll sich Telekom-Vorstand Srini Gopalan kümmern. Der Europachef soll zum November die Leitung des Deutschlandgeschäfts übernehmen.

    Die Bundesrepublik hängt jedoch im europäischen Vergleich beim Glasfaserausbau bis an die Haushalte deutlich zurück. Gerade Spanien gehört zu den Vorreitern. Höttges machte dafür auch teure Regulierungen in Deutschland verantwortlich. „Es kann doch nicht sein, dass ein Glasfaseranschluss in Deutschland 1500 Euro kostet, aber in Spanien 300 Euro“, klagte er.

    Das Ziel, bis zum Jahr 2030 jeden Haushalt in Deutschland mit Glasfaser zu versorgen, sei mit erheblichen Kosten verbunden. „Das erfordert zweistellige Milliarden-Investitionen für Deutschland. Ein Teil von uns. Aber auch von den Wettbewerbern“, sagte Höttges.

    Mehr: Die Deutsche Telekom im Bilanzcheck.

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